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epa07264060 Protesters try to cross a bridge over the Seine river during a 'Yellow Vests' protest in Paris, France, 05 January 2019. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) is a grassroots protest movement with supporters from a wide span of the political spectrum, that originally started with protest across the nation in late 2018 against high fuel prices. The movement in the meantime also protests the French government's tax reforms, the increasing costs of living and some even call for the resignation of French President Emmanuel Macron.  EPA/IAN LANGSDON

«Gelbwesten »treffen auf die Polizei. Bild: EPA/EPA

«Gelbwesten»-Proteste in Frankreich eskalieren erneut



In Frankreich ist es bei Protesten der «Gelbwesten»-Bewegung erneut zu heftigen Zusammenstössen zwischen militanten Demonstranten und Ordnungskräften gekommen. 34 Menschen wurden nach Polizeiangaben landesweit festgenommen.

Angaben zu verletzten Demonstranten und Polizisten gab es zunächst nicht. Nachdem die Zahl der «Gelbwesten» auf den Strassen zuletzt immer weiter gesunken war, stieg sie zum Jahresbeginn wieder.

In ganz Frankreich waren rund 50'000 Menschen auf die Strasse gegangen, wie Innenminister Christophe Castaner dem Sender LCI sagte. Das waren mehr als am Wochenende vor Weihnachten, als etwa 39'000 Menschen demonstrierten. In den ersten Wochen der Proteste, die vor zwei Monaten begonnen haben, waren aber bis zu knapp 300'000 Teilnehmer vermeldet worden.

epa07264055 Protesters walk alongside the Seine river during a 'Yellow Vests' protest in Paris, France, 05 January 2019. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) is a grassroots protest movement with supporters from a wide span of the political spectrum, that originally started with protest across the nation in late 2018 against high fuel prices. The movement in the meantime also protests the French government's tax reforms, the increasing costs of living and some even call for the resignation of French President Emmanuel Macron.  EPA/IAN LANGSDON

«Gelbwesten» vor der Kathedrale «Notre-Dame» in Paris. Bild: EPA/EPA

In Paris zählte die Polizei diesmal 3500 Demonstranten. Dort eskalierte die Lage wiederholt entlang des linken Seine-Ufers, auf einer Fussgängerbrücke über den Fluss und auf den Champs-Élysées. Demonstranten schleuderten Wurfgeschosse in Richtung Polizei, diese setzte Tränengas ein.

Präsident Emmanuel Macron rief zum Dialog auf. Alle müssten sich zusammenreissen, um eine Debatte und das Gespräch zu ermöglichen, schrieb Macron am Samstagabend auf Twitter.

Sprecher muss in Sicherheit gebracht werden

Regierungssprecher Benjamin Griveaux musste am Nachmittag sein Büro fluchtartig verlassen und in Sicherheit gebracht werden, nachdem Demonstranten mit einer auf der Strasse entwendeten Baumaschine das Tor zu seinem Amtssitz eingedrückt hatten. «Es war die Republik, es waren die Institutionen, die sie im Visier hatten», sagte Griveaux über die Angreifer.

French Government's Spokesperson Benjamin Griveaux arrives for a meeting with French President Emmanuel Macron and local, national political leaders, unions, business leaders and others to hear their concerns after four weeks of protests, at the Elysee Palace in Paris, Monday, Dec. 10, 2018. French President Emmanuel Macron is preparing to speak to the nation at last after increasingly violent

Regierungssprecher Benjamin Griveaux. Bild: AP/AP

Eine der führenden Figuren der Bewegung machte die Polizei für die Eskalation in Paris mitverantwortlich. Der Protestmarsch habe sich auf einer angemeldeten Route Richtung Nationalversammlung bewegt, wo er sich dann friedlich aufgelöst hätte, sagte Priscillia Ludosky der Nachrichtenagentur DPA. Die Polizei habe dann aber die Strecke gesperrt.

«Warum blockiert man es kurz vor dem Ziel und lässt eine Konfrontation zu? Denn das heizt die Gemüter auf, den Zugang zu etwas zu blockieren. Und dann werden die Leute wütend, und schon passiert, was gestern passiert ist», sagte sie.

Die Massenproteste der «Gelbwesten» hatten die französische Regierung in den vergangenen zwei Monaten erheblich unter Druck gesetzt. Sie hatten sich im November an einer geplanten und inzwischen zurückgenommenen Erhöhung der Kraftstoffsteuer entzündet.

Ihren Namen haben die Demonstranten von den gelben Warnwesten, die sie während ihrer Kundgebungen und Strassenblockaden tragen. Im Dezember brachte Macron eilends ein milliardenschweres Paket mit Sozialmassnahmen auf den Weg, um den Konflikt zu entschärfen. (sda/dpa)

Massenproteste in Frankreich eskalieren

Die Forderungen der Gelbwesten

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Video: srf/SDA SRF

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Vlado 06.01.2019 22:25
    Highlight Highlight Sowas paasiert wenn die Politik in einem Land versagt.
    • Oban 06.01.2019 23:10
      Highlight Highlight So was passiert wenn man sich veränderung wünscht, dann aber merkt das reformen auch einen selber betreffen können und nicht nur andere.
      Die Franzosen sollen mal von ihrem hohen Ross herunterkommen. Weniger Steuern und gleichzeitig mehr Sozialleistungen gehen nunmal nicht auf, irgendwoher muss das Geld ja kommen. Dazu auch noch die 35 Stunden Woche und Die hohe Arbeitslosenquote bei denn jungen.

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