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Jugendliche in Aulnay-sous-Bois

Junge Männer in Aulnay-sous-Bois. Bild: Franceinfo

Jugendliche in Frankreichs Banlieues: Kurz vor dem Knall

Armut, Wut, Polizeigewalt – in Frankreichs verarmten Vorstädten drohen wieder schwere Krawalle. Präsident Macron will mehr Ordnungshüter einsetzen. Das eigentliche Problem geht auch er nicht an.

Heike Klovert



Ein Artikel von

Spiegel Online

Bilel, 29, Lastwagenfahrer aus dem Pariser Vorort Aulnay-sous-bois, glaubt der Polizei kein Wort. Mitte September wurde sein jüngerer Bruder Yacine tot in einem Keller in der 82'000-Einwohner-Stadt nordöstlich von Paris gefunden. «Die Polizei behauptete, er sei an einer Überdosis Kokain gestorben und habe eine kleine Verletzung an der Stirn», sagt Bilel. «Doch Yacine war nicht drogensüchtig.»

Im Leichenschauhaus seien der Familie ein Hämatom am Auge und Schrammen im Gesicht aufgefallen. «Wir haben aus den Medien erfahren, dass er mit heruntergezogener Hose gefunden wurde», erzählt Bilel. «Warum sagt die Polizei uns das nicht selbst?»

Bilel steht auf einem Parkplatz neben dem Hochhaus, in dem er aufgewachsen ist. «Justice pour Yacine» – «Gerechtigkeit für Yacine» – hat jemand auf eine Stahltür hinter ihm gesprüht.

Es würde Bilel nicht überraschen, wenn ein Polizist seinen Bruder umgebracht hätte. Auch wenn es dafür keine Beweise gibt.

«Ich würde jede Arbeit machen. Aber sie wollen mich nicht. Es ist die Hautfarbe»

Keke aus Aulnay-sous-bois

Sein Misstrauen steht für die grossen Probleme in den verarmten Vororten französischer Grossstädte. Denn in den Banlieues offenbart sich Frankreichs desaströse Integrationspolitik: Der Staat zog in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren in urbanen Randzonen sogenannte Cités empor, Hochhaussiedlungen für Industriearbeiter. Heute reiht sich dort Sozialwohnung an Sozialwohnung, die Arbeitslosigkeit ist hoch, und viele Bewohner, meist afrikanische und nordafrikanische Zuwanderer und deren Kinder und Enkel, fühlen sich ausgegrenzt.

Prämie von 15'000 Euro

«Ich würde jede Arbeit machen», sagt der 26-jährige Keke aus Aulnay-sous-bois, der seit Monaten einen Job sucht. «Aber sie wollen mich nicht.» Der junge Mann streicht sich über die dunklen Arme. «Es ist die Hautfarbe», glaubt er. In seinem Viertel ist mindestens jeder dritte Jugendliche arbeitslos.

Seit Ende der Siebzigerjahre kommt es in den Vorstädten immer wieder zu Krawallen, die 2005 wochenlang eskalierten. Keine Regierung hat es bisher geschafft, die sozialen Konflikte dahinter zu lösen.

«Die Situation kann jederzeit wieder eskalieren.»

Fabien Jobard, Politikwissenschaftler

Nun versucht sich Präsident Emmanuel Macron daran: Wer Menschen aus sozial schwachen Stadtteilen unbefristet einstellt, soll eine Prämie von 15'000 Euro bekommen. Ausserdem will Macron eine «Polizei der alltäglichen Sicherheit» aufbauen, die sich in schwierigen Vierteln besser um die Sorgen der Bürger kümmert. 10'000 Polizisten sollen dafür in den kommenden Jahren neu eingestellt werden.

Ob die Regierung die Probleme so in den Griff bekommt, ist fraglich. Bisher hat mehr Polizei die Lage eher verschärft: Gewalt, die von Beamten ausgehe, habe die meisten Ausschreitungen in den Vororten entfacht, sagt Politikwissenschaftler Fabien Jobard vom Centre Marc Bloch in Berlin.

Manchmal reichen auch entsprechende Gerüchte - wie im Fall Yacine. Danach brannten in Aulnay-sous-bois Autos und ein Kindergarten, Hunderte Menschen demonstrierten.

