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Rassisten kriegen die Rechnung für ihre Hassrede – beglichen von den Betroffenen selbst



Jared Wall und sein Kollege stammen beide von Australischen Ureinwohnern, den Aborigines, ab. Beim Mittagessen hören sie plötzlich zwei ältere Damen am nächsten Tisch, die eine wenig geschmackvolle Konversation über ihre Ethnie abhielten.

epa04297630 18-month old Nevaeh Dickson plays with an iPad held by her mother Tara Black, in the aboriginal community of Peppimenarti, about 320km south-west of Darwin, Australia, 04 July 2014. Peppimenarti is one of eight Aboriginal communities including Papunya and Palumpa to receive access to 3G mobile phone services through a Nothern Territory (NT) government joint project with Telstra worth 5.76 million Dollars.  EPA/DAN PELED AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Aborigines aus dem Norden Australiens. Bild: EPA/AAP

«Mit Wörtern wie ‹Assimilation› wurde einfach so um sich geworfen. Ich hätte eine Hasstirade auf die zwei niederprasseln lassen können, aber das hätte nichts genützt. Stattdessen habe ich etwas Nettes getan und den beiden einen Krug Tee spendiert, mit einer kleinen Notiz auf der Quittung.»

Jared Wall Facebook/jared wall

Assimilations-Politik

Der australische Staat verfolgte bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Politik, die «vollblütigen» Aborigines aussterben zu lassen und sogenannte Mischlinge in die «weisse Gesellschaft» zu integrieren. Das führte zu einer weitgehenden Zerstörung der indigenen Identität und der forcierten Trennung zahlreicher Kinder von ihren Eltern.

Bild

«Geniessen Sie den Tee! Mit besten Empfehlungen von den zwei Aborigines neben Ihnen an Tisch 26.» bild: facebook/jared wall

Walls Facebook-Post fand viel Zuspruch und kam innert kürzester Zeit auf 23'000 Likes. Wie die beiden Damen reagiert haben, weiss man nicht. Doch Wall hofft:

«Vielleicht sind die beiden Damen jetzt ein bisschen weiser und denken, bevor sie sprechen.»

Jared Wall facebook/jared wall

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 13.09.2016 07:50
    Highlight Highlight Tatsächlich müsste eine Minderheit in einer komplett Rassismusfreien Region innert weniger Generatonen verschwinden, wenn sich die Menschen nicht mehr nach Ethnie paaren, dann werden sogenannte reinrassige Menschen verschwinden. Zum Nachteil der ethnischer Vielseitigkeit.
    • DerTaran 13.09.2016 12:53
      Highlight Highlight Hab gerade noch mal meinen Text gelesen, er könnte missverstanden werden. Ethnische Vielseitigkeit ist zwar nichts schlechtes, mir ist aber Rassismusfreiheit viel wichtiger. Drum paart euch mit wem ihr wollt, das ist Freiheit.
  • Daenerys Targaryen 13.09.2016 00:45
    Highlight Highlight Super Reaktion von den beiden! Ich finde es jedoch immer noch schade das es Leute da draussen gibt, die rassistische Kommentare abgeben oder schlecht über andere Menschen reden. Wir sind alle gleich, egal ob Hautfarbe, Geschlecht oder Religion und man sollte jedem mit Respekt begegnen. Es gibt viele Menschen, aber nur eine "Rasse" von Mensch: Den Mensch. Ganz einfach, alles andere findet in deinem Kopf statt.
  • fischbrot 12.09.2016 11:43
    Highlight Highlight Wow... ich wünschte, ich könnte auch einmal mit so viel Grösse reagieren.. Einfach grossartig!

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