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From left, Italian Prime Minister Giuseppe Conte, British Prime Minister Theresa May, Dutch Prime Minister Mark Rutte, French President Emmanuel Macron, Spanish Prime Minister Pedro Sanchez, German Chancellor Angela Merkel, European Council President Donald Tusk, and Brazil President Jair Bolsonaro prepare to attend a press conference at the venue of the G-20 summit in Osaka, western Japan Saturday, June 29, 2019. (AP Photo/Eugene Hoshiko)
Giuseppe Conte,Theresa May,Mark Rutte,Emmanuel Macron,Pedro S'nchez,Angela Merkel,Donald Tusk,Jair Bolsonaro

Am Ende wurden sich die Staats- und Regierungschefs doch noch einig. Bild: AP

G20-Staaten einigen sich trotz Klimastreits auf Gipfelerklärung



Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen der Welt haben sich beim G20-Gipfel in Japan doch noch auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verständigt. Dies sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Samstag.

Die USA akzeptierten am Samstag kurz vor Ende des Spitzentreffens in Japan, dass die übrigen G20-Staaten ihr Festhalten an weitreichenden Klimaschutz-Zielen in dem Text bekräftigen. Im Gegenzug mussten die anderen Staaten hinnehmen, dass sich die USA in der Erklärung trotz ihres Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen als «Führungsnation» bei der Reduzierung von CO2-Emissionen darstellen können.

Unterhändler der Staats- und Regierungschefs hatten zuvor stundenlang verhandelt. Streit gab es vor allem deswegen, weil die USA zunächst forderten, das Thema Klimaschutz in der Abschlusserklärung gar nicht zu erwähnen. Die Europäische Union bestand jedoch darauf.

«Ich denke, dass wir eine starke Erklärung zum Klimawandel brauchen», hatte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits am ersten Gipfeltag gesagt. Er könne deswegen keine Verwässerung der Gipfelerklärung aus dem vergangenen Dezember akzeptieren.

Klimavertrag «unumkehrbar»

In Argentinien hatte man sich damals – mit Ausnahme von US-Präsident Donald Trump – zur «uneingeschränkten Umsetzung» des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung bekannt und festgehalten, dass der Vertrag «unumkehrbar» sei. Zugleich wurde bereits damals festgehalten, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollen.

US-Präsident Donald Trump ist der Ansicht, dass die Vereinbarung die Vereinigten Staaten «zum ausschliesslichen Vorteil anderer Länder» benachteilige. In der Gipfelerklärung von Osaka heisst es nun erneut, dass das Pariser Abkommen aus US-Sicht Nachteile für amerikanische Arbeitnehmer und Steuerzahler bringe.

Das Pariser Klima-Abkommen sieht vor, den Anstieg der globalen Temperatur bei weniger als zwei Grad und möglichst sogar bei nur 1,5 Grad zu stoppen und dazu konkrete Massnahmen zu ergreifen. Vergleichsmassstab ist die Zeit vor der Industrialisierung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte kurz vor ihrer Abreise aus Japan, man werde im Jahr 2020 prüfen, ob neue Verpflichtungen nötig seien. Zudem wolle man finanzielle Ressourcen für jene Entwicklungsländer bereitstellen, die sich zur Anpassung an den Klimawandel und zur Bekämpfung bereits eingetretener Schäden Unterstützung erwarteten. (viw/sda/dpa/afp)

G20-Gipfel in Buenos Aires

Merkels Flug-Odysee

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    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 29.06.2019 14:12
    Highlight Highlight Letztendlich geht es aber doch nur darum, wie man die Wirtschaft am Laufen hält. Der Klimaschutz ist dabei nur ein Mittel zum Zweck. Ist schon irgendwie reine Heuchlerei.
    Mit einem ständigen Wachstum der Wirtschaft bekommt man das Problem nicht in den Griff. Mehr Wachstum, mehr "Produkte", mehr Müll, mehr Verschmutzung usw...
  • sherpa 29.06.2019 09:49
    Highlight Highlight lediglich ein fauler Kompromiss, die USA, China und andere stimmten gerade mal einer absoluten Minimallösung zu, so dass es ihnen nicht weh tut. Das Klima kümmert diese Staaten nicht im geringsten, Hauptsache ihre Geldmaschine kann am laufen gehalten werden.
  • Roman Loosli 29.06.2019 09:30
    Highlight Highlight Es ist gut das die EU entgegenhält.
  • Roadrunn_er 29.06.2019 09:20
    Highlight Highlight Hm wart mal. Nennt man dies nicht Erpressung 🧐.
    Amerika unterzeichnet die gemeinsame Erklärung erst nachdem sich Amerika als Führungsnation weiterhin bei der Reduktion von CO2 nennen darf? 🤔
    Sorry aber wie erpressbar sind die weiteren Staaten von den USA? Genau Amerika die aus dem Klimaschutz Abkommen ausgetreten sind als ‚Führungsnation‘?
    Gibts auch Politiker die 🥚 haben und mal nicht vor den Amis kuschen?
    Bedenklich, bedenklich nach meiner Meinung 😟
    • Crissie 29.06.2019 14:46
      Highlight Highlight Genau DAS ist der Satz, der auch mir als erster aufgefallen ist! Aber ansonsten ausser Ihnen wohl niemandem! Es ist unglaublich, was die USA
      ( Trump) sich anmassen! Und es wird immer abstruser! Aber niemand unternimmt etwas dagegen! Warum nicht, um Himmels Willen!
    • Roadrunn_er 30.06.2019 11:15
      Highlight Highlight Ich denke der Satz ist vielen aufgefallen, nur ist das Thema nicht gerade interessant für viele, da die meisten ein wenig resigniert haben wegen der kuscherei der westlichen Politiker und der Angst vor den Amis. Ich habe zum Teil auch resigniert da sich Trump leider alles erlauben kann was gegen die Moral und Weitsicht bezüglich Umweltschutz spricht. Die Administration der US Regierung unter Trump ist das schlimmste was passieren konnte für ein Miteinander und für die Umwelt. Hier zeigt sich eindrucksvoll dass Geld die Welt regiert😟. Hoffen wir dass 2020 ein anderer ins Weisse Haus einzieht.

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