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epa07389296 (L-R) Chilean President Sebastian Pinera, Colombian President Ivan Duque, President of the Venezuelan National Assembly Juan Guaido, who claimed the interim presidency of Venezuela past January, and Paraguayan President Mario Abdo Benitez attend the Venezuela Aid Live concert in Cucuta, Colombia, 22 February 2019.  EPA/MAURICIO DUENAS CASTANEDA

Juan Guaidó (2. von rechts) zusammen mit den Präsidenten von Chile, Kolumbien und Paraguay. Bild: EPA/EFE

Guaidó besucht Benefizkonzert in Kolumbien – trotz Ausreiseverbot



Trotz eines Ausreiseverbots hat der selbsternannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó ein Benefizkonzert seiner Anhänger im kolumbianischen Grenzort Cúcuta besucht. In der Nähe der Bühne traf er auf den kolumbianischen Staatschef Iván Duque.

Dies berichteten internationale sowie kolumbianische Medien am Freitag (Ortszeit). Guaidó wurde während seines Besuchs von zahlreichen Polizisten geschützt.

«Natürlich schaffen wir es.»

Juan Guaidó

Guaidó wurde nach eigenen Worten bei seiner Ausreise durch die venezolanische Armee unterstützt. Mit deren Hilfe habe er die Sperrungen der Grenzübergänge zu Luft, Wasser und Land überwunden, sagte der Oppositionspolitiker vor Journalisten. Insbesondere die Nationalgarde habe bei seiner Ausreise eine entscheidende Rolle gespielt, fügte Guaidó hinzu.

Der kolumbianische Fernsehsender Caracol veröffentlichte ein Video, auf dem Guaidó mit Anhängern im Laufschritt über eine Grenzbrücke zwischen Venezuela und Kolumbien rennt. «Diese Brücke gehört mir», ruft er und streckt eine Faust in die Luft. «Natürlich schaffen wir es.»

Unterstützung vieler Stars

Zu dem Konzert waren zehntausende Anhänger Guaidós gekommen. An der auf Initiative des britischen Milliardärs Richard Branson zustande gekommenen Veranstaltung «Venezuela Aid Live» nahmen Stars wie Alejandro Sanz und Miguel Bosé aus Spanien, Juanes aus Kolumbien und der durch den Hit «Despacito» bekannte Puertoricaner Luis Fonsi teil. Der Erlös soll der Bevölkerung in dem südamerikanischen Krisenstaat Venezuela zugute kommen.

An der nur rund 300 Meter entfernten Gegenveranstaltung von Staatschef Nicolás Maduro auf venezolanischer Seite nahmen weniger Menschen teil. Zunächst kamen rund 2500 Besucher zu dem Konzert unter dem Motto «Hände weg von Venezuela». Der Regierungsfunktionär Freddy Bernal sagte: «Alle Künstler auf der Bühne werden der Welt sagen, dass Venezuela frei und unabhängig ist.»

Vorbereitung einer Invasion?

Zwischen den beiden Konzerten liegt die blockierte Tienditas-Grenzbrücke, über die nach dem Willen Guaidós am Samstag Hilfslieferungen ins Land kommen sollen, was Maduro vehement ablehnt. Er prangert sie als Vorwand an, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werden soll.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres warnte derweil die Regierung in Caracas vor der Anwendung von Gewalt gegen Demonstranten. Die Vereinten Nationen würden weiterhin mit den venezolanischen Behörden zur humanitären Versorgung der Bevölkerung zusammenarbeiten, erklärte Guterres am Freitag nach einem Treffen mit dem venezolanischen Aussenminister Jorge Arreaza. Allerdings sei die Uno in dem Machtkampf neutral.

Washington warnte Maduro und das venezolanische Militär vor Gewaltanwendung. In einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung forderte das Weisse Haus die venezolanischen Soldaten auf, Hilfsgüter für das Volk ungehindert passieren zu lassen. «Die Welt sieht zu», warnten die USA. Zudem wurde der Tod zweier Angehöriger eines indigenen Stamms bei einem Militäreinsatz in der Erklärung des Weissen Hauses auf das Schärfste verurteilt. (viw/sda/afp/dpa)

Juan Guaidó erklärt sich zum Staatschef Venezuelas

Video: srf

Die Venezuela-Krise im Januar 2019

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