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Police officers patrol in the railway station of the city of Strasbourg following a shooting, eastern France, Wednesday, Dec. 12, 2018. A man who had been flagged as a possible extremist sprayed gunfire near the city of Strasbourg's famous Christmas market Tuesday, killing three people, wounding 12 and sparking a massive manhunt. France immediately raised its terror alert level. (AP Photo/Christophe Ena)

Ein radikalisierter Häftling hat zwei Gefängnisaufseher verletzt. Nach Stunden konnte er überwältigt werden. (Symbolbild) Bild: AP/AP

Zimmer in «Schlachtfeld» verwandelt: Radikalisierter Häftling in Frankreich überwältigt



Ein als Islamist bekannter Häftling hat in Frankreich zwei Aufseher mit einem Messer verletzt und sich anschliessend mit seiner Lebensgefährtin in einem Zimmer dem Gefängnis verschanzt. Elite-Polizeitruppen konnten die beiden nach einigen Stunden überwältigen.

epa07290271 French Interior Minister Christophe Castaner attends a hearing at the French Senate concerning the scandal of President Macron's security chief Alexandre Benalla, in Paris, France, 16 January 2019. The hearing is in connection to the Alexandre Benalla's scandal, in order to shed more light on Benalla's responsibilities and role within the Elysee Palace. Benalla is accused of attacking protesters during street demonstrations on 01 May 2018, wearing a riot helmet and police uniform, then when he was French President Emmanuel Macron's deputy chief of staff.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Christophe Castaner Bild: EPA/EPA

Das bestätigte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner bei Twitter. Bei dem Einsatz seien beide durch Schüsse verletzt worden, die Frau sei kurz darauf gestorben, hiess es aus Ermittlerkreisen. Die französische Justizministerin Nicole Belloubet sagte, es gebe «keine Zweifel», dass es sich bei dem Angriff um Terrorismus handle.

Nach Angaben eines Gewerkschaftsvertreters wurde ein Wachmann schwer am Oberkörper verletzt, ein zweiter erlitt Schnittverletzungen im Gesicht und am Rücken. Der Tatort - ein Zimmer, in dem Häftlinge Besuch von ihren Familien bekommen dürfen – sei «ein Schlachtfeld» gewesen: «Überall war Blut.» Lebensgefahr besteht nach Angaben der Justizministerin aber nicht.

Frankreichs Gefängnismitarbeiter protestieren seit langem immer wieder für mehr Sicherheit und bessere Arbeitsbedingungen. Innenminister Castaner bedankte sich via Twitter bei den am Einsatz beteiligten Polizisten: Sie hätten mit Mut, Besonnenheit und Professionalität gehandelt und «wieder einmal ihrer Uniform Ehre gemacht».

Anschlag auf Bataclan verherrlicht

Der Häftling verbüsst in Condé-sur-Sarthe eine 30-jährige Haftstrafe für Entführung mit Todesfolge, bewaffneten Raub und für die Unterstützung von Terrorismus. Gemeinsam mit einem Komplizen hatte er im Jahr 2015 einen Mann bei einem Raubüberfall in dessen Haus erwürgt.

Ein zweites Mal wurde er verurteilt, weil er seine Mithäftlinge dazu aufrief, den islamistischen Terroranschlag auf das Bataclan-Kulturzentrum in Paris zu wiederholen. Bei dem Anschlag im November 2015 starben 90 Menschen.

Die Haftanstalt in der Normandie gilt als eine der sichersten Frankreichs. Derzeit sitzen dort 110 Menschen in Haft. (sda/dpa/afp)

Blumen beim Bataclan – Staatschefs trauern um die Opfer:

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