«Die Situation kann jederzeit wieder eskalieren», sagt Jobard, der seit 20 Jahren urbane Unruhen in Frankreich erforscht.

Auch im Februar hätte nicht viel gefehlt: Da passierte, ebenfalls in Aulnay-sous-bois, die «Affäre Théo». Vier Polizisten misshandelten einen 22-Jährigen mit kongolesischen Wurzeln, einer soll ihm einen Schlagstock in den Anus gestossen haben.

epa05778796 A handout photo made available by French newspaper Le Parisen on 08 February 2017 shows French President Francois Hollande (R) pays a visit to 'Theo' at the Robert Ballanger hospital in Aulnay-sous-Bois, suburb of Paris, France, 07 February 2016. Theo was hospitalised for an emergency surgery after he was allegedly sodomized with a truncheon during a police check. The incident sparked vioeltn protests in a Paris suburb, one police officer is charged with rape.  EPA/Arnaud Journois / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Präsident beim Krankenbesuch: Hollande und Théo. Bild: EPA/LE PARISIEN

Es folgten nächtelange Krawalle. Der damalige Präsident François Hollande besuchte Théo am Krankenbett, um die Stimmung zu besänftigen.

Der Polizist, gegen den wegen Vergewaltigung ermittelt wird, sagte laut französischen Medien, Théo habe sich der Kontrolle widersetzt, getreten und geschlagen. Er selbst habe nur reagiert. Den Riss im Schliessmuskel könne er sich nicht erklären.

Protestmarsch Theo

Demonstranten verlangen «Gerechtigkeit für Théo». Bild: ouest-france.com

Seit Jahren weisen Studien darauf hin, dass das Verhalten vieler Polizisten die Spannungen in Brennpunktvierteln verschlimmert. Als besonders diskriminierend gelten dabei die häufigen Personenkontrollen. Im Januar ergab eine Umfrage des nationalen Beauftragten für Menschenrechte, dass die Polizei arabisch aussehende und dunkelhäutige Jugendliche 20-mal häufiger kontrolliere. 2009 und 2012 waren andere Studien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Gleise zertrennen Aulnay-sous-bois

In Aulnay-sous-bois tritt die soziale Segregation besonders deutlich hervor. Bahngleise teilen die Stadt in zwei Hälften: Der Norden hat den Ruf einer No-go-Zone, in der der Drogenhandel floriert. Den Süden zieren Platanenalleen und Sandsteinvillen aus der Zeit, als die Stadt noch ein Luftkurort für Pariser war.

«Sie kamen angelaufen, legten mir Handschellen an und schlugen auf mich ein.»

Karim

IT-Spezialist Hervé Suaudeau, der seit zehn Jahren für das lokale Blog MonAulnay.com schreibt, wohnt im Zentrum. Sein Aussehen erweckt selten die Aufmerksamkeit der Polizei: «Ich wurde erst einmal angehalten», sagt er. «Manchen meiner Freunde passiert das ständig. Die Polizisten duzen sie, ich werde gesiezt – als lebten wir in verschiedenen Welten.»

Im Norden der Stadt berichten viele Jugendliche, dass Polizisten ihnen gegenüber ruppig gewesen seien – oder Schlimmeres. Ihm habe vor vier Jahren ein Polizist die Nase gebrochen, sagt der 18-jährige Karim. «Sie kamen angelaufen, legten mir Handschellen an und schlugen auf mich ein.» Dabei habe er nur seine prügelnden Cousins trennen wollen.

«Ich verstehe, dass manche Polizisten Angst haben.»

Quentin Gourdin, Polizist

«Früher kannten die Polizisten uns»

Doch das ist nur die eine Perspektive. Polizistin Anissa Bosse schiebt in einem Pariser Bezirk Nachtschichten – und hatte zunächst im Dienst oft Angst. Etwa einmal in der Woche fühlt sie sich nachts angepöbelt oder belästigt. Die 32-Jährige wuchs selbst in einer sozial schwierigen Gegend nordwestlich von Paris auf. Freunde fragten anfangs, warum sie «auf die andere Seite wechsle».

Ihr Kollege Quentin Gourdin, 36, arbeitet für eine Sondereinheit, die bei Terroranschlägen gerufen wird. Anfang Oktober seien Kollegen südlich von Paris in ihrem Auto angezündet worden, als Angreifer Brandsätze auf den Streifenwagen warfen, sagt Gourdin. «Ich verstehe, dass manche Polizisten Angst haben.»

