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Paris wird am Freitagabend von einer Anschlagsserie erschüttert: Zeitgleich werden an mindestens sieben Orten Attacken gegen Zivilisten verübt.
Bild: twitter/itele

Terrorserie in Paris: An sieben Orten gleichzeitig schlugen die Attentäter zu

Sie schossen mit automatischen Waffen, sie trugen Sprengstoffgürtel: An sieben verschiedenen Orten in Paris schlugen die Angreifer nahezu zeitgleich zu. Die meisten Todesopfer gab es im Konzertsaal Bataclan.

14.11.15, 07:04 14.11.15, 10:59


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Die nahezu zeitgleichen Anschläge in Paris sind am Freitagabend an mindestens sieben verschiedenen Orten in der französischen Hauptstadt verübt worden. Mindestens 120 Menschen wurden den Behörden zufolge getötet, doch deuten verschiedene Informationen, darunter aus Justizkreisen, auf eine noch höhere Opferzahl hin. Die Anschläge wurden am nördlichen Stadtrand von Paris in der Nähe des Fussballstadions Stade de France sowie im östlichen Zentrum von Paris nicht weit vom Platz der Republik ausgeführt.

Konzertsaal Bataclan: mindestens 100 Tote

epaselect epa05023938 Wounded people are evacuated outside the scene of a hostage situation at the Bataclan theatre in Paris, France, 14 November 2015. Dozens of people have been killed in a series of attacks in the French capital Paris, with a hostage-taking also reported at a concert hall.  EPA/YOAN VALAT

Verletzte werden aus dem Bataclan-Theater evakuiert.
Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Mindestens vier schwer bewaffnete, unmaskierte Männer stürmen während eines Rockkonzerts in das Gebäude und eröffnen das Feuer. Dabei schreien sie «Allah Akbar» (Gott ist gross). Es folgt eine fast dreistündige Geiselnahme in dem Konzertsaal am Boulevard Voltaire.

«Ich habe sie ganz klar zu den Geiseln sagen hören: ‹Hollande ist schuld, euer Präsident ist schuld, er hat nicht in Syrien einzugreifen.› Sie haben auch über den Irak gesprochen», berichtet der 35-jährige Augenzeuge Pierre Janaszak später. Ein anderer sagt: «Die Typen sind gekommen, sie haben am Eingang begonnen zu schiessen.»

Die Polizei stürmt den Konzertsaal kurz vor 0.30 Uhr, der Einsatz ist gegen 01.00 Uhr beendet. 100 Menschen sind tot, darunter vier Angreifer. Drei von ihnen haben sich mit einem Sprengstoffgürtel selbst in die Luft gesprengt. Der vierte, der auch einen solchen Gürtel trägt, wird von Polizeikugeln getroffen und beim Fallen explodiert auch sein Sprengstoff.

Fussballstadion Stade de France: mindestens vier Tote

epa05023990 French president Francois Hollande at Stade de France, in Paris, France, 13 November 2015 at the moment of the attacks in Paris. At least 149 people have been killed in a series of attacks in Paris on 13 November, according to French officials.  EPA/Christelle Alix / Elysee palace handout   EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Präsident Hollande in der VIP-Loge des Stadions. 
Bild: EPA/Elysee palace

Fast zeitgleich zum Angriff auf den Konzertsaal ereignet sich um 21.20 Uhr in der Umgebung des Stadions im Norden von Paris eine erste Explosion. Dort soll nächstes Jahr im Juli das Finale der Fussball-Europameisterschaft stattfinden und nicht weit davon, in Bourget, soll am 30. November die grosse, internationale Klimakonferenz abgehalten werden. Es folgen weitere Explosionen, eine in der Nähe eines McDonald's-Restaurants.

Präsident Hollande, der bei dem Fussballspiel FrankreichDeutschland am Freitagabend ebenso anwesend war wie Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), wird sofort in Sicherheit gebracht. Die Ein- und Ausgänge zum Stadion werden abgeriegelt.

Vier Menschen werden bei der Detonation getötet, darunter drei Angreifer, die wie im Bataclan Sprengstoffgürtel zünden.

Rue de la Fontaine au Roi: mindestens fünf Tote

PARIS, FRANCE - NOVEMBER 14:  Medics evacuate an injured person on Boulevard des Filles du Calvaire, close to the Bataclan theater, early on November 14, 2015 in Paris, France. According to reports, over 150 people were killed in a series of bombings and shootings across Paris, including at a soccer game at the Stade de France and a concert at the Bataclan theater.  (Photo by Thierry Chesnot/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Wenige 100 Meter vom Bataclan entfernt ist die Terrasse der Pizzeria La Casa Nostra das Ziel eines Anschlags. Fünf Menschen werden durch Schüsse aus einer automatischen Waffe getötet, wie der 35-jährige Augenzeuge Mathieu berichtet. «Es waren mindestens fünf Tote um mich herum, andere auf der Strasse, überall Blut.» Ein anderer Zeuge sieht «einen schwarzen Ford Focus», aus dem geschossen wird.

Boulevard Voltaire: ein Toter

Nach Angaben aus Justizkreisen gibt es auch dort einen Angriff mit einem Toten. Unklar ist aber, wie weit dieser Ort vom Bataclan entfernt ist. Später heisst es, ein Attentäter habe auf dem Boulevard Voltaire seinen Sprengstoffgürtel zur Explosion gebracht und sei tot.

Rue Alibert/Rue Bichat: 14 Tote

epa05024079 Forensics collect evidences and take pictures of a body outside the Petit Cambodge where a shooting happened earlier tonight causing the death of fourteen persons in Paris, France, 14 November 2015. At least 149 people have been killed in a series of attacks in Paris on 13 November, according to French officials.  EPA/ETIENNE LAURENT

Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Etwas weiter nördlich kommt es an der Ecke der Strassen Bichat und Alibert zu Schüssen auf der Terrasse des Restaurants Le Petit Cambodge. Dort werden 14 Menschen getötet. «Es war surreal, alle lagen am Boden, niemand bewegte sich», erzählt eine Augenzeugin.

Rue de Charonne: 18 Tote

Ähnliche Szenen spielen sich etwas weiter östlich in der Rue de Charonne ab, wo 18 Menschen getötet werden. Ein Mann berichtet, er habe «zwei, drei Minuten» lang Schüsse gehört. Nach seinen Angaben waren ein Café und ein japanisches Restaurant das Ziel der Schüsse.

Boulevard Beaumarchais

Beim Boulevard Beaumarchais ereignete sich offenbar eine Schiesserei. Nach aktuellen Angaben wurde dabei niemand getötet. Über Verletzte ist nichts bekannt.

asc/afp

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