International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Stacheldraht und Spürhunde schrecken Flüchtlinge beim Eurotunnel von Calais ab

Im Vergleich zu Juli versuchen nur noch wenige Flüchtlinge, durch den Eurotunnel von Calais nach Grossbritannien zu gelangen. Doch noch immer warten rund 3000 Menschen in einem Zeltlager auf die Gelegenheit, den Tunnel zu durchqueren.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Gejagte Flüchtlinge in Calais

Die Zahl der Flüchtlinge, die durch den Eurotunnel nach Grossbritannien wollen, ist seit Ende Juli gesunken. Das hat der Betreiber des Tunnels mitgeteilt. Derzeit versuchten rund 150 Flüchtlinge pro Nacht den Tunnel zu durchqueren. Den stärksten Ansturm von Migranten auf den Tunnel gab es Ende Juli. Dabei versuchten Flüchtlinge rund 2000 Mal nachts vorzudringen, um an Bord von Güterzügen nach Grossbritannien zu gelangen.

Der Rückgang ist demnach Folge verstärkter Sicherheitsmassnahmen. Auf französischer Seite machen Stacheldraht, Sicherheitsstreifen, Militärjeeps, Kameras und Spürhunde es nun deutlich schwerer, in den Tunnel zu gelangen. Dennoch bezeichnete der Tunnel-Betreiber die aktuellen Zahlen immer noch als inakzeptabel.

Die Situation bleibt dramatisch. Im Flüchtlingslager «Neuer Dschungel» auf französischer Seite sollen bis zu 3000 Menschen campieren, die in der Hoffnung leben, es irgendwann durch den Tunnel zu schaffen. Die meisten Migranten kommen aus Eritrea, Äthiopien und dem Sudan.

Laut «Guardian» sind seit Juni mindestens neun Flüchtlinge beim Versuch gestorben, durch den Tunnel nach Grossbritannien zu gelangen.

ulz/AP/dpa

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 17.08.2015 13:53
    Highlight Highlight Nutzlos!
    Je mehr man aufnimmt, je mehr Leistungen die "Flüchtlinge" erhalten, um so mehr werden kommen. Mehr Flüchtlingsheime lösen die immense Attraktivität, die ein wirtschaftlich starker Raum auf unterpriviligierte Räume ausübt, nicht auf. Warum erkennt man nicht an, dass es sich bei der Mehrzahl der Flüchtlinge nicht um Verfolgte handelt, sondern um Menschen, die ihr Heil in einem reichen Lande suchen. Es tritt genau das ein, was der libysche Oberst Gadafi voraussagte: "Wenn Ihr mich stürzt, ergiesst sich ein Menschenstrom über Eure Länder".
    2 0 Melden
    • zombie1969 17.08.2015 14:17
      Highlight Highlight 2)
      Wenn jetzt nicht die Realitäten anerkannt werden, wenn nicht die australische Strategie angewendet wird, wird man der Flut nicht mehr Herr. Es ist närrisch, so zu tun, als könnte Europa auch nur annähernd mit Hunderttausenden junger, chancenloser Flüchtlinge klarkommen, die alles im Sinn haben, nur sicherlich nicht, zurückzukehren.
      2 0 Melden

Ex-PKK-Kader sitzt im Transit Zürich – und fürchtet Ermordung durch türkische Agenten

Der Kurde Osman Erdal sitzt seit vier Wochen im Zürcher Flughafen fest – jetzt droht ihm die Abschiebung nach Südafrika. Dort befürchtet das frühere PKK-Kadermitglied einen Mordanschlag durch den türkischen Geheimdienst. Amnesty Schweiz kritisiert die Schweizer Behörden scharf.

Die vorläufige Endstation seiner Odyssee erreicht Osman Erdal am 9. Oktober: Er reist mit dem Flugzeug aus dem nordirakischen Erbil via Johannesburg nach Zürich-Kloten und stellt ein Asylgesuch. Seither lebt er in der Asylunterkunft im Transitbereich des Flughafens.

Trotz der grossen medialen Aufmerksamkeit, welche die watson-Recherche zu den kurdischen Flüchtlingen im Transit ausgelöst hat, hielt sich Erdal bisher mit seiner Geschichte zurück. Jetzt bricht er sein Schweigen. Via WhatsApp …

Artikel lesen
Link to Article