Polizisten in Aulnay-sous-Bois

Polizisten in Aulnay-sous-Bois. Bild: l'independant

Furcht auf beiden Seiten erschwert eine Annäherung - auch wenn der Wille da ist: In Aulnay-sous-bois erinnern sich viele fast wehmütig an die Neunzigerjahre, als es noch eine Nachbarschaftspolizei gab. «Die Polizisten kannten uns», sagt Bilel, dessen Bruder in einem Keller starb. «Sie waren cooler drauf.»

Doch Unruhen, Drogenhandel und Kriminalität konnten auch sie nicht unterbinden. 2003 schaffte der konservative Innenminister und spätere Präsident Nicolas Sarkozy die bürgernahen Streifen ab.

Ein Star in seinem Viertel

Hadama Traoré, 32, will Bewohner und Beamte wieder versöhnen. Er ist in Aulnay-sous-bois geboren und war früher Rapproduzent. Im Januar gründete er die Bewegung «La révolution est en marche». «Ich will, dass meine kleinen Töchter irgendwann wie Französinnen respektiert werden», sagt Traoré. Seine Eltern stammen aus Mali.

Er bewegt sich wie ein Star in seinem Viertel Rose-des-Vents: klopft Schultern, verteilt Gettofäuste. «Hey, Soldat, alles klar? Die Revolution ist im Gange!», begrüsst er einen Vater mit Kind an der Hand. Autos hupen ihm zu, Menschen versammeln sich um ihn, wenn er über den Wochenmarkt läuft.

Traoré kennt einen Polizisten, der bereit wäre, sich regelmässig mit der Jugend des Viertels zu treffen. Doch Bürgermeister Bruno Beschizza habe ihnen dafür keinen Ort zur Verfügung stellen wollen.

Das Rathaus hat alle Interviewanfragen des SPIEGEL abgelehnt. Doch ein Brief Beschizzas an Frankreichs Innenminister von Ende August zeigt, dass auch er sich «greifbarer Spannungen» bewusst ist. «Ein Teil der Bevölkerung» habe das Vertrauen in die Ordnungskräfte verloren, schreibt der frühere Chef einer Polizeigewerkschaft, der die Bezirkspolizei von Aulnay-sous-bois in den vergangenen Jahren massiv aufgerüstet hat. Seine Gemeinde wolle deshalb beim Polizei-«Experiment» der Regierung mitmachen.

Wie das genau aussehen soll, ist noch offen. Nach mehreren Terroranschlägen gilt im ganzen Land immer noch der Ausnahmezustand und die Toleranz gegenüber Zuwanderern ist vielerorts eher gesunken.

Bereits nach dem Anschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» 2015 warnte der Politikwissenschaftler Thomas Guénolé: Das Klischee des «Jugendlichen aus der Banlieue» – eines unrasierten Arabers im Kapuzenpulli, der Haschisch rauche und Hasspredigern lausche – habe sich noch tiefer in der Gesellschaft festgesetzt.

Doch es gibt Versuche, gegen Vorurteile anzugehen, auch in der Polizei. Quentin Gourdin engagiert sich für die Organisation Raid Aventure. Sie will jungen Menschen aus Problemvierteln vermitteln, dass es auch coole Polizisten gibt, die niemandem grundlos die Arme auf den Rücken biegen.

Rund hundert Beamte machen bei Raid Aventure ehrenamtlich mit. 50 Aktionstage haben sie landesweit seit vergangenem Jahr organisiert. Jedes Mal kamen mehrere Hundert Kinder und Jugendliche, um Polizeihelme aufzusetzen, Schlagstöcke zu schwingen und Polizeigriffe zu üben.

Auch in Aulnay-sous-bois veranstaltete Raid Aventure im Frühjahr einen «Tag der Annäherung». Solche Aktionen ändern jedoch wenig am Alltag in den Banlieues.

Ausgebranntes Auto in Aulnay-sous-Bois

Ausgebranntes Auto in Aulnay-sous-Bois. Bild: Europe1

Politikwissenschaftler Guénolé forderte Anfang des Jahres, die Personenkontrollen endlich abzuschaffen. Das Verhältnis zwischen der Jugend in den verarmten Vorstadtvierteln und der Polizei sei «verfault» und «strukturelle Reformen» seien dringend nötig.

