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Rashon Nelson und Donte Robinson wurden verhaftet, weil sie auffällig warteten. Bild: AP/AP

Rassismus bei Starbucks: Verhaftete erhalten symbolische 1-Dollar-Entschädigung

03.05.18, 03:39 03.05.18, 07:11


Die amerikanische Stadt Philadelphia hat sich mit Rashon Nelson und Donte Robinson auf eine symbolische Entschädigung geeinigt. Die zwei Afroamerikaner wurden Mitte April unrechtmässig in einer Starbucks-Filiale verhaftet. Der Fall sorgte daraufhin international für Schlagzeilen. 

Nun will Philadelphia den beiden Rassismus-Opfern in einer symbolischen Geste eine 1-Dollar-Entschädigung bezahlen und zudem für künftige Jungunternehmer einen Fonds von über 200'000 Dollar einrichten. 

Im Gegenzug sähen die beiden Rassismus-Opfer von einer Klage gegen die Stadt ab. Mit Starbucks wurde zudem ein finanzieller Vergleich geschlossen. Am 29. Mai will die Kaffee-Kette alle US-Filialen schliessen, um ihre Mitarbeiter in einer Antirassismus-Fortbildung zu schulen.

Nelson und Robinson waren Mitte April von Beamten in Handschellen abgeführt worden, nachdem ein Starbucks-Angestellter die Polizei angerufen hatte. Er warf den beiden Männern nach Polizei-Angaben Hausfriedensbruch vor, weil sie nichts bestellt hatten. Der Vorfall in Philadelphia hatte eine Welle der Empörung ausgelöst.

Männer werden in Starbucks verhaftet – weil sie rumsassen

Video: Angelina Graf

Die beiden wurden dann nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuss gesetzt. Nach Angaben ihres Anwalts hatten sie sich zu einem geschäftlichen Treffen in dem Café verabredet. Bestellt hätten sie nichts, weil sie noch auf einen dritten Teilnehmer gewartet hätten.

Ein Video der Festnahme lenkte landesweite Aufmerksamkeit auf den Vorfall. Das Video wurde millionenfach in den Onlinenetzwerken angeklickt. Dutzende Demonstranten legten daraufhin in dem Starbucks-Café, in dem sich der Vorfall ereignet hatte, kurzzeitig den Betrieb lahm. (sar/sda/afp)

Unangenehme Angelegenheit für Starbucks. Bild: AP/The Philadelphia Inquirer

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25
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LibConTheo 03.05.2018 10:36
    Highlight Also es geht auch in meinen Augen zu weit, was der Angestellte tat, aber wo ist das rassistisch?
    14 11 Melden
    • Mutzli 03.05.2018 12:46
      Highlight 1/2Rassistisch im Sinne einer direkten üblen Diskriminierung wie Beschimpfun, tätlicher Angriff etc. ist es natürlich nicht. Doch das Rufen der Polizei, nur weil zwei Personen kurz mit dem bestellen warten wollen, ist ein ziemliches schönes Beispiel für unbewussten Rassismus in Aktion. Denn wieso wurde es für nötig befunden die Polizei hinzuzuziehen, notabene noch bevor man sie zum Gehen aufgefordert hat? Die anrufende Person hat offensichtlich von Hautfarbe=Gefährlich geschlossen. Wäre so etwas einer weissen Person, die ähnlich sauber und anständig daherkommt passiert, ist deshalb die Frage.
      3 1 Melden
    • Mutzli 03.05.2018 12:50
      Highlight 2/2 Bürgermeister wie Starbucks selbst sind zum Schluss gekommen definitv nicht, ergo rassistisches Verhalten. Kommt ja noch dazu, dass die beiden vorher mit genau gleichen Treffen in anderen Starbucks nie ein Problem hatten, da dies ja auch offiziell erlaubt ist. Das Verhalten der Polizei dann, welche die Aussagen der Umstehenden ignorierte und die beiden acht Stunden lang ohne Begründung festsetzte wäre dann wiederum ein gutes Beispiel für institutionellen Rassismus. Nicht aller Rassismus ist auffällig oder sogar nur diskriminierend!
      4 1 Melden
  • c-bra 03.05.2018 09:33
    Highlight 1-Dollar Entschädigung, coole Sache. Jetzt nur noch 8x verhaften lassen, dann gibts für das Geld schon einen kleinen Kaffee im Starbucks!
    30 1 Melden
  • Nosgar 03.05.2018 09:10
    Highlight Ich lese in dem Kurz-Artikel dreimal Rassismus. Ist das eine Mutmassung oder wurden sie rassistisch beschimpft oder ähnliches?
    30 27 Melden
    • Sapere Aude 03.05.2018 10:45
      Highlight Hätten zwei Weisse auf eine dritte Person gewahrtet um zu bestellen, wäre wahrscheinlich nicht die Polizei gerufen worden.
      22 10 Melden
    • Nosgar 03.05.2018 11:23
      Highlight @sapere aude
      Folglich Mutmassung.
      4 4 Melden
    • EvilBetty 03.05.2018 12:04
      Highlight Mutmassung.
      2 1 Melden
    • PaLve! 03.05.2018 13:54
      Highlight @Nosgar
      Nenn mir EINEN Fall wo so etwas mit weissen geschehen ist.
      3 2 Melden
    • Sapere Aude 04.05.2018 18:08
      Highlight Natürlich reine Mutmassung. Die USA ist ja bekannt für ihren Kampf gegen Rassismus seit Georg Washington und es ist vollkommen normal, dass wartende Gäste ohne Grund von der Polizei abgeführt werden.
      0 1 Melden
  • Ökonometriker 03.05.2018 06:56
    Highlight Und die beiden Mitarbeiter die aus rassistischen Motiven die Polizei riefen und die Gäste anschwärzten kommen ungeschoren davon?
    Klar die Polizei hätte vorsichtiger sein können und Starbucks hätte noch mehr Geld für "Anti-Rassismus-Kurse" aufwenden können aber der Fehler liegt hier doch klar bei den Mitarbeitern.

    Die USA haben nicht nur ein Rassismusproblem - sie haben auch einfach eine Justiz die nicht mit der Idee falscher Anschuldigungen umgehen kann. Jemand müsste der dortigen Polizei mal den Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" beibringen.
    21 13 Melden
    • dä dingsbums 03.05.2018 11:06
      Highlight Der Mitarbeiter der die Polizei rief wurde von Starbucks gefeuert.
      1 0 Melden
    • Ökonometriker 03.05.2018 18:11
      Highlight @dä dingsbums: aber es ist nicht der Job von Privatfirmen über Leute zu richten. Es wäre der Job der Justiz, böswillige Anschuldigungen zu ahnden.
      0 0 Melden
    • Aaaaaarrghh 04.05.2018 08:06
      Highlight @Ökonometriker: Für Private (so auch Unternehmen) gelten aber genau nicht staatsrechtliche Regeln. Die können jemanden feuern wenn sie wollen. Ist ja in den USA mit hire & fire zu einem gewissen Grad üblich.
      0 0 Melden
  • grumpy_af 03.05.2018 06:23
    Highlight Unrechtmässig verhaftet? Sie wurden mehrmals gebeten etwas zu bestellen und lehnten wiederholt ab. Sogar den Polizisten sagten sie, dass sie die Filiale nicht verlassen würden. Ein Geschäft hat das Recht jemanden zu entfernen, der nicht bereit ist zu konsumieren. Bei uns ist das ja genau gleich. Es ist überhaupt nichts Rassistisches an dieser Praktik. Jedoch geschah es in Philly, welches des Öfteren mit Rassismus zu kämpfen hat. Es könnte also höchsten einen fahlen Beigeschmack haben bezüglich Rassismus.
    41 87 Melden
    • Stirber 03.05.2018 07:24
      Highlight Klar, wenn man partout nichts bestellt versteh ich das ja auch, aber dass man erstens gerade die Polizei ruft und diese einem auch noch in Handschellen abführt geht für mich ein wenig zu weit..
      Und zweitens (ich war nicht dort, kann also den wahrheitsgehalt nicht überprüfen) sagten sie ja, dass sie noch auf den dritten Teilnehmer warten wolltem und danach bestellen.. Dann verstehe ich es noch einmal weniger.
      30 11 Melden
    • Charlie B. 03.05.2018 07:42
      Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • scertes 03.05.2018 08:07
      Highlight normalerweise kann man locker warten und dann zu dritt bestellen gehen....
      24 5 Melden
    • Bene86 03.05.2018 08:59
      Highlight Ich war mit meiner Familie für 2 Monate in den USA. Als wir am Ende unseres Trips in NY angelangt waren, musste meine Mutter dringend auf die Toilette. Wir durften aber erst eine halbe Stunde anstehen (ohne Übertreibung), ehe wir uns einen Kaffee bestellen konnten und die Berechtigung erhielten, die Toilette aufzusuchen.

