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In this image made available Thursday Oct. 27, 2016, by Save The Children, workers with the international charitable organisation Save the Children assist migrants to board the Vos Hestia boat from a rib rescue craft, rescued from a migrant boat in the Mediterranean Sea, during a rescue operation off the coast of North Africa, in the Mediterranean Sea, Wednesday Oct. 26, 2016.  According to Save the Children, more than 290 people were brought aboard the Vos Hestia on Wednesday, along with 20 lifeless bodies. (Save The Children via AP)

Flüchtlinge werden Ende 2016 von dem Schiff «Vos Hestia» geretttet. (Archivbild) Bild: AP/Save The Children

Sizilianische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kapitän von Flüchtlingsrettungsschiff



Die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Trapani hat Ermittlungen gegen den Kapitän des Schiffes «Vos Hestia» eingeleitet, mit dem die Nichtregierungsorganisation (NGO) «Save the Children» Flüchtlinge im Mittelmeer rettet. Der Vorwurf lautet auf Beihilfe zur Schlepperei, berichteten italienische Medien am Samstag.

Die Ermittlungen gegen den Kapitän laufen im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft von Trapani gegen die deutsche Hilfsorganisation «Jugend Rettet». Diese wird beschuldigt, bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mit Schleppern zusammengearbeitet zu haben.

Ihr Schiff «Iuventa» war im August auf der Insel Lampedusa beschlagnahmt und nach Sizilien gebracht worden. Ein Gericht in Trapani muss dieser Tage über einen Antrag der deutschen NGO entscheiden, die das Rettungsschiff zurückfordert.

«Save the Children» verteidigte den Kapitän: «Wir haben bei unseren Rettungseinsätzen im Mittelmeer stets im Einklang mit den Gesetzen gehandelt», hiess es in einem Schreiben der NGO. Die Rettungseinsätze seien stets unter der Regie der italienischen Küstenwache und in Absprache mit den italienischen Behörden erfolgt. Gegen die Hilfsorganisation selbst liefen keine Ermittlungen.

Wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Schlepperei hatte die italienische Regierung Druck auf die im Mittelmeer aktiven NGOs gemacht, um sie zur Unterzeichnung eines von Rom verfassten Verhaltenskodex zu bewegen. Die meisten Hilfsorganisationen, darunter «Save the Children», unterzeichneten den Regelkatalog. «Jugend Rettet» akzeptiert ihn nicht. (kün/sda/apa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Griffin 23.09.2017 16:09
    Highlight Highlight Schreibt auch noch hin, wieso NGOs die Bestimmungen ablehnten. Sie wollten keine mit Sturmgewehr oder Maschinenpistole bewaffneten Grenzschützer auf ihrem Boot.
  • Kubod 23.09.2017 12:55
    Highlight Highlight Gut gemeint ist schlecht getan.
    Als die Flüchtlinge begannen, nach Nordafrika zu strömen, haben sich Fischer und Kriminelle ein Zubrot damit verdient, diese mit ihren Fischkuttern, die normalerweise zum Fischen und Schmuggeln eingesetzt wurden, einige hundert Kilometer weit nach Lampedusa zu bringen.
    Als die NGOs begonnen haben, an der 12 Meilengrenze zu warten, um Flüchtlinge in Empfang zu nehmen, reichten Schlauchboote aus, um die Distanz zu überbrücken. Die Zahl der Flüchtlinge und Toten ist dadurch massiv gestiegen. Die NGOs sind direkt mitverantwortlich dafür.
    • Sophia 24.09.2017 15:40
      Highlight Highlight Ein Zubrot? Die Schlepper sind eine international gut organisierte Unternehmensgruppe, mit den auch Schweizer Banken und Warlords Millionen verdienen. Die NGO-Schiffe werden jetzt zum Sündenbock gemacht, für eine Situation, welche wir reichen Länder während hunderten von Jahren verursacht haben. Dein schlichtes Denken, Kubod, wäre, wenn es nicht ganz offensichtlich auf fehlendem Wissen beruhte, kriminell!
    • Kubod 25.09.2017 14:01
      Highlight Highlight Oh je Sophia
      Du willst allen Ernstes die aktuelle Situation mit der Zeit der Kolonisation schönreden?
      Möchtest Du nicht nochmal kurz darüber nachdenken und auf die einfache Tatsache mit belegtem Kausalzusammenhang, die ich erwähnt habe, eingehen?

      Das Warten an der 12 Meilengrenze in Verbindung mit den Absprachen über Funk zwischen NGOs und Schleppern hat die Zahl der Überfahrten und der Unfälle in die Höhe getrieben.

      Das scheckt nun mal keine Geiss weg.
    • Sophia 27.09.2017 19:39
      Highlight Highlight Lieber Kubod, du kannst nicht einfach einen Zeitabschnitt aus: "Während hunderten von Jahren" auschneiden Das heisst im Klartext: Auch heute noch wird Afrika ausgebeutet! Lies den Text, wie er da steht und hör auf, billig zu polemisieren!
      Die Geschichte ist klar, wir Westler beuten Afrika noch immer rücksichtslos aus, die Menschen dort verarmen und sehen keinen Weg, als dort Arbeit zu suchen, wo es welche gibt. Es ist eine noch grössere Schande als die Ausbeutung, selbst, daran noch Geld zu verdienen. Ein paar Helfer zu bestrafen, ist Effekthascherei, zur Befriedung der Leichtgläubigen!
  • Angelo C. 23.09.2017 12:36
    Highlight Highlight Nichts Neues - es laufen ja auch anderswo ähnliche Strafverfolgungen und es wird mit dem stereotypen Leugnen der Beschuldigten immer enger...

    Zum Glück für alle Beteiligten (ausser den Schleppern und der ihnen zum Teil zudienenenden NGOs) wurde dieser grobe Unfug reiner Taxidienste für vorwiegende Wirtschaftsflüchtliinge ENDLICH wirksam unterbunden 👍🏼

    Es war Italien (wie auch der EU) schlicht nicht mehr zumutbar, diesem ruinösen Treiben länger zuzuschauen.
    • Sophia 24.09.2017 15:49
      Highlight Highlight Es ist wie so oft im Leben, da werden die afrikanischen Menschen von den reichen Industrieländern seit mehr als 300 Jahren Jahren in Kriege oder wirtschaftlich in den Ruin getrieben, die Menschen können zu Hause kaum noch leben, und laufen davon. An diesem Davolaufen verdient wiederum eine internationale verbrecherische Bande von Schleppern. Wen betraft man? ein paar Todesmutige, welche das Leid ein wenig mindern möchtern, ansonsten kausal an dem ganzen Geschehen aber völlig unschuldig sind und es weder in die eine noch andere Richtung beeinflussen. Reine Augenwischerei!

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