Doch Präsident Macron plant lediglich, Beamte mit Kameras auszustatten, die die Ausweiskontrollen filmen. Ähnliches hatte schon François Hollande vor vier Jahren versprochen. ID-Checks sollten schriftlich dokumentiert werden, um Racial Profiling zu vermeiden. Ein entsprechendes Gesetz gibt es immer noch nicht.

Und selbst wenn: Die Cités wären weiterhin triste Betonsiedlungen, deren Bewohner vor allem mit dem mittleren Teil von «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» wenig anfangen können. Deshalb sollten Beschäftigungsprogramme für Jugendliche ausgebaut und Sozialarbeiter finanziert werden, fordert Forscher Fabien Jobard. Seit 2003 habe die Regierung hier massiv gespart. «Ich sehe auch bei Macron keine Kehrtwende.»

Anmerkung: In einer früheren Version des Textes hiess es, Nicolas Sarkozy habe 2003 als Präsident die bürgernahen Streifen abgeschafft. Zu diesem Zeitpunkt war Sarkozy allerdings Innenminister. Wir haben die Stelle korrigiert.

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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 12.11.2017 23:37
    Highlight Highlight Der Film „La Haine“ ist eben noch immer aktuell und wird es wohl noch länger bleiben! Guter Film übrigens!!
    15 3 Melden
  • Wilhelm Dingo 12.11.2017 20:10
    Highlight Highlight Statt zu jammern und die anderen verantwortlich machen, sollen die Menschen in den Vorstädten ihre Zukunft selber in die Hand nehmen und z.B. Firmen gründen. Man kann die Misere nicht immer auf die Hautfarbe schieben.
    32 21 Melden
    • Plöder 12.11.2017 22:10
      Highlight Highlight Und wer soll einem Geld geben für den Firmenstart?!
      Nix geschnallt oder was? Es geht darum, dass die gar keine Chancen haben irgendwas zu starten... Auch keine Gewerbebewilligung!
      Eine kleine Épicerie wird meistens von der ganzen Verwandtschaft getragen und lohnt sich auch dann nicht, weil man immer wieder bestohlen wird etc.
      25 23 Melden
  • Turi 12.11.2017 14:02
    Highlight Highlight Wenn Frankreich so Betreuungseinrichtungen hätte wie wir sie haben - bekannt geworden etwa durch behandelte Problemfälle wie Carlos - dann wäre alles in Butter. Sagen sie uns.
    22 40 Melden
    • SemperFi 12.11.2017 19:04
      Highlight Highlight Wer sagt das?
      18 10 Melden
  • karl_e 12.11.2017 13:44
    Highlight Highlight Typisch: Da importieren patriotische Unternehmer Billigarbeitskräfte zu Tausenden aus den Kolonien, ohne Rücksicht auf Religion oder Kultur. Wenn die Arbeitskräfte und deren Nachkommen nicht mehr gebraucht werden, überlässt man sie grosszügig der Allgemeinheit.
    Aehnlich lief es auch bei uns. Nur funktionierte die Integration etwas besser. Vorerst.
    53 15 Melden
  • malu 64 12.11.2017 12:47
    Highlight Highlight Diese Jugend braucht Perspektiven! Das ist ein Teil der Zukunft!
    34 27 Melden
  • Starforrze 12.11.2017 10:32
    Highlight Highlight Der einzige wirklich zielführende Weg aus diesem tragischen Schlamassel führt über verbesserte Bildungschancen für schulpflichtige Kinder, bessere Berufsbildungschancen allgemein und ganz wichtig, auch über neue Umschulungsprogramme für Erwachsene. Die Menschen müssen eine Lebensgrundlage haben, die nachhaltig ist. Dieses soziale Problem lässt sich nicht einfach durch irgendwelche diffusen Prämien (wie soll man solch eine Lösung als nachhaltig bezeichnen?) lösen oder fortwährend unter den Teppich kehren.
    80 8 Melden
    • Andi Amo 12.11.2017 14:35
      Highlight Highlight Und damit sich das Problem nicht fortlaufend noch vergrössert, müsste auch die stets weiter laufende Zuwanderung begrenzt und das Kindergeld verringert werden. Dann kann man sich auch endlich mal genügend um diejenigen kümmer, die bereits im Land sind. Ansonsten läuft das irgendwann aus dem Ruder, wenn die Anzahl der integrationsbedürftigen stetig noch weiter wächst..
      38 27 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.11.2017 20:15
      Highlight Highlight Die Chancen sind da, man muss sie nur packen
      12 6 Melden
    • Enzasa 12.11.2017 22:52
      Highlight Highlight Andi Amo wieso das Kindergeld kürzen?
      Nur die eintreffende Generation hat viele Kinder, spätestens ab der der 2 Generationen ist die Zahl der Kinder auf dem gleichen Level wie der einheimischen Bevölkerung.

