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epa07489216 Protesters from the 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) movement run through tear gas during the 'Act XXI' demonstration (the 21st consecutive national protest on a Saturday) in Paris, France, 06 April 2019. Yellow Vest protests are expected in several cities across France.  EPA/IAN LANGSDON

Es werden immer weniger: Gelbwesten-Demonstranten am Samstag in Paris. Bild: EPA/EPA

So wenige auf der Strasse wie nie zuvor – «Gelbwesten»-Proteste flauen ab



In Frankreich sind erneut tausende Anhänger der «Gelbwesten»-Bewegung auf die Strasse gegangen - allerdings so wenige wie nie zuvor. Nach Regierungsangaben beteiligten sich am Samstag landesweit 22'300 Menschen an den Demonstrationen.

Das sei die niedrigste Teilnehmerzahl seit Beginn der Bewegung Mitte November, erklärte das Innenministerium. Es blieb weitgehend friedlich, lediglich in Rouen kam es zu Zusammenstössen zwischen Kundgebungsteilnehmern und Sicherheitskräften.

Schwerpunkt der Proteste war am 21. Samstag mit Protesten in Folge neben Paris die Stadt Rouen im Nordwesten des Landes. Dort versammelten sich bereits am Vormittag mehrere Hundert Menschen - nach Polizeiangaben eine typische Anzahl für eine Samstagsdemo der «Gelbwesten» in der Stadt.

Slogans gegen Macron

Sie marschierten rund um das abgesperrte Stadtzentrum und riefen Slogans gegen Präsident Emmanuel Macron. Demonstranten aus dem ganzen Land waren aufgerufen, an diesem Wochenende gemeinsam in Rouen zu protestieren.

In Paris gingen nach Regierungsangaben rund 3500 «Gelbwesten» auf die Strasse. Aktivisten forderten auf Plakaten oder in Sprechchören den Rücktritt von Staatschef Macron.

epa07489222 Protesters from the 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) movement march towards the Arch of La Defense in Paris' financial district, during the 'Act XXI' demonstration (the 21st consecutive national protest on a Saturday) in Paris, France, 06 April 2019. Yellow Vest protests are expected in several cities across France.  EPA/IAN LANGSDON

Demonstranten bei «La Defense» in Paris. Bild: EPA/EPA

In so genannten sozialen Netzwerken hatten die «Gelbwesten» unter anderem auch zu Protesten in Lyon, Dijon, Nizza, Nantes, Montpellier, Bordeaux und Toulouse aufgerufen. Die gesamte Teilnehmerzahl fiel aber deutlich geringer aus als noch vor einer Woche. Damals gingen 33'700 Menschen landesweit auf die Strasse, zu Beginn der Proteste vor fünf Monaten waren es 282'000.

Ergebnisse der nationalen Debatte

Die jüngsten «Gelbwesten»-Proteste waren die letzten, ehe am Montag die Ergebnisse der «grossen nationalen Debatte» präsentiert werden. Macron hatte sie als Reaktion auf die «Gelbwesten»-Proteste ins Leben gerufen. Vom 15. Januar bis zum 15. März gab es nach Regierungsangaben mehr als 10'000 Diskussionsrunden.

Das Parlament soll zunächst am kommenden Dienstag und Mittwoch über die Ergebnisse der Veranstaltungen diskutieren. Eine Abstimmung ist dabei nicht vorgesehen.

Der französische Verfassungsrat hatte am Donnerstag ein Gesetz teilweise gestoppt, das weitreichende Demonstrationsverbote vorsah. Verschärfte Sanktionen gegen Vermummte und Organisatoren nicht genehmigter Demonstrationen sind aus Sicht des Rates aber zulässig. (cma/sda/afp)

Das sind die Forderungen der Gelbwesten

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 09.04.2019 00:42
    Highlight Highlight Ist das ein Wunder?! So wie über diese Bewegung ständig hergezogen wurde und meist nur diejenigen in den Fokus kamen, die Sachbeschädigung betrieben haben. Könnte mir vorstellen, dass diese Demolierer von der Regierung selbst organisiert worden waren, um so wieder ein paar Gesetze besser und schneller umsetzen zu können. Ach, ja und dann wurden viele Gelbwestler von der Polizei mit gefährlichen Gummigeschosse massiv attackiert. Einige haben ihr Auge oder ihre Hand verloren. Übrigens erhält die französische Regierung diese Geschosse aus der Schweiz. Müsst nur einen Artikel von Jean Zelger lesen
  • Gipfeligeist 07.04.2019 19:04
    Highlight Highlight Ja mein Gott, nicht jeder hat Geduld und Zeit um seit Dezember zu protestieren. Das heisst nicht, das der Unmut der Bevölkerung verschwunden ist ...
    • ujay 08.04.2019 06:46
      Highlight Highlight Diese paar Gilets repräsentieren doch nicht "die Bevölkerung". Der Teilnehmerschwund zeigt eher das Gegenteil: Die Mehrzahl hat die Nase voll von dieser Bewegung: Zuviel Randale, weil keine Ausgrenzung von Gewalt.

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