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Fake-Foto in der Kronen Zeitung – Was hat Österreichs Kanzler Kurz damit zu tun?

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Krone.at am 27.6.2017. Bild: Screenshot/diepresse.com



Ein Wiener SPÖ-Gemeinderat namens Omar Al-Rawi hat einem ORF-Bericht zufolge eine Klage vor dem Handelsgericht gegen die Kronen Zeitung gewonnen. Es ging dabei um Foto, die das Medium im Juni 2017 veröffentlicht hat. Darauf zu sehen: junge Mädchen mit Kopftuch. Laut Kronen Zeitung zeigten die Fotos einen islamischen Kindergarten. Das entsprach laut Al-Rawi, der in dem Bericht ebenfalls erwähnt wurde, aber nicht den Tatsachen. Tatsächlich, so Al-Rawi, stammten die Bilder aus dem Islamischen Zentrum Wien.

Der Bericht unterstellte Al-Rawi ausserdem, den radikalen Islam unterstützen und Fakten zu negieren. Der Gemeinderat verklagte deshalb die Kronen Zeitung und deren Online-Chefredakteur Richard Schmitt auf Unterlassung und Widerruf der Behauptungen.

Gericht entscheidet zu Al-Rawis Gunsten

Das Gericht hat jetzt entschieden und Al-Rawi recht gegeben. In der Verhandlung sei aber laut ORF noch ein pikantes Detail ans Licht gekommen: Chefredakteur Schmitt habe sich mit der Begründung verteidigt, er habe die Bilder von einem Sprecher des Integrationsministeriums erhalten.

Kam das Foto aus Kurz' Ministerium?

Der Chef dieses Sprechers war damals Österreichs heutiger Bundeskanzler Sebastian Kurz in seinem Amt als Bundesminister für Europa, Integration und Äusseres. Und es wird noch besser: Der heutige österreichische Bundeskanzler reagierte kurz nach Veröffentlichung auf Facebook auf den Artikel, indem er ankündigte, mit diesen «Zuständen» aufräumen zu wollen. Kurz forderte im Juni 2017, also im selben Monat, in dem das Foto veröffentlicht wurde, islamische Kindergärten generell zu schliessen, weil sie sich sprachlich und kulturell von der Mehrheitsgesellschaft abgeschottet hätten. Eine Studie zum Thema stand damals unter Verdacht, vom Ausseministerium gefälscht worden zu sein.

Omar Al-Rawi unterstellt dem Kanzler nun auch in der Kronen Zeitung «eine Selbstinszenierung, die offenbar von langer Hand geplant war».

(tam)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gondeli 09.05.2019 20:59
    Highlight Highlight Jaaaaa, verschliessen wir weiter die Augen...
    • Hierundjetzt 09.05.2019 21:40
      Highlight Highlight ...vor Fake News? Oder davor, dass wir 4% Muslime in der Schweiz haben?
    • Der Typ 10.05.2019 07:45
      Highlight Highlight @Hierundjetzt und was ist mit diesen 4% Muslimen? Wurden Sie in Ihrer Integrität durch diese Menschen verletzt? Oder was macht Ihnen Angst diesbezüglich?
      Soll doch jeder glauben was er will, oder? Sie wissen schon, dass die 5% nicht alles Terroristen sind, wie die 36% Katholiken nicht alle Pädophile sind. Bildung hilft!
    • Hierundjetzt 10.05.2019 11:11
      Highlight Highlight Typ: ja es ist schwer einfach gehaltene Ironie zu erkennen. Vorallem in diesem Kontext. Und jetzt lesen wir nochmals meinen Kommentar und hämmern danach wie wild in die Tasten.

      Merci.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 09.05.2019 19:40
    Highlight Highlight Wenn man so etwas verlangt, sollte auch Privatunterricht bei religiös-fanatischen Eltern und Gemeinschaften, wie den ultraorthodoxen Juden oder den Zeugen Jehovas, verboten werden.
  • pun 09.05.2019 19:31
    Highlight Highlight Kinder-Kanzler? Nein, Baby-Spindoctor.

    Wenn die Geschichte so stimmt, wie man aufgrund dieser Faktenlage annehmen muss, ist das ein Skandal!
    • Bauer 10.05.2019 22:49
      Highlight Highlight Lieber pun
      Jedenfalls hat Kurz eine klare Meinung und muss nicht dem allg. Mainstream hinterher watscheln.
      Du bist ja auch nicht zimperlich im Austeilen.
  • Randy Orton 09.05.2019 19:30
    Highlight Highlight Dass sich Kurz von seinen rechtsextremen Koalitionspartner nicht distanziert, wenn sie sich „Ausrutscher“ leisten bekommt nun einen ganz anderen Beigeschmack. Eventuell geht es ihm nicht einfach nur um Macht, eventuell hat Kurz selbst ähnliches Gedankengut wie die ÖVP.
    • Magnum 09.05.2019 19:44
      Highlight Highlight Ich nehme an, dass das letzte Wort in ihrem Kommentar "FPOe" und nicht "OeVP" lauten sollte? Immerhin ist Kurz offiziell noch immer Mitglied der Volkspartei - auch wenn er sich von wesentlichen Inhalten von deren Politik radikal verabschiedet hat, etwa der Solidarität und der Sozialpartnerschaft.

      Zu Kurz ist zu sagen: Viel Schein und Inszenierung, noch mehr Wille zur Macht und leider nur wenig Substanz. Der Bubberlkanzler, fesch und verantwortungslos, im Gleichschritt mit rassistischen Scharmachern.
    • wasps 10.05.2019 06:21
      Highlight Highlight Und gleichwohl werden das Buberl und seine Koalitionsgesellen vom Volk gewählt. Und das nicht zu knapp. Warum? Ist das Volk blöd?

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