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Canadian Prime Minister Justin Trudeau addresses supporters during a Liberal Party fundraiser in Surrey, British Columbia, Sunday, Aug. 4, 2019. (Darryl Dyck/The Canadian Press via AP)

Unter Druck: Justin Trudeau. Bild: AP

Kurz vor den Wahlen: Kanadas Polit-Star Trudeau hat einen handfesten Skandal am Hals



Kanadas Premier Justin Trudeau gerät wegen unterdrückter Ermittlungen in einem Bestechungsskandal erneut unter Druck. Eine Ethik-Kommission des Parlaments kam zum Schluss, Trudeau habe sich sich gegenüber Ex-Justizministerin Jody Wilson-Raybould falsch verhalten.

«Der Ministerpräsident hat, direkt und über seine ranghohen Mitarbeiter, verschiedene Mittel eingesetzt, um Einfluss auf Frau Wilson-Raybould auszuüben», teilte der Chef des Gremiums, Mario Dion, am Mittwoch mit.

«Ich finde wirklich, dass das, was im vergangenen Jahr passiert ist, nicht hätte geschehen dürfen.»

Justin Trudeau

Hintergrund sind Vorwürfe, dass Ermittlungen Wilson-Rayboulds gegen die Firma SNC-Lavalin wegen Korruption und Schmiergeldzahlungen unterdrückt worden sein sollen. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal soll zwischen 2001 und 2011 Schmiergeld in Höhe von umgerechnet 31 Millionen Euro an die Familie des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gezahlt haben. Die Affäre führte zu Rücktritten nicht nur von Wilson-Raybould, sondern auch von der für Digitales und Finanzen zuständigen Jane Philpott aus Protest gegen die Einmischung Trudeaus.

Nur wenige Monate vor den Wahlen in Kanada kommt die erneut aufgeflammte Debatte um den einst gefeierten Regierungschef zur Unzeit - schliesslich war Trudeau mit dem Versprechen einer modernen, transparenten Regierung angetreten. Der Skandal um SNC-Lavalin brachte ihm die grösste politische Krise seiner Amtszeit. Umfragen zufolge muss der liberale Trudeau um seine Wiederwahl bangen.

Trudeau übernimmt «volle Verantwortung»

In dem Bericht der Ethik-Kommission hiess es weiter, die Autorität des Amtes des Ministerpräsidenten sei genutzt worden, um die Ermittlungen des Generalstaatsanwalts und die Autorität von Wilson-Raybould «zu umgehen, zu untergraben und letztendlich zu diskreditieren».

Trudeau übernahm bei einer Stellungnahme die «volle Verantwortung». «Ich finde wirklich, dass das, was im vergangenen Jahr passiert ist, nicht hätte geschehen dürfen.» Allerdings sei es auch sein Job, die Interessen von Arbeitnehmern in Kanada zu verteidigen. Trudeau hatte schon vorher gesagt, dass ein Schuldspruch für SNC-Lavalin weitreichende Folgen für Tausende Angestellte, Kunden und Partner der Firma haben könnte.

Oppositionsführer und grösster Rivale Trudeaus bei der anstehenden Wahl, der Konservative Andrew Scheer, kritisierte Trudeau auf Twitter. Er habe nicht gehalten, was er versprochen habe. «Stattdessen nutzte er die Macht seines Amtes, um seine Anhänger zu belohnen und seine Kritiker zu bestrafen.» (sda/dpa)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hanjo 15.08.2019 16:07
    Highlight Highlight Trudeau macht einen Misstritt: Skandal, der Mann muss weg!
    Erzkonservative Autokraten weltweit trampen von einer Güllegrube in die nächste und kommen damit locker durch weil wir ja alle ab und zu mal einen Fehler machen....
  • DemonCore 15.08.2019 14:40
    Highlight Highlight Naja, sein Vater war schon korrupt, was soll man da erwarten. Weil links, jung und Tom-Cruise-Haarschnitt ist er halt sexy für die meisten Zeitungen und Sender. Mir ist er vor allem wegen seiner Appeasement-Politik gegenüber dem ultrakonservativen Islam zuwider. Gleichzeitig gibt er sich aber als LGBTQ-freundlich. Der Mann ist einfach ein Schleimer und tanzt auf allen Hochzeiten.
    • Sisiphos 15.08.2019 20:20
      Highlight Highlight @Demon : da habe ich dir doch aus versehen ein Herz angeklickt, dabei hast du einen Blitz verdient 👎👎👎
  • P. Silie 15.08.2019 12:00
    Highlight Highlight Und warum passiert das alles??? Because it's 2019!!! 😎

    Karma ist echt eine Bitch!
  • Kaspar Floigen 15.08.2019 11:45
    Highlight Highlight "Trudeau übernahm bei einer Stellungnahme die «volle Verantwortung»"

    Währenddessen auf der anderen Seite der Grenze: "Der Präsident twitterte zu den Gerüchten, dass er Kinder esse, dass diese halt einen hohen Proteingehalt haben und Clinton sogar Babys verschlugen habe. Er erhält Zuspruch von der Basis und steht im Präsidentschaftsrennen für 2020 vorne."
    • chicadeltren 15.08.2019 12:35
      Highlight Highlight Leere Worte, er hat ja überhaupt keine Konsequenzen daraus gezogen.
  • just sayin' 15.08.2019 10:03
    Highlight Highlight ich warte auf den entrüstungssturm,
    welcher bei einem konservativen einsetzen würde....

    und warte...

    und warte...
    • Sisiphos 15.08.2019 20:23
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • ChrigeL_95 15.08.2019 08:15
    Highlight Highlight Konservative vielleicht bald wieder an der Macht in Kanada? Bye bye Umweltschutz sag ich da nur..

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