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Austrian far right Freedom Party (FPOe) presidential candidate Norbert Hofer delivers his speech during his final election rally in Vienna, Austria, April 22, 2016.   REUTERS/Leonhard Foeger

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer liegt in Front. Bild: LEONHARD FOEGER/REUTERS

Rechtspopulistische FPÖ gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl in Österreich



Die Rechtspopulisten der FPÖ haben in Österreich bei der Wahl zum Bundespräsidenten einen spektakulären Erfolg erzielt. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bekam am Sonntag nach Hochrechnungen des Meinungsforschungsinstituts «ARGE Wahlen» 37,3 Prozent der Stimmen.

Hofer lag damit weit vor den anderen fünf Kandidaten. Es ist das bisher beste Ergebnis der FPÖ auf Bundesebene. Da der 45-Jährige die 50-Prozent-Hürde verfehlte, kommt es allerdings am 22. Mai zu einer Stichwahl der beiden Bestplatzierten.

Die FPÖ hatte unter dem europakritischen Slogan «Österreich zuerst» Stimmung auch in der Flüchtlingsfrage gemacht. Die einst von Jörg Haider dominierte Partei wurde aber nach ersten Analysen darüber hinaus zu einem Sammelbecken der Protestwähler generell. «Es war eine Anti-System-Wahl. Die Menschen sind unzufrieden, wie die Demokratie gestaltet wird», sagt der Politikberater Thomas Hofer.

epa05275515 Leader of the right-wing Austrian Freedom Party (FPOe) Heinz-Christian Strache (C) answers media question at his party headquarters during Austrian presidential elections in Vienna, Austria, 24 April 2016. Exit polls suggested a lead for right-wing candidate Norbert Hofer. Voters could choose between six candidates. Around 6.4 million Austrians aged over 16 were eligible to vote to elect the ninth head of state of the Austrian Second Republic, founded in 1945.  EPA/FILIP SINGER

Christian Hofer strahlt nach dem ersten Sieg.
Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

FPÖ-Kandidat Hofer, ein gelernter Flugzeugtechniker, hatte sich zunächst für zu jung für eine Kandidatur gehalten. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache überredete den bisher eher unbekannten 45-Jährigen aber dann doch.

Um den Einzug in die Stichwahl mussten zunächst noch der in den Umfragen hoch gehandelten ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen und die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss zittern, die demnach bei jeweils etwa 18 Prozent lagen.

Ein Debakel wurde die Wahl für die Bewerber der rot-schwarzen Regierung. Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) kamen nach den Hochrechnungen auf jeweils rund zwölf Prozent. Den Bauunternehmer Richard Lugner wählten demnach etwa 2,5 Prozent. In der Hochrechnung der «ARGE Wahlen» sind die Briefwahlstimmen mit einkalkuliert. Sie werden erst am Montag ausgezählt. Die Hochrechnung beruhte auf 52,3 Prozent der Stimmen. (spon/sda/dpa)

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