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Er ist wieder da: Ex-FPÖ-Chef Strache kandidiert zum Bürgermeister von Wien

Mit einer neuen Bürgerbewegung will Heinz-Christian Strache die Ibiza-Affäre überwinden und zurück auf die politische Bühne. Die Corona-Krise soll seinem Comeback dabei von Nutzen sein.



epa08250515 Heinz Christian Strache, former Austrian Vice Chancellor, delivers a speech during the Ash Wednesday Meeting of the Alliance for Austria (DAOe) at the Prater Alm bar in Vienna, Austria, 26 February 2020.  EPA/FLORIAN WIESER

Nach der Ibiza-Affäre 2019 will Strache nun zurück in die Politik. Bild: EPA

Der über die Ibiza-Affäre in Österreich gestürzte ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache strebt mit Macht zurück in die Politik. «Ja, dieses Comeback steht fest. Ich werde als Bürgermeister-Kandidat in Wien am 11. Oktober 2020 antreten», sagte der 50-Jährige am Donnerstag.

Er werde am 15. Mai die endgültige Form seiner neuen Bürgerbewegung bekanntgeben. Sie werde sich an die Partei Die Allianz für Österreich (DAÖ) anlehnen, aber eine breitere Thematik haben. Er rechne mit einer starken Unterstützung durch die Bevölkerung.

Strache setzt auf Lockdown-Unmut

In der aktuellen Corona-Krise sei kaum ein kräftiges Wort der Opposition zu vernehmen. «Die Opposition ist nicht existent», sagte Strache. Der ehemalige Vizekanzler setzt auf wachsenden Unmut der Bürger, die erst im Laufe der nächsten Zeit das ganze Ausmass der wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns realisieren würden. «Bald wird nämlich jeder in Österreich jemanden kennen, der mit seinem Betrieb in Insolvenz oder Konkurs gegangen ist.»

Strache hatte vor sechs Monaten seinen Rückzug aus der Politik bekanntgegeben. Es schien das Ende seiner politischen Laufbahn. Strache war im Mai 2019 über das heimlich gefilmte Ibiza-Video gestürzt, das ihn im Gespräch mit einer angeblichen Oligarchen-Nichte anfällig für Korruption erscheinen liess. In diesem Zusammenhang laufen weiterhin Ermittlungsverfahren der Justiz. Die damalige ÖVP-FPÖ-Koalition zerbrach.

Der Bürgermeister von Wien ist nicht nur Stadt-, sondern auch Landeschef, da Wien zugleich eines der neun Bundesländer Österreichs ist. Aktuell wird die Stadt von SPÖ und Grünen regiert. (sda/dpa)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Eggu 30.04.2020 17:49
    Highlight Highlight Wer dieser Gestalt seine Stimme gibt, würde auch Trump wählen...
  • landre 30.04.2020 15:44
    Highlight Highlight Er:
    Play Icon


    Seine Unterstützer-innen gar Wähler-innen:
    Play Icon


    Die Vernunft:
    Play Icon

  • Gwdion 30.04.2020 14:32
    Highlight Highlight So prominent platziert und doch wunderbar subtil: "Er ist wieder da"
    Danke für diesen kleinen Stimmungsaufheller! Da wird der besorgniserregende Inhalt des Artikels schon beinahe überstrahlt.
    • Magnum 30.04.2020 15:15
      Highlight Highlight Moers sollte generell als Teil der abendländischen Leitkultur gelten.
      Benutzer Bild
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.04.2020 15:36
      Highlight Highlight Der kleine Seitenhieb ist echt klasse.😂
    • Faceoff 30.04.2020 18:04
      Highlight Highlight Dachte ich mir auch. Das kann unmöglich ungewollt sein 👍😅
  • dä seppetoni 30.04.2020 14:30
    Highlight Highlight «Bald wird nämlich jeder in Österreich jemanden kennen, der mit seinem Betrieb in Insolvenz oder Konkurs gegangen ist.»

    Da könnte er leider für einmal recht behalten. Doch wieso sollte man in genau so einer Situation einen Hetzer ohne Lösungen an die Macht lassen?

