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Drei Selbstmordattentäter sprengen sich in die Luft – mindestens 27 Tote im Tschad



Bei Anschlägen auf einen Markt im Tschad sind am Samstag mindestens 27 Menschen getötet und rund 80 weitere verletzt worden. Drei Selbstmord-Attentäter sprengten sich gemäss Sicherheitskreisen des Tschad auf der Insel Koulfoua im Tschadsee in die Luft.

Wer hinter dem Attentat steckt, war zunächst nicht klar. Zu Beginn des Jahres waren Tausende Menschen vor der radikal-islamischen Organisation Boko Haram auf die Insel geflohen. Allerdings war zunächst nicht bekannt, ob diese Menschen sich noch auf Koulfoua aufhielten.

Rückzugsraum für Boko Haram

In der Region war nach einer Reihe von Anschlägen erst Anfang November der Ausnahmezustand verhängt worden. Der Tschadsee grenzt an den Tschad, Nigeria, Niger und Kamerun. Das Gebiet mit seinen dicht bewachsenen Ufergebieten ist ein Rückzugsraum für die Kämpfer von Boko Haram, die im Norden Nigerias einen islamistischen Staat errichten wollen.

Mehrere Länder der Region, darunter der Tschad, haben sich zu einer Koalition gegen die Islamisten zusammengeschlossen. Boko Haram haben Tausende Menschen getötet und Millionen Einwohner vertrieben. Seit längerer Zeit haben sie zudem ihre Angriffe über Nigeria hinaus auch auf die Nachbarländer ausgedehnt. Im März leisteten die Extremisten der im Irak und Syrien kämpfenden Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) den Treueschwur. (sda/afp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 06.12.2015 11:26
    Highlight Highlight Woher haben all diese islamistischen Verbrecherbanden die Mittel für Waffen, Ausrüstung, Lebensunterhalt etc.? Bezahlen wir sie etwa selbst, indem wir gewisse Staaten, die Allahs Gunst mit reichen Erdöllagern gesegnet hat, mit unserem Geld mästen?
  • Jol Bear 05.12.2015 23:25
    Highlight Highlight "Je suis Koulfoua." Oder ist dieses Ereignis eine Randnotiz? Gibt es international koordinierte Aktionen gegen Boko Haram mit Beteiligung der Grossmächte?
  • Anam.Cara 05.12.2015 18:06
    Highlight Highlight Einmal mehr bleibt uns nichts anderes übrig, als an die Opfer und Angehörigen dieses sinnlosen Anschlags zu denken. Und - wer das möchte - für sie zu beten.
    Wir sollten nie aufhören, uns Frieden für diese Welt zu wünschen.

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