International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04448899 A Filipino walks past the facade of the Hennes & Mauritz (H&M) store in Manila, Philippines, 16 October 2014. The Swedish multinational retail-clothing company H&M will open its first store in the Philippines on 17 October 2014 inside a mall in Manila.  EPA/RITCHIE B. TONGO

Der Moderiese H&M ist in die Twitter-Falle getappt. 
Bild: EPA

Autsch! H&M findet weisse Models «positiver» – und erntet dafür einen gewaltigen Shitstorm



Dank ihrer Präsenz auf diversen Social-Media-Kanälen haben die meisten grossen Unternehmen heutzutage die Möglichkeit, schnell und unmittelbar auf Anfragen ihrer Kunden zu reagieren. Doch die Geschwindigkeit dieser Kommunikation sorgt auch immer wieder für Pannen: Ist ein unüberlegtes Statement erstmal gepostet, ist der Shitstorm so gut wie garantiert. Das jüngste Beispiel liefert der Klamotten-Hersteller H&M.

Angefangen hat alles mit dem Tweet einer jungen Frau, die den südafrikanischen Ableger des Moderiesen darauf hinweisen wollte, dass in dessen Filialen überhaupt keine schwarzen Models abgebildet seien:

«Ich war in eurem Store in Kapstadt. Die meisten, wenn nicht sogar alle Poster in dem Laden zeigen keine schwarzen Model. Bitte arbeitet daran, um für jedermann ansprechend zu sein.»

Das Unternehmen reagiert umgehend in Form einer vierteiligen Antwort. Das ist zwar ziemlich ausführlich, sonderlich gut überlegt waren die Worte jedoch nicht – was dem Kommunikationsteam später auch auffallen sollte:

«Das Marketing von H&M hat einen grossen Einfluss und es ist uns wichtig, ein positives Image zu vermitteln.»

«Wir wünschen von unserem Marketing, dass es unsere Mode auf inspirierende Art und Weise präsentiert, um ein positives Gefühl zu übermitteln.»

«Unser Marketing arbeitet auf allen Ebenen mit einer grossen Bandbreite von Models und Persönlichkeiten.»

«Unsere Marketing-Strategien und Kampagnen sind Dinge, die wir immer wieder intern und mit Kreativ-Designern diskutieren.»

«Schwarze Models bilden also kein positives Image ab?»

Zunächst scheint der Dialog unbemerkt in den Tiefen des Internets zu versinken. Doch dann wird eine junge Frau darauf aufmerksam. Ihr Tweet mit der entsprechenden Konversation wird über 1300 Mal geteilt – und damit ist die Welle der Entrüstung losgetreten.

Die verspätete Entschuldigung

Weil die Geschichte damit zu grosse Kreise zieht, sieht sich H&M Südafrika gezwungen, eine Entschuldigung zu posten:

«H&M bedauert die Antwort auf eine Social-Media-Nachricht, welche kürzlich verbreitet wurde und möchte seine Absicht klarstellen.»

Dabei wäre es so einfach gewesen, der jungen Kundin eine bessere Antwort zu liefern. Mit Naomi Campell, Alek Wek und Imaan Hammam hat H&M definitiv auch schon schwarze Models gebucht. Eine Argumentation, die dem Moderiese dann auch noch – mit deutlicher Verspätung – in den Sinn kommt.

(viw)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

Ein Blick hinter die Model-Fassade: Backstage bei der Fashion Week

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kza 15.11.2015 16:40
    Highlight Highlight Ich will den Models jedes Mal was zu essen geben, wen ich ein H&M-Plakat seh...
  • Darkside 15.11.2015 16:33
    Highlight Highlight Ach ja, haben wir nicht eine grossartige Empörungskultur.
  • AdiB 15.11.2015 14:50
    Highlight Highlight für die, die kein problem sehen, stellt euch vor bei uns in der schweiz würde man nur schwarze models benutzen obwohl die mehrheit weiss ist. da würde es auch empörung regnen.
    • stadtzuercher 15.11.2015 16:29
      Highlight Highlight adib, nicht korrekt. siehe beispiel müllermilch. dass da eine dunkle frau für die werbung verwendet wurde, stört niemanden. von den immergleichen feministinnen abgesehen, die auch rummotzen würden, wenn eine weisse fraue für die werbung verwendet würde. also entspann dich.
  • Noach 15.11.2015 13:21
    Highlight Highlight H und M ist eine Sklavenschneiderei.Billige Fummel zusammengenäht von unterbezahlten und ausgebeuteten Menschen aus der dritten Welt.Einfach nur traurig!
    • Karl33 15.11.2015 19:57
      Highlight Highlight Auch teure Fummel werden von denselben Leuten zusammengenäht. Einfach mit mehr Marge verkauft. Oder glauben Sie, die NäherInnen verdienen an Levis Jeans mehr als an H&M Jeans?
  • stadtzuercher 15.11.2015 10:42
    Highlight Highlight Wenn Müllermilch gleichzeitig mit einer dunkelhäutigen Frau wirbt, ist das aus Sicht der Feministinnen rassistisch. Wenn H&M mit einer weissen Frau wirbt, ist es auch rassistisch.
    Wie schizophren. Get a Life.
    • AdiB 15.11.2015 14:47
      Highlight Highlight wie rassistisch für feministinnen? ich heist doch feministinnen kämpfen für alle frauen oder doch nur für reiche weisse?
      hier gehts darum das in südafrika mehr schwarze als weisse leben. was logisch gesehen bedeutet das auch die models grössten teils schwarz sein sollten.
  • Kronrod 15.11.2015 10:06
    Highlight Highlight Viel Rauch um nichts. H&M ist eine schwedische Firma, und da dürfen die ruhig auch mit Leuten Werbung machen, die schwedisch aussehen.
    • AdiB 15.11.2015 14:48
      Highlight Highlight ja aber muss nicht unbedingt in südafrika sein. wär doch logisch das dort wo die mehrheit schwarz ist auch schwarze models bevorzugt werden.
  • Gsnosn. 15.11.2015 08:19
    Highlight Highlight Ich sehe hier kein Problem und ihr?
    • stadtzuercher 15.11.2015 10:46
      Highlight Highlight H&M macht regelmässig mit dunkelhäutigen Models Werbung. Kein Problem. #Empörungsbewirtschafterinnen, die ihre 15min Ruhm suchen.
    • Mia_san_mia 15.11.2015 13:46
      Highlight Highlight Ich auch nicht
    • rasca 16.11.2015 00:22
      Highlight Highlight Das "Problem" war wohl in erster Linie die Marketing-Floskel über positive Vibes die in Kombination mit dieser Frage doch ein bisschen rassistisch interpretiert werden könnte.

      Wobei ich mir doch ziemlich sicher bin, dass es sich um Standart PR Gelaber handelt. Hauptsache jemand kann sich daran stören.

Aargauer Gemeindeschreiber hetzt auf Facebook gegen Flüchtlinge – Ammann deckt ihn

Daniel Wicki leitet als Gemeindeschreiber die Verwaltung der Gemeinde Boswil. Privat fällt Wicki durch fragwürdige Äusserungen auf, wie der «Blick» berichtet. Auf Facebook macht er bevorzugt Stimmung gegen Asylsuchende. «Tja, die Handys der Flüchtlinge sind wasserdicht, saufen nicht ab usw. Komischerweise verlieren aber alle ihre Ausweise und Pässe während dem Böötlen über das Meer...», schreibt er etwa im Zusammenhang mit einer neuen Deutsch-App des Kantons Aargau für …

Artikel lesen
Link to Article