International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Spektatkulär: Frankreichs einst meistgesuchter Verbrecher flieht mit Helikopter aus Knast



Mit einem Helikopter ist am Sonntag der einst meistgesuchte Verbrecher Frankreichs aus dem Gefängnis geflohen. Die Flucht von Rédoine Faïd aus einer Haftanstalt in Réau im Departement Seine-et-Marne habe sich in wenigen Minuten abgespielt

Dabei habe es weder Verletzte noch Geiseln gegeben, teilte die Strafvollzugsbehörde mit. Mehrere «schwer bewaffnete» Männer hätten dem 46-Jährigen bei seiner Flucht aus dem Gefängnis in der Nähe von Paris geholfen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlungskreisen.

Das Gefängnis in Réau

Faïd, auf dessen Konto nach eigenen Angaben mehrere Raubüberfälle gehen, hatte bereits im April 2013 mit einer spektakulären Flucht aus einem Gefängnis in Nordfrankreich von sich reden gemacht. Damals hatte er vier Wächter als Geiseln genommen und sich den Weg durch fünf Gefängnistüren frei gesprengt. Danach schlüpfte er in eine Uniform, stieg in ein Fluchtauto und verschwand.

epa06854486 (FILE) - A view of the door opened with explosives by French prisoner Redoine Faid, who escaped from the Prison in Sequedin, near Lille, France, 13 April 2013 (reissued 01 July 2018). According to news reports citing police sources, Redoine Faid, who served a 25 year sentence, has allegedly escaped from the prison of Reau, Seine-et-Marne, onboard a helicopter.  EPA/P.PAUCHET/VOIX DU NORD FRANCE OUT

2013 sprengte sich Faïd frei. Bild: EPA/MAXPPP

In Frankreich und Belgien wurde damals sofort eine Grossfahndung gestartet. Auch Interpol wurde eingeschaltet, um den als besonders gefährlich eingestuften Mann zu finden. Sechs Wochen später wurde Faïd mit einem Komplizen in einem Hotel in der Nähe von Paris gefasst.

Auftritte in Talkshows

Der Wiederholungstäter mit dem sanften Blick ist in Frankreich eine Berühmtheit. 2010 veröffentlichte der Einwanderersohn, der in einem nördlichen Vorort von Paris aufwuchs, ein Buch über seine «Karriere» als Spezialist für das Ausrauben von Geldtransportern.

Er tingelte durch die Talkshows, berichtete, er habe sich von Kinofilmen inspirieren lassen, und gab sich geläutert. 2011 wurde er jedoch abermals wegen des Verstosses gegen Bewährungsauflagen verhaftet. (sda/afp)

Aktuelle Polizeibilder: Da brannte es am falschen Ort

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tscheggsch? 02.07.2018 14:49
    Highlight Highlight "spektakulär" ist halt auch einfach ein schwieriges Wort...
    Play Icon
    2 0 Melden
  • Fabian Studer 01.07.2018 23:24
    Highlight Highlight Der Typ sollte die Rechte an seinem Leben an einen Videospielhersteller abgeben.

    Geldtransporte überfallen und aus dem Knast mit nem Helikopter ausbrechen? Genau meine Art von Unterhaltung nach einem harten Tag Arbeit.
    17 1 Melden
  • Spooky 01.07.2018 16:11
    Highlight Highlight Ich wünsche guten Flug!
    34 15 Melden

Heute vor 100 Jahren: So endete der 1. Weltkrieg

Am 11. November unterzeichneten die Entente und die Mittelmächte einen Waffenstillstand. Dieser sollte zwar nur für 36 Tage gelten, beendete jedoch faktisch den 1. Weltkrieg. Gleich mehrere Grossreiche zerfielen, das alte Europa stand vor einem Scherbenhaufen.

Der 1. Weltkrieg dauerte vier Jahre und tobte in Gebieten in Europa, im Nahen Osten, Asien, Afrika und Ozeanien. Am Ende war Europa nicht mehr wieder zuerkennen: Das russische Zarenreich, das deutsche Kaisertum, die österreich-ungarische Doppelmonarchie und das Osmanische Reich gab es so nicht mehr.

Innert weniger Wochen manifestierten sich tiefgreifende Veränderungen in ganz Europa. Hier eine Chronologie der letzten Tage des «Grossen Krieges»:

Die osmanische Armee verliert am 21. September die …

Artikel lesen
Link to Article