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Erzbischof von Lyon hat Kindsmissbrauch vertuscht – nun bittet er den Papst um Entlassung



FILE - In this Jan. 7, 2019 file photo, French Cardinal Philippe Barbarin waits for the start of his trial at the Lyon courthouse, central France. A French court has found top Catholic official Cardinal Philippe Barbarin guilty for failing to report to justice accusations against a pedophile priest. In a surprise decision Thursday, March 7, 2019 in France's most important church sex abuse trial, the Lyon court handed Barbarin a six-month suspended prison sentence for not reporting the facts in the period between July 2014 and June 2015. (AP Photo/Laurent Cipriani, File)

Der Erzbischof von Lyon, Philippe Barbarin. Bild: AP/AP

Der einflussreiche Erzbischof von Lyon, Philippe Barbarin, ist im Prozess wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.

Das Gericht erklärte Barbarin am Donnerstag für schuldig, Fälle sexueller Übergriffe auf Minderjährige nicht angezeigt zu haben, wie französische Medien übereinstimmend berichteten.

Der Erzbischof von Lyon will nun Papst Franziskus um seine Entlassung bitten. Das kündigte Kardinal Philippe Barbarin am Donnerstag in seiner Diözese an.

Überraschendes Urteil

Das Urteil kommt überraschend, die Staatsanwaltschaft hatte keine Verurteilung gefordert – unter anderem, weil ein Teil der Tatbestände verjährt sei. Barbarins Anwälte haben angekündigt, in Berufung zu gehen.

Kardinal Philippe Barbarin und fünf weiteren Geistlichen wurde vorgeworfen, Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester nicht weiter verfolgt zu haben. Dieser soll in den 1980er Jahren gegen Dutzende Kinder übergriffig geworden sein. Das Urteil kommt kurz nach dem ersten Gipfel zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche im Vatikan. (sda/dpa)

Wie kann sexueller Missbrauch verhindert werden?

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Video: srf/SDA SRF

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gogl Vogl 08.03.2019 13:53
    Highlight Highlight Lasst die Kirche einfach sterben. Die Natur ist Gott und die braucht keine Vertreter.
  • Katzenseekatze 08.03.2019 12:39
    Highlight Highlight Vielleicht wäre alles anders, wenn Kinder schon früh lernen, dass sie sich von Erwachsenen keine ungewollten Berührungen gefallen lassen und strikte NEIN sagen. Dann sollte in den Schulen Selbstverteidigung als Fach zuoberst stehen (Thema Selbstbewusstsein und Eigenwahrnehmung). Dazu müssen Frauen lernen, dass ein NEIN auszusprechen einfach bedeutet, sich Respekt zu verschaffen. Dazu sollte man aufhören, Menschen auf Podeste zu heben - diese "Anbetung" bei sogenannten Würdenträgern gehört abgeschafft.
  • salamandre 07.03.2019 21:18
    Highlight Highlight Die Frage die ich mir heute stelle...gibt es den in diesem ganzen Christlichkatholischen Verein überhaupt noch irgend Jemanden der nicht Belangbar ist bezüglich Übergriffen mit Kindern
  • P. Silie 07.03.2019 15:02
    Highlight Highlight ...'auf Bewährung'... 😈
  • Trashbag 07.03.2019 14:43
    Highlight Highlight Komischer Schritt. Er könnte ja einfach beichten gehen.
  • Grendelbacher 07.03.2019 14:01
    Highlight Highlight Wenn wir uns Gedanken machen, ob man Michael Jackson weiterhin mit gutem Gewissen im Radio hören dürfen, sollten wir uns vielleicht auch fragen, ob man weiterhin mit gutem Gewissen in die Kirche gehen kann?
    • Fandall 07.03.2019 16:43
      Highlight Highlight Bin vor gut zehn Jahren aus genau diesem Grund aus der Kirche ausgetreten. War auch damals schon aktuell. Da niemand durchgreift bleibt das das einzige Druckmittel...
    • pamayer 07.03.2019 20:53
      Highlight Highlight Diese Art Gedanken muss ich mir schon lange nicht mehr machen.
  • Bampi 07.03.2019 13:02
    Highlight Highlight Im Bild das harmlose Englein. In Wahrheit vertuscher vom Gröbsten, verurteilt, muss nicht einmal hinter Gitter, keinerlei Reue und zieht den Fall trotz dem weiter. Es waren ja bloss Kinder und schon sooo lange hehr. Seine Vorgänger liessen Leute für weniger verbrennen. Andere Zeiten, gleiche Unschuldigkeit/Überheblichkeit...
  • Friedhofsgärtner 07.03.2019 12:24
    Highlight Highlight Ist er etwa weitehin Bischof als tätig?
    • Hein Doof 07.03.2019 12:47
      Highlight Highlight Würde mich nicht überraschen.
  • bansaighdear 07.03.2019 11:56
    Highlight Highlight Endlich! Hoffentlich nur der erste in einer langen Reihe von Verurteilten!
  • Alex_Steiner 07.03.2019 11:52
    Highlight Highlight "auf Bewährung"...

In St.Gallen sind Burkas seit 7 Wochen verboten – die Polizei hat noch keine gesehen 🤷

Seit Anfang Jahr gilt im Kanton St.Gallen ein Verhüllungsverbot. Doch das Gesetz scheint hauptsächlich von symbolischem Wert. Es wurde noch kein einziges Mal angewandt – weil die Polizei noch keine vermummte Person angetroffen hat.

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Seit dem 1. Januar 2019 ist das neue Gesetz in Kraft. Seither ist es verboten, «sich im öffentlichen Raum und an öffentlich zugänglichen Orten durch Verhüllung des Gesichts unkenntlich zu machen». Das Verbot greift allerdings nur, wenn «dadurch die öffentliche Sicherheit oder der religiöse oder gesellschaftliche Frieden bedroht oder gefährdet» wird.

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