    Krass veranschaulicht an der AFD. Ein gemotze ohne Ende. Konstruktives mitarbeiten gleich null.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.04.2020 15:36
      Highlight Highlight Ich hoffe mal, dass die Österreicher intelligent genug sind, um zu verstehen, dass lautes schreien keine Lösung ist.
    • Flagpole 30.04.2020 18:04
      Highlight Highlight Fairerweise muss man natürlich auch sagen, dass die arrivierten Parteien die AfD aus allen politischen Prozessen ausschliessen! Sie lassen sogar Ministerpräsidentenwahlen wiederholen, wenn das Ergebnis mit "nicht gewollten" Stimmen zuzustande gekommen ist!
      Etwas Objektivität schadet nie!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.04.2020 21:17
      Highlight Highlight @Flagpole
      Was ist in den 30ern des letzten Jahrhunderts passiert, als Deutschland solche Leuten mitentscheiden ließ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.04.2020 14:17
    Highlight Highlight Und was will er da?
    Lässt er sich als nächstes dafür bestechen, verschiedene Bauprojekte zu bewilligen oder verkauft er dann gleich ganz Wien?
  • swisskiss 30.04.2020 14:06
    Highlight Highlight Er ist wieder da.... mmhh...

    Play Icon


    Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig.....

    Oder doch ganz gezielt den Titel gewählt?

    Ein Schelm, der dem Schreibenden Böses unterstellt.

    Aber auf den Reservehitler aus felix austria kann man wirklich gut verzichten. So hilfreich wie in Virus...
  • Paddiesli 30.04.2020 14:05
    Highlight Highlight Was für eine Unverfrorenheit! Erinnert mich gleich an Berlusconi.
  • Herman Munster 30.04.2020 14:04
    Highlight Highlight Es gibt Typen die sind völlig Schmerzbefreit!
    Dieser Herr Strache ist ein Musterbeispiel dafür. Der hat die Eigene Partei ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Der Verdacht auf Korruption ist mehr als nur da. Und alles ist ihm egal, Hauptsache wieder an die Fleischtöpfe!
    Die FPé schmiss ihn raus, da er seine Wohnvilla von der Partei Bezahlen liess. Seine Frau eine angebliche Beschäftigung bei der partei hatte und auch Bezahlt wurde!
    Die Staatsanwaltschaft Untersucht gegen ihn, da viele Fotos aufgetaucht sind die in seinem SUV, Geldkofern und Bündelweise Geld liegen zeigen. Ein sauberer Herr!
    • Heinzbond 30.04.2020 17:34
      Highlight Highlight Na ein vollsvertreter, also mehr ein eigene Interessenvertreter...
  • atorator 30.04.2020 13:34
    Highlight Highlight Wien ist wie München oder Zürich fest ein sozialdemokratischer Hand. Und sehr erfolgreich. Keine Chance für den Pharisäer.
  • Hosesack 30.04.2020 13:30
    Highlight Highlight Diese Schamlosigkeit ist schon fast bewunderswert.
  • why_so_serious 30.04.2020 13:14
    Highlight Highlight Warum dieser Mann einschliesslich einiger seiner ehemaligen Parteikollegen der rechten Partei FPÖ nicht längst im Hefn sitzt, weiss wohl auch niemand
  • Magnum 30.04.2020 13:06
    Highlight Highlight Dann mal schauen, wie viele Wähler die Aktion «Dümmster anzunehmender Österreicher» (DAÖ) in Wien zu mobilisieren vermag. Und wie gewogen die Stimmberechtigten in Wien diesem schamlosen Spesenritter und Möchtegern-Verschacherer von Staatseigentum nun noch sind.

    Oder auch: Wie verbreitet ist Amnesie in Wien?
    • Vintage 30.04.2020 15:19
      Highlight Highlight Der hat nicht einen Hauch von einer Chance in Wien.
  • De-Saint-Ex 30.04.2020 13:06
    Highlight Highlight Ist doch nicht erstaunlich... wem jegliche Form von Anstand fehlt, versucht auch noch von dieser Corona Krise zu profitieren........ sieht doch hier (siehe SVP) nicht anders aus...
  • Antichrist 30.04.2020 12:59
    Highlight Highlight Seine Partei heisst glaub ich: "Ich politisiere für denjenigen, der mich dafür bezahlt". Gutes Konzept.
  • wasps 30.04.2020 12:57
    Highlight Highlight Idiotisch, uneinsichtig, überheblich, abgehoben.
  • Sandro Wanderlust 30.04.2020 12:52
    Highlight Highlight "Er ist wieder da" 😂 Elegante Anspielung.

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