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Die Mädchenmorde führten indirekt zu Entlassungen von Ministern und von ranghohem Gendarmerie-Chef.
Die Mädchenmorde führten indirekt zu Entlassungen von Ministern und von ranghohem Gendarmerie-Chef.Bild: EPA

Mädchenmorde in Rumänien – Versagen von Behörden führt zu Entlassungen

08.08.2019, 08:22

In einem mutmasslichen Serienmord-Fall in Rumänien sind Ermittler möglicherweise auf Überreste eines dritten Opfers gestossen. An einer vom Tatverdächtigen angegebenen Stelle nahe der südrumänischen Stadt Caracal fanden die Ermittler Knochenfragmente und Zähne, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mitteilte.

«Die Gerichtsmediziner vor Ort kamen zu dem Schluss, dass die Überreste der untersuchten Knochenfragmente höchstwahrscheinlich menschlicher Herkunft sind», hiess es in dem Dokument.

In Rumänien hatte der Fall der 15-jährigen Alexandra, die im Vormonat verschwunden war, grosse Erschütterung und Empörung ausgelöst. Denn vor seiner Ermordung hatte das Mädchen drei Mal den Polizeinotruf angerufen und verzweifelt dargelegt, dass es gefangen gehalten, geschlagen und vergewaltigt werde. Die Polizei hatte nichts unternommen.

Das Versagen der Behörden im Falle der 15-Jährigen hatte in Rumänien den Rücktritt des Innenministers sowie die Entlassung der Erziehungsministerin und des Oberkommandierenden der Gendarmerie nach sich gezogen.

Verdächtiger in Haft

Der Tatverdächtige war vor gut einer Woche festgenommen worden. Am vorigen Samstag war klargeworden, dass Knochenreste, die in seinem Haus in Caracal gefunden worden war, zweifelsfrei der verschwundenen 15-Jährigen zuzuordnen sind.

Am Montag hatten Ermittler in einem Wald bei Caracal die Überreste eines weiteren möglichen Opfers gefunden. Ihre eindeutige Zuordnung zu einer 18-jährigen Frau, die im April verschwunden war, steht noch aus. Nach Angaben seines Rechtsanwalts hatte der Verdächtige erklärt, die beiden Frauen getötet zu haben, weil sie sich Sex mit ihm verweigert hätten. (mim/sda/dpa)

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