International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Machtkampf bei den Republikanern: Fillon setzt sich durch

Nach mehreren Tagen heftiger Debatten haben sich die französischen Konservativen am Montagabend hinter ihren angeschlagenen Präsidentschaftskandidaten François Fillon gestellt.



Das politische Komitee der Republikaner-Partei erneuerte einstimmig seine Unterstützung für Fillon, wie Senatspräsident Gérard Larcher im Anschluss vor Journalisten sagte. Und weiter: «Die Republikaner stehen damit zusammen und entschlossen hinter François Fillon.»

Das Treffen des Gremiums – in dem die zentralen Lager der Partei vertreten sind – war angesetzt worden, um über die schwierige Lage von Fillons Kandidatur zu sprechen. Zahlreiche Politiker aus seiner eigenen Partei hatten in den vergangenen Tagen seinen Rücktritt gefordert. Fillons Wahlkampf wird seit Wochen vom Verdacht einer Scheinbeschäftigung seiner Frau und zweier Kinder belastet.

Ex-Regierungschef Alain Juppé, der wiederholt als Alternative zu Fillon genannt worden war, hatte bereits zuvor endgültig auf eine Kandidatur verzichtet.

FILE PHOTO: Alain Juppe, current mayor of Bordeaux and member of the conservative Les Republicains political party, delivers his speech to recognise his defeat in the second round for the French center-right presidential primary election in Paris, France, November 27, 2016.      REUTERS/Charles Platiau/File photo

Alain Juppé wird definitiv nicht Frankreichs nächster Präsident. Bild: © Charles Platiau / Reuters/REUTERS

Zahlreiche Parteifreunde hatten gehofft, dass Juppé für seinen wegen einer Scheinbeschäftigungsaffäre angeschlagenen Rivalen einspringen könnte. Der bei vielen Franzosen beliebte Bürgermeister von Bordeaux, der Fillon bei der Vorwahl der konservativen Republikaner im November klar unterlegen war, hatte Ende vergangener Woche selbst Bereitschaft dazu signalisiert.

Presidential candidate Emmanuel Macron gestures as he speaks during a meeting in Lyon, central France, Saturday, Feb. 4, 2017. Untested former budget minister Emmanuel Macron, who rebelled against his Socialist masters to strike out on his own, could end up facing far-right presidential candidate Marine Le Pen in the second-round vote. (AP Photo/Michel Euler)

Emmanuel Macron fordert Marine Le Pen – zumindest gemäss aktuellen Umfragewerten. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

In Umfragen liegt Fillon derzeit nur noch auf dem dritten Platz und würde es damit nicht in die Stichwahl der Präsidentschaftswahlen schaffen. Dort würde es nach derzeitigem Stand zum Duell zwischen der rechtspopulistischen Front-National-Chefin Marine Le Pen und dem parteilosen sozial-liberalen Kandidaten Emmanuel Macron kommen. Dann hätte Macron gute Siegeschancen.

Umfragen hatten Juppé deutlich mehr Chancen bei der Präsidentschaftswahl eingeräumt als Fillon: Der Ex-Premier wäre demnach in die Stichwahl eingezogen. Ein Sieg gegen Le Pen wäre dann ebenfalls sehr wahrscheinlich gewesen. (sda/dpa/reu/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.03.2017 23:33
    Highlight Highlight Was hat sich Fillon eigentlich Gedacht? Hätte er von Anfang an alles Offen gelegt wäre sein Image angekrazt gewesen, jetzt ist es ein Scherbenhaufen, egal ob Schuldig oder nicht Schuldig.
  • Boogie Lakeland 06.03.2017 23:14
    Highlight Highlight Verstehe Juppé nicht ganz. Fillon ist erledigt. Will Verwaltung verkleinern und den Filz bekämpfen aber ist selbst Teil davon. Läuft bei ihm...
    Le Pen ist unwählbar (wäre eine Katastrophe!) und Macron find ich faszinierend aber ich bin skeptisch. Er hat gute Ideen. Aber es ist von allem etwas und doch nichts richtig. Zudem beweist Trump gerade eindrücklich, dass mal halt schon Politiker sein sollte um, naja, Politik zu machen. Macron hätte zudem kaum eine Mehrheit im Parlament.
    Juppé ist erfahren,pragmatisch, wählbar und in Bordeaux leistet er tolle Arbeit
    • DinoW 07.03.2017 00:49
      Highlight Highlight Macron ist ja auch ein Politiker. War er nicht sogar Minister unter Hollande? Parlamentsmehrheiten sind in Frankreich nicht ganz so entscheidend wie in anderen Ländern, damit könnte er vermutlich zurechtkommen...
  • Töfflifahrer 06.03.2017 22:08
    Highlight Highlight Frage an Watson, was für ein Match hat er gewonnen?
    • Ralph Steiner 06.03.2017 22:23
      Highlight Highlight Keinen, auch wenn man das Gezanke bei den Konservativen als solchen betiteln könnte ;-) Ist korrigiert, vielen Dank für die Info!
  • Spooky 06.03.2017 22:08
    Highlight Highlight Fillon hat braune Zähne. Einer mit ungepflegten Zähnen hat bei den Franzosen keine Chance.
  • Fischra 06.03.2017 21:15
    Highlight Highlight Eigentlich muss man sagen: alles nur nicht Le Pen!

Filmpreis Goldene Palme geht zum ersten Mal nach Südkorea

Die Tragikkomödie «Parasite» von Bong Joon-ho hat im südfranzösischen Cannes den Hauptpreis gewonnen.

Die südkoreanische Tragikomödie «Parasite» ist beim 72. Filmfestival im südfranzösischen Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden. Die Goldene Palme geht damit zum ersten Mal nach Südkorea.

Die Jury kürte den Film des Regisseurs Bong Joon-ho am Samstagabend zum besten Film des diesjährigen Wettbewerbs. Der 49-Jährige erzählt in dem Werk von einer Familie, die in prekären Verhältnissen lebt. Die Eltern sind arbeitslos.

Dann aber bekommt der erwachsene Sohn die Chance, bei einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel