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Zwei Männer werden in einer Starbucks-Filiale verhaftet – weil sie rumsassen. screenshot: twitter.com/missydepino

Starbucks lässt zwei schwarze Männer verhaften – weil sie verdächtig rumsassen

Starbucks hat einen regelrechten Shitstorm losgetreten, nachdem Mitarbeiter in Philadelphia zwei Gäste verhaften liessen. Auf Twitter wird zum Boykott des Cafés aufgerufen.



In Philadelphia sassen vergangene Woche zwei schwarze Männer in einem Starbucks-Café. Sie warteten auf einen Bekannten. Plötzlich standen mehrere Polizisten vor ihnen. Ihnen wurde befohlen, aufzustehen, sich umzudrehen und die Hände hinter dem Rücken zusammenzubringen. Die Polizisten legten ihnen Handschellen an und führten die beiden ab.

Der Grund: Die zwei Männer wollten nichts bestellen, bevor ihr Kollege dazu gestossen und sie vollzählig waren. Starbucks-Mitarbeiter hatten die Polizei verständigt, weil ihnen die zwei Männer verdächtig vorgekommen sind. 

Ein weiterer Gast im Café filmte die Szene. Auf dem Video zu sehen ist, wie mehrere Personen versuchen, zu intervenieren und die Polizei nach dem Grund für die Verhaftung fragen. 

Auf Twitter ging das Handyvideo sofort viral. Inzwischen haben es über neun Millionen Menschen angeklickt. Viele sind über das Verhalten der Polizei und der Starbucks-Mitarbeiter empört und sagen, die zwei Männer seien aus rassistischen Motiven beschuldigt und verhaftet worden. 

Kurz nach ihrer Verhaftung sagte die Anwältin der beiden Festgenommen gegenüber dem US-Nachrichtensender CBS-News: «Das Video spricht im Wesentlichen für sich selbst. Diese Jungs haben getan, was Leute jeden Tag machen, sie hatten ein Treffen und sie wurden zweifellos aufgrund ihrer Hautfarbe verhaftet.»

«Diese Jungs haben getan, was Leute jeden Tag machen, sie hatten ein Treffen und sie wurden zweifellos aufgrund ihrer Hautfarbe verhaftet.»

Der Vorfall wurde inzwischen zu einer regelrechten Staatsaffäre. Der Bürgermeister von Philadelphia, Jim Kenney, sagte, er sei «untröstlich, dass Philadelphia für einen Vorfall eines Beispiels dient, das zeigt wie Rassendiskriminierung im Jahr 2018 aussieht».

Nach vielen heftigen Reaktionen auf den sozialen Medien reagierte schliesslich auch Starbucks selbst und veröffentlichte auf Twitter eine Entschuldigung.

Mit der Entschuldigung war die Angelegenheit nicht vergessen. Auf Twitter wurde zu einem Boykott von Starbucks aufgerufen. Zudem versammelten sich Aktivisten vor der Filiale in Philadelphia, um gegen Rassendiskriminierung zu protestieren.

(sar)

Das nächste Mal sollte sich Starbucks ein Vorbild an diesem Supermarkt nehmen: 

abspielen

Video: srf

In den USA werden Schwarze noch immer unter Generalverdacht gestellt: 

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    Alle Leser-Kommentare
  • bebra 16.04.2018 16:09
    Highlight Highlight Das ganze erinnert mich sehr an Billetkontrollen in Schweizer-OeV.
  • EvilBetty 16.04.2018 14:43
    Highlight Highlight «Starbucks-Mitarbeiter hatten die Polizei verständigt, weil ihnen die zwei Männer verdächtig vorgekommen sind.»

    Ihr könntet schon bitte den ganzen Sachverhalt «verschriftlichen», wenn man das MSNBC Video guckt, erfährt man nämlich die Vorgschichte. Aber dann lässt sich die Rassismus-Karte nicht mehr so schön ausspielen.
    • Mutzli 16.04.2018 21:40
      Highlight Highlight Die verlinkte Twitterin war während dem ganzen Geschehen + Vorgeschichte anwesend und hat es ja auch gefilmt. Was ja auch die eigentliche Quelle für das ganze ist und nach der gibts da gar nix zu deuteln. Das MSNBC-Video klärt da nichts mehr auf. Ja, der eine wollte während dem warten kurz aufs Klo und ja, sie wurden aufgefordert zu gehen. Darauf haben sie nur höflich zurückgefragt aus welchem Grund und keine Antwort erhalten. Auch Starbucks hat gesagt, dass all das gemäss ihrer Policy kein Trespassing oder ähnliches ist. Selbst wenns wäre: Dafür 9 stunden verhaftet zu werden ist komplett gaga
  • Nevermind 16.04.2018 13:27
    Highlight Highlight Zwei Männer wollen die Toilette eines Restaurants benutzen und werden vom Personal darauf hingewiesen, dass die Toiletten nur Kunden zur Verfügung stehen. Das interessiert die beiden nicht. Anschliessend werden die Männer gebeten das Restaurant zu verlassen. Das wollen sie, trotz Hinweis dass man ansonsten die Polizei rufen muss, auch nicht. Daraufhin wird die Polizei gerufen, welche die Männer ebenfalls bittet das Restaurant zu verlassen. Sie weigern sich immer noch und werden verhaftet.