      Vorurteile sind so schön einfach für Lösungen
      14 7 Melden
  • Thinktank 12.11.2017 10:27
    Highlight Highlight Klar können wir Frankreich kritisieren. Sie haben aber vor Zigjahren begonnen, Afrikaner oder Muslime zu integrieren und nie eine Lösung gefunden. Wenn es keine Arbeit und Perspektive gibt, dann gehen sie in die Kriminalität. Was soll der Staat den tun, Arbeitsplätze erfinden oder allen die Sozialhilfe zahlen? In der Schweiz stehen wir erst am Anfang und werden genau dieselben Probleme erhalten.
    92 56 Melden
    • atomschlaf 12.11.2017 10:43
      Highlight Highlight Deswegen wäre es jetzt noch an der Zeit, endlich auf eine selektiven Einwanderungs- und Asylpolitik umzustellen, statt dem heutigen JeKaMi.
      64 34 Melden
    • Maracuja 12.11.2017 11:53
      Highlight Highlight Offensichtlich haben Sie keine Ahnung, was unser Schulsystem und unsere Lehrer und Lehrerinnen leisten. War kürzlich an einem Leseabend einer Primarschule mit vielen Schülern mit Migrationshintergrund, die vorgetragenen Beiträge stimmten mich zuversichtlich, dass es auch dieser Generation gelingen wird, eine Ausbildung zu meistern, die Zugang zum Arbeitsmarkt bietet.
      69 10 Melden
    • one0one 12.11.2017 14:53
      Highlight Highlight Falsch, Frankreich hat nie versucht die eingewanderten Arbeiter zu integrieren...
      40 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • AlteSchachtel 12.11.2017 09:34
    Highlight Highlight Zuerst schafft man Ghettos für das einst importierte billige Arbeitervolk, mit der Krise im Arbeitsmarkt überlässt die ehemalige Kolonialmacht sie ihrem Schicksal. Wegen der unangenehmen Konsequenzen behandelt man sie dann einfach wie Abschaum.

    Und wenn sie es selber aus dieser Misere geschafft haben, sind sie dann plötzlich FRANZÖSISCHE Stars und Künstler wie Jamel Debbouze oder werden mehrfach zum beliebtesten Franzosen des Jahres gewählt, wie Omar Sy.

    91 61 Melden
    • FrancoL 12.11.2017 11:19
      Highlight Highlight Richtig, man war in Frankreich wohl der Meinung man habe nicht Arbeitskräfte "importiert" sondern eine Ware, die man dann in der Arbeitskrise entsorgen kann. Weit gefehlt es sind Menschen gekommen und Menschen lassen sich zu Glück nun mal nicht einfach "entsorgen".
      34 19 Melden
  • Asmodeus 12.11.2017 09:25
    Highlight Highlight Man behandle einen kompletten Teil der Bevölkerung wie Dreck und wundere sich dann, warum ein kleiner Teil davon zu Terrroristen wird.

    Frankreich pur.
    100 125 Melden
    • FrancoL 12.11.2017 11:20
      Highlight Highlight Frankreich pur? Ich würde sagen Abzocker-Kapitalismus pur.
      42 33 Melden
    • Rabbi Jussuf 12.11.2017 12:54
      Highlight Highlight Asmo
      So einfach ist es nicht - aber Hauptsache, es passt in dein Weltbildchen.
      25 20 Melden
    • Asmodeus 12.11.2017 14:05
      Highlight Highlight Ausgerechnet Rabbi schreibt von simplen Weltbildern. Realsatire pur.
      20 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • fandustic 12.11.2017 09:05
    Highlight Highlight Einerseits soll die Polizei die Unruhen, Drogenhandel und Kriminalität unterbinden und gleichzeitig fordert ein Politikwissenschaftler das die Personenkontrollen abzuschaffen seien?! Ich weiss ja nicht, aber irgendwie beissen sich diese Forderungen. Eine Lösung wird es wohl so oder so nicht geben. Irgendwann ist es einfach zu spät um die Wende noch zu schaffen....aber so was darf man natürlich nicht sagen.
    69 17 Melden
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 12.11.2017 08:22
    Highlight Highlight Wie wahrscheinlich ist es bei uns mal so zmZustände zu haben?
    70 77 Melden
    • Ökonometriker 12.11.2017 09:22
      Highlight Highlight Unwahrscheinlich - die Schweiz integriert Zuwanderer sehr gut, es gibt keine Ghettos und jeder der in der CH aufwächst und wirklich arbeiten will kann es.
      In Frankreich hingegen gibt es für diese Leute einfach keine Arbeit, sie erhalten nicht die richtige Bildung und haben die Kriminalität als einzige Perspektive.
      95 32 Melden
    • Shlomo 12.11.2017 09:45
      Highlight Highlight Gleich NULL
      Ausser du glaubst der rechtsnationalen Propaganda
      60 43 Melden
    • din Vater 12.11.2017 09:51
      Highlight Highlight Relativ unwahrscheinlich. Die Schweiz hat keine Vergangenheit als Kolonialmacht und die Integration funktioniert hier noch besser.
      67 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trump's verschwiegener Sohn 12.11.2017 08:08
    Highlight Highlight Warum die Polizisten nicht konsequent mit Bodycams ausrüsten?
    61 8 Melden
    • Asmodeus 12.11.2017 09:27
      Highlight Highlight Die Polizisten wehren sich vermutlich dagegen
      43 32 Melden
    • dan2016 12.11.2017 10:40
      Highlight Highlight Sollte kommen
      7 2 Melden
  • Evan 12.11.2017 05:19
    Highlight Highlight Interessant. Vor allem auch dass davon nie viel in (anderen) Medien steht.
    52 12 Melden
    • Roterriese 12.11.2017 09:30
      Highlight Highlight 70% dee Journalisten sind Links, daher
      60 72 Melden
    • Shlomo 12.11.2017 09:46
      Highlight Highlight Lesen bildet sag ich da. Gefühlte 1000 Artikel wurden schon darüber geschrieben
      36 15 Melden
    • Tizi88 12.11.2017 10:21
      Highlight Highlight @roterriese
      Könntest du uns die Quelle angeben, von welcher du diese Zahlen hast?
      17 31 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • swissLPtogether 12.11.2017 03:03
    Highlight Highlight Polizeigewalt ist real aber niemanden interessierts.. wichtiger ist wie lange der Akku vom neuen IPhoneX hält oder wie gross der Poumfang der Kardashiens ist.
    Starker, differenzierter und guter Artikel, Respekt an die Autoren
    90 68 Melden
  • Andi Amo 12.11.2017 02:22
    Highlight Highlight Wieso wird in all den Artikeln wie diesem nie gefragt, wieso dass die denn so häufig kontrolliert werden oder sie komischerweise niemand einstellen möchte? Mich nervt das, dass die nordafrikanischen und arabischen Zuwanderer dann ständig noch als Opfer dargestellt werden und die Gesellschaft und Polizei imme die rassistischen und von grund auf Bösen sein sollen. Zum Glück merken immer mehr, wer hier eigntlich den Dreck am Stecken hat,
    348 223 Melden
    • Trump's verschwiegener Sohn 12.11.2017 09:01
      Highlight Highlight Man kann sich ja auch mal Gedanken darüber machen, inwiefern das Wirken der Franzosen während der Kolonialzeit in Nordafrika die dortige Mentalität teilweise zum Schlechteren verändert hat. Es hat alles eine Ursache.
      73 55 Melden
    • pun 12.11.2017 09:17
      Highlight Highlight Willst du sagen, dass Nordafrikaner nunmal einfach krimineller und arbeitsfauler wären als weisse Franzosen oder was ist die Aussage in deinem Kommentar?
      55 43 Melden
    • Salute the Parrot 12.11.2017 09:43
      Highlight Highlight Dich nervt, dass es das Wort "Rassismus" gibt, welches kritisiert, dass Menschen so denken wie du.
      32 32 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 12.11.2017 02:05
    Highlight Highlight Man könnte also das Problem lösen, wenn man französisch aussehende Leute im Verhältnis gleich of kontrolliert, wie arabisch und affrikanisch ausshende?
    45 30 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 12.11.2017 09:13
      Highlight Highlight nein, indem man auf Kontrollen verzichtet:

      "Politikwissenschaftler Guénolé forderte Anfang des Jahres, die Personenkontrollen endlich abzuschaffen."