      Sprechen wir hierbei auch über Rassismus, obwohl meine Familie und ich nicht stark pigmentiert sind?
      17 30 Melden
    • MartinK 03.05.2018 08:59
      Highlight Bist du derjenige, der am Tisch nebenan sass?
      12 3 Melden
    • Mutzli 03.05.2018 10:15
      Highlight Nur damits noch mal klargestellt ist: Die beiden waren bereits vorher mehrmals in Starbucksfilialen in Philly um sich zu Geschäftsbesprechungen zu treffen und ihr Verhalten war nie ein Problem. An dem Tag, an dem es zum Vorfall kam, wurden sie wenige Minuten nachdem sie gefragt wurden ob sie Hilfe benötigen (nicht aufgefordert was zu kaufen wohlgemerkt), bereits verhaftet. Der Polizei leisteten sie absolut keinen Widerstand. Also schän bei den Fakten bleiben.

      https://www.theguardian.com/business/2018/apr/19/starbucks-black-men-feared-for-lives-philadelphia
      12 5 Melden
    • grumpy_af 03.05.2018 10:48
      Highlight War ja klar dass hier den "Opfern" alles ohne Zweifel geglaubt wird, aber die Angestellten sind böse Rassisten. Ich war nicht da, nein. Aber ihr schon? Es ist dasselbe wie beim Waffen-Artikel. Es wird nur eine Seite gezeigt, es steht Aussage gegen Aussage, aber es wird bedingungslos der Seite Glauben geschenkt, welche dir selbst in den Kram passt. Ohne zu hinterfragen...
      9 18 Melden
    • Aaaaaarrghh 03.05.2018 11:16
      Highlight @grumpy_af: Naja nur blöd, dass es ein Video davon gibt. Ein anderer Kunde bestätigt, dass sie nichts getan haben, was einen Polizeieinsatz rechtfertigen würde.
      3 1 Melden
    • Mutzli 03.05.2018 11:47
      Highlight @grumpy Ich ziehe es vor, tatsächlichen Artikel und Aussagen der damals anwesenden Personen zu glauben. Das Video ist da natürlich auch hilfreich. Wenn man berücksichtigt, dass sich sowohl Starbucks, wie auch die Stadt selber in aller Form entschuldigt und festgestellt haben, dass es sich hier um einen unentschuldbaren Vorfall handelt bin ich mir in meiner Interpretation auch ziemlich sicher. Von Aussage gegen Aussage kann da weniger die Rede sein. Welche alternativen Quellen haben denn Sie zu empfehlen bzw. stört Sie an der Berichterstattung von Watson konkret?
      4 0 Melden
  • Katzenseekatze 03.05.2018 05:02
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    20 23 Melden

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