    Soweit so normal. Doch dann kam Twitter.

  • MeineMeinung 16.04.2018 13:09
    Highlight Highlight Die Männer wurden nicht verhaftet, weil sie verdächtig rumsassen!
    Den Mitarbeitern kam es Verdächtig vor, dass die beiden Männer längere Zeit nur rumgesessen haben und nicht bestellt haben. (Ob dahinter Rassismus steckt ist dann eine andere Frage
    ) Darum wurden die beiden gebeten das Lokal zu verlassen, da sie sich aber weigerten dieser Forderung nachzugehen wurde die Polizei alarmiert.
    so einfach ist das
  • fabianhutter 16.04.2018 12:37
    Highlight Highlight Ich bin enttäuscht von der Berichterstattung. Auf Facebook gibt es ein fast 7 Minuten langes Video in der der Polizeichef von Philadelphia den Vorgang aus der Sicht der Polizei schildert. Ich finde es gehört zu einer ausgewogenen Berichterstattung, dass man alle Parteien zu Wort kommen lässt, falls das möglich ist. In diesem Fall war das sehr gut möglich.
  • Watson - die Weltwoche der SP 16.04.2018 08:32
    Highlight Highlight Und täglch grüsst die tägliche Dosis Empörung. Ihr seit gute Menschen.
    • grind 16.04.2018 10:36
      Highlight Highlight seit wann?
    • Mutzli 16.04.2018 13:48
      Highlight Highlight Besser wäre, es wäre nicht passiert. Und nun? Ist es nun besser, wenn es nicht kritisiert würde? Kann man sich dann als "Schlechtmensch" besser fühlen? Dann sollten Sie sich allerdings in Zukunft auch möglichst nie mehr über was aufregen oder kritisieren, sonst könnte man Sie ja für so einen garstigen Gutmenschen halten!
  • Gustav.s 16.04.2018 07:37
    Highlight Highlight Ich habe auch schon oft gewartet mit der Bestellung bis alle da waren. Unterdessen Kaffee oder sonstwas getrunken.
    Aber in einem Kaffeeladen nur warten würde ich auch irgendwie seltsam finden. Dazu noch die aufgeheizte Stimmung, irgendwie nicht ganz unverständlich.
    • Ril 16.04.2018 12:29
      Highlight Highlight Ganz klar ein Grund für eine Verhaftung.
    • Joe Smith 16.04.2018 12:54
      Highlight Highlight Andere Länder, andere Sitten. In den USA ist das normal – falls man weiss ist.
    • Mutzli 16.04.2018 13:46
      Highlight Highlight Ich für meinen Teil habe auch schon zig mal auf jemanden gewartet, allerdings aus höflichkeit ohne etwas zu konsumieren, so wie die beiden im Artikel. Der Laden war gemäss Video ja nicht mal voll, Sitzplatzproblem gab es auch nicht. Da gab es teils auch relativ ungehaltene Bedienung, doch ich bin deswegen nie verhaftet worden. Weil das ja auch eine absolut lächerliche Überreaktion ist und warten keine verdächtige Tätigkeit. Ausser, so in den Augen dieser Starbucksianer anscheinend, wenn man dunkle Haut hat. Wieso soll so etwas bitte verständlich sein? Da muss man ja permanent paranoid sein.
  • naherrawan 16.04.2018 06:47
    Highlight Highlight Die haben "zumindest" nicht ohne zu zögern geschossen, wie beim Vorfall von Stephen Clark!
  • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 16.04.2018 06:21
    Highlight Highlight Ich finde es lustig wie nur über die Seite der Opfer geschrieben wird. Die Sicht der Polizei oder der Starbucks Mitarbeiter wird gar nicht erwähnt. Ich bekomme das Gefühl nicht los, dass es sich hier um einen eher subjektiven und nicht objektiven Text handelt.
    Und immer diese Erwähnungen von Twitter. Ist Twitter eine Angabe, wie stark ein rassistischer Vorfall gewichtet wird? Umso mehr Klicks umso mehr Rassismus?

    Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    • AdiB 16.04.2018 13:25
      Highlight Highlight moment. starbucks hat zugegeben falsch gehandelt zu haben, auch der bürgermeister schämt sich wegen dem vorfall. sprich die zwei waren unschuldig. und wenn sich andere gäste wegen der verhaftung empören, heisdt das sie haben niemanden bedrengt oder belästigt. also von welcher seite willst du jetzt ein statment. haben sich ja alle zu wort gemekdet und im artikel wird es erwähnt.
    • Mutzli 16.04.2018 13:41
      Highlight Highlight Die Sicht der Starbucksmitarbeiter steht ja gleich am Anfang des Artikels und die Polizei inkl. Chef stellt sich auf den Standpunkt: Nix passiert, kein Fehlverhalten unserer Seite. Die Stellungsnahme des Bürgermeisters, der die ganze Sache freilich ziemlich anders sieht wird ja auch zitiert +plus Video des Vorfalls. Was hier fehlt, ist der Hinweis, dass die beiden erst nach neun(!) Stunden wieder freikamen, ohne Anklage, Entschuldigung oder sonst etwas. Was bräuchte es denn genau um "objektiv" zu sein? Manchmal ist es halt wirklich ziemlich einfach.
  • derEchteElch 16.04.2018 06:11
    Highlight Highlight „Auf dem Video zu sehen ist, wie mehrere Personen versuchen zu intervenieren und die Polizei nach dem Grund fragen“

    (auch wenn es vielleicht berechtigt war), ..da haben wir sie wieder, diese Pseudo-Gutmenschen, die sich in Polizeiaktionen einmischen..

    Leute versteht es endlich;
    IHR seid nicht hier, um euch in laufende Polizeiaktionen einzumischen! Euch fehlt das Hintergrundwissen. Dafür kann jeder Betroffene einen Jouristen beiziehen und euch als Zeugen vorladen.

    Sich einzumischen ist das dämlichste was man tun kann!
    • wintergrün 16.04.2018 07:05
      Highlight Highlight Echt? Wir sind nur da um die Polizei mit Steuergeldern zu bezahlen?
    • Raffaele Merminod 16.04.2018 07:08
      Highlight Highlight Das nennt man Zivilcourage mein Lieber, aber egal, denn jeder der Wörter wie "Gutmensch" verwendet, legt jedes Recht ab, ernst genommen zu werden.
    • leykon 16.04.2018 07:08
      Highlight Highlight Genau!!!! Wegschauen, Kopf ducken und sich in sein Schneckenhaus zurückziehen! Das braucht die Menschheit! 🙈🙈🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 16.04.2018 05:55
    Highlight Highlight Hier scheint wieder sehr viel übervereinfacht zu werden. Warum fühlten sich die Mitarbeiter durch die Gäste bedroht? Warum verhaftete die Polizei sofort, ohne zu erst die Situation zu klären? Warum kamen so viele Polizisten? Was wurde der Polizei erzählt?

    Als Aussenstehender hat man eine sehr eingeschränkte Sicht. Ein Richter wüsste mehr.
    Bedenklich, wie stark über die Medien statt über die Gerichte gerichtet wird. Der Rechtsstaat ist eine Errungenschaft, die man nicht ohne Weiteres aufgeben sollte.

    • who cares? 16.04.2018 07:13
      Highlight Highlight Medien sind die vierte Gewalt und sollten sich nicht unterordnen. Man gibt nicht den Rechtsstaat auf, nur weil man kritisch über die Polizei berichtet. Durch die Medien fühlte sich Starbucks wenigstens dazu genötigt eine Erklärung/Entschuldigung abzugeben.
    • Roboter 16.04.2018 08:06
      Highlight Highlight Sie haben den Text gelesen? Sie haben gelesen was der Bürgermeister, welcher sich wohl informiert hat, geschrieben hat?

      Wieso haben Sie den Drang, die Aussage, welche auch der Bürgermeister gemacht hat zu relativieren? Wieso haben diesen Drang hier schon eine Mehrheit der Kommentatoren - seltsam nicht?
    • Ökonometriker 16.04.2018 10:10
      Highlight Highlight @Roboter: wenn Emotionen Überhand nehmen schaltet der Verstand aus. Das ist in den letzten Jahren sehr oft Passiert - gerade auch in der Politik.
      Deswegen bekämpfe ich das Wutbürgertum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 16.04.2018 05:19
    Highlight Highlight für mich gehören alle verhaftet, die bei starbucks "kaffee" konsumieren
    • JZ4EVER 16.04.2018 08:27
      Highlight Highlight Bei der durchschnittlichren Kaffeequalität in den USA ist Starbucks noch das kleinste Übel.
    • Darkglow 16.04.2018 08:55
      Highlight Highlight Wollte gerade sagen... dies wäre wenn, nur ein weiterer Grund Starbugs zu boykottieren
    • Kunibert der fiese 16.04.2018 10:09
      Highlight Highlight 😂👌
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Video zeigt, wie überfüllt der Zug von Greta Thunberg tatsächlich war

Gerade eben kam es zu einem Schlagabtausch auf Twitter zwischen Greta Thunberg und der Deutschen Bahn (DB). Kurz zusammengefasst: Greta postete ein Bild, das sie am Boden sitzend in einem Zug der DB zeigt. Dazu schrieb sie, dass der Zug überfüllt gewesen sei. Das gefiel der DB gar nicht und sie konterte:

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