      (Steht unter dem Bild mit dem ausgebrannten Auto).

      😀👍
      25 24 Melden
    • Nelson Muntz 12.11.2017 09:41
      Highlight Highlight Ja genau! niemand kontrollieren, Kriminelle wirken lassen, die haben keine Strafe verdient....🙈🤦‍♂️
      31 18 Melden
    • Donald 12.11.2017 22:00
      Highlight Highlight Ich behaupte mal, dass die Kontrollen keine Ursachen von Unruhen sind. Aber natürlich kann man so gut der Polizei die Schuld in die Schuhe schieben. Mit Bildung und konservativen Gesellschaftsbildern wäre es auch zu komplex.
      4 1 Melden
  • Spooky 12.11.2017 01:38
    Highlight Highlight Kein Problem für Nicolas Sarkozy, Carla Bruni, Emmanuel Macron und Konsorten.

    Die sind Mitglieder einer höheren Kaste.

    Die haben nichts zu tun mit den Lümmeln aus den Banlieues.
    77 7 Melden
  • Chrigi-B 12.11.2017 01:19
    Highlight Highlight Einer meiner bester Freund, seine Mutter kommt aus Algerien, sein Vater aus der Schweiz. Sein Vater hat die Mutter vor 30 Jahren in Paris kennengelernt, er ABB Ingenieur, sie Banlieu Bewohnerin. Nun, wenn ihn seine Familie aus Paris besuchen kommt, fällt mir etwas auf: Seine Cousinen arbeiten alle, nach dem Studium, für Multis, seine Cousins nur rein raus im Knast. Scheint beinahe, als kämen die muslimischen Männer nicht mit Europa klar - nicht umgekehrt! Seine männlichen Cousins haben richtig beängstigende Ansichten betr. Gesellschaft/Recht/Islam, die Frauen prospieren und blühen auf....
    362 36 Melden
    • dmark 12.11.2017 13:10
      Highlight Highlight "Scheint beinahe, als kämen die muslimischen Männer nicht mit Europa klar..."
      Das konnte ich bislang auch beobachten. Die Frage ist nur, warum die männliche Riege nicht mit Europa klar kommt? Ist es die Erziehung innert der Familien, welche diese "Jungs" eher als "Machos" sehen möchte? Kommt es vom Glauben her?
      Wobei ich solches Verhalten auch schon oftmals in südeuropäischen Ländern beobachten konnte. Zwar in abgeschwächter Form - aber das wiederum sind Christen. Gibt es da u.U. ein Nord-Süd-Gefälle?
      25 5 Melden
    • Maria B. 12.11.2017 13:33
      Highlight Highlight Chrigi-B :

      Ich kann deine Darstellungen aus eigenem Erleben nur bestätigen - die meisten nordfrikanischen Jungmänner sind fast alle auf dem extremistischen Pfad, gefallen sich mehrheitlich im pöbelnden Herumlungern und so werden diese kriminalisierten Stadtviertel genauso wie an einigen anderen europäischen Orten zu eigentlichen no-go-areas, die man als verloren bezeichnen kann.

      Trop tard....und man wehre Wiederholungen!

      Um einen Eindruck der Ambiance in diesen Banlieus zu gewinnen, braucht man bloss das erhellende Bild über dem Artikel zu betrachten.
      24 6 Melden
    • Saraina 12.11.2017 15:20
      Highlight Highlight Die Ambiance eines Ortes aus einem Bild zu bestimmen, scheint mir jetzt nicht wirklich seriös....

      Und ob sich die Jungen in den Banlieue im Herumlungern gefallen, oder schlicht nicht in die Nähe guter Schulen und Lehr- und Arbeitsplätze kommen, ist für mich auch nicht so klar.
      10 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 12.11.2017 01:10
    Highlight Highlight Diese Situation ist kaum mehr zu retten und es ist nicht davon auszugehen, dass man für all die vielen herumhängenden und meist berufslosen Jugendlichen genügend Arbeitsplätze rekquirieren kann.

    Frankreich hätte vor Jahrzehnten um eine rasche und bessere Integration ihrer abertausender eingewanderter Nordafrikaner besorgt sein müssen.

    Ich erinnere mich, als ich in den späten Sechzigern des letzten Jahrhunderts in Paris gelebt habe, da war es schn nicht ungefährlich z.B. nur schon durch Barbès-Rochechouart zu gehen, Zeiten des FLN halt auch.

    Auch heute wird sich kaum was ändern...
    53 10 Melden
  • Mr.President 12.11.2017 00:46
    Highlight Highlight Schade. Das passiert, wenn man zu viele Flüchtlinge aufnimmt und kein Plan hat, wie es weiter gehen soll. Da braucht man innovative Lösungsvorschläge! Anyone?
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    • Hoppla! 12.11.2017 09:01
      Highlight Highlight Carbonara macht man ohne Rahm! Ah sorry, am Thema vorbei.

      Da dies keine Fluchtlinge sind und die Kolonialgeschichte Frankreichs dies etwas komplizierter macht, gilt das auch für deinen Einwand.

      Primär ist dies ein soziales Problem unter Franzosen.
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    • Saraina 12.11.2017 10:16
      Highlight Highlight die Franzosen aus Nordafrika und Westafrika waren nie Flüchtlinge. Sie sind die Enkel derjenigen, welche aus den Kolonien als billige Arbeitskräfte geholt, und ansonsten ausgegrenzt wurden. Frankreich hat eine lange Geschichte des Rassismus.

      Allerdings ist es auch keine gute Idee, tausende minderjährige Flüchtlinge obdachlos und hungrig wild campieren zu lassen, über Jahre Pädophilen, Kriminellen und Ideologen schutzlos ausgesetzt. Aber dieses Problem kommt erst noch, und ist zahlenmmässig viel kleiner.

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  • Namenloses Elend 12.11.2017 00:01
    Highlight Highlight Im Westen nichts neues. Dann knallts wieder mal und die Medien berichten darüber. Die Regierung verspricht Besserung und irgendwann verpuffen die Infos über die Situation. Ein paar Jahre später gehts von neuem los. Diese Probleme sind über Jahre gewachsen und brauchen auch genau wieder so lange um wieder zu verschwinden. 😒
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  • NWO Schwanzus Longus 11.11.2017 23:59
    Highlight Highlight Racial Profiling hat zwei Seiten, die andere Seite ist das die „Opfer“ von Racial Profiling auch um ein Vielfaches mehr Straftaten begehen als Einheimische. Würden die Polizisten deutlich weniger diese Tätergruppe kontrollieren, könnten viele Straftaten gar nicht aufgedeckt werden. Die Polizei hat einen schweren Job geht sie die Araber und Schwarzen an heisst es sie seien Rassisten, würden sie aus Angst vor Vorwürfen nicht mehr agieren heisst es das sie eine Kuscheljustiz fahre und erstrecht Kriminalität fördert.
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    • Salute the Parrot 12.11.2017 10:05
      Highlight Highlight Dieses Polizeiverstehen ist komplett unnötig. Es sind politische Entscheide, die Polizei so arbeiten zu lassen oder anders. Sh. im Artikel die Abschaffung der bürgernahen Einheit. Wenn dann aber irgendwelche vollgekoksten Typen mit Hang zu Gewaltanwendung mit einem rassistischen Profil die Banlieus aufräumen sollen, schafft die Polizei selbst Kriminalität. Und wenn dieses Problem nicht angegangen wird, soll man auch von anderen Straftaten schweigen. Zuerts muss man das Machtgefälle bedenken, das die Polizei selbst erschafft.
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    • Sansusie 12.11.2017 17:03
      Highlight Highlight Welche „andere“ Seite von Racial Profiling meinst du genau?
      Die diskriminierende, die rassistische, die illegale oder die ineffiziente Seite?
      Du versucht hier mit rassistischen Aussagen ein absolut unangemessenes Verfahren schönzureden.
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