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Neben seinem Ärger mit dem geplanten Brexit drohen dem britischen Premierminister Boris Johnson nun auch noch Strafermittlungen wegen eines mutmasslichen Interessenkonflikts in seiner Zeit als Londoner Bürgermeister.

Johnson droht noch mehr Ärger. Bild: EPA

Boris Johnson drohen Strafermittlungen wegen Amtsmissbrauch



Die britische Polizei-Aufsichtsbehörde soll Vorwürfe des Amtsmissbrauchs gegen Premierminister Boris Johnson aus seiner Zeit als Londoner Bürgermeister prüfen. Das teilte die Londoner Stadtverwaltung GLA (Greater London Authority) am Freitag mit.

Ein entsprechender Prüfantrag sei an die zuständige Aufsichtsbehörde geschickt worden. Es gehe dabei um Fördergelder und die Teilnahme an Reisen, von der eine mit Johnson befreundete US-Geschäftsfrau profitiert haben soll, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte.

Es liegen Indizien dafür vor, dass möglicherweise eine Straftat begangen worden sei, hiess es in der Mitteilung der GLA weiter. Bewiesen sei das aber noch nicht. Ob ermittelt werde, müsse nun die Aufsichtsbehörde entscheiden.

Johnson war von 2008 bis 2016 Londoner Bürgermeister. Die Vorwürfe gegen ihn waren am vergangenen Wochenende durch einen Zeitungsbericht in der «Sunday Times» an die Öffentlichkeit gelangt. Der Premier hatte zugesagt, bei den Ermittlungen zu kooperieren, stritt aber jegliches Fehlverhalten ab. Die Polizei-Aufsichtsbehörde ist zuständig, weil Johnson in seiner Rolle als Bürgermeister denselben Dienstpflichten wie Polizeibeamte unterlag.

Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

Sowohl Johnson und die US-Unternehmerin wiesen erneut jegliche Unregelmässigkeiten zurück. Der britische Premier steht bereits wegen seines Brexit-Kurses unter Druck.

Er will den bereits zweimal verschobenen Austritt aus der Europäischen Union am 31. Oktober notfalls auch ohne Abkommen mit der EU vollziehen. Das britische Parlament verabschiedete jedoch ein Gesetz, das einen sogenannten No-Deal-Brexit ausschliessen soll. Ausserdem kippte am Dienstag das höchste Gericht des Landes Johnsons Entscheidung, das britische Parlament vom 10. September bis zum 14. Oktober in eine Zwangspause zu schicken. (sda/dpa/afp)

Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

Es läuft nicht so wirklich gut für Boris Johnson

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas G. 28.09.2019 23:47
    Highlight Highlight Das ist die Vorgehensweise die im Faschismus angewendet wird: Man mache eine Person fertig bis sie nicht mehr in der Lage ist zu funktionieren.

    Die Labours zeigen ihr wahres Gesicht.
  • Spooky 28.09.2019 21:23
    Highlight Highlight ♬♫♬ Lola ♫♬♫
    [
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    ]
  • Makatitom 28.09.2019 16:49
    Highlight Highlight Da hat er aber noch Glück, unter Henry VIII wäre er schon für seine Frisur verbrannt worden
  • rodolofo 28.09.2019 13:39
    Highlight Highlight Zurückweisen ist immer gut!
    Das machen Putin und die Multinationalen Konzerne auch immer so.
    Aber langfristig hilft Boris Johnson nur Eines:
    Er muss die Justiz mit eigenen Leuten besetzen und unter seine Kontrolle bringen, bevor SIE IHN unter Kontrolle bringen und einbuchten!
    Ein Wettlauf zwischen dem "Organisierten Verbrechen" und der "Organisierten Verbrechensbekämpfung" ist also im Gange, und noch ist völlig unklar, wer diesen Wettlauf gewinnen wird!
    Im Falle von Gross Britannien würde ich mal darauf wetten, dass die demokratischen Institutionen gewinnen, wenn nicht ALLES schief läuft.
  • Gopfridsenkel 28.09.2019 09:21
    Highlight Highlight Schön zu wissen, dass in gewissen Teilen der Welt Demokratie, Recht und Ordnung noch einigermassen funktionieren. Liebe USA, so wirds gemacht
    • Crissie 28.09.2019 14:08
      Highlight Highlight abwarten....bin mir da noch gar nicht so sicher...

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …

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