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Soldatenbordelle: Japan will sich endlich für die «Sexsklaverei» entschuldigen



Südkorea und Japan haben im Konflikt um die Versklavung von Frauen in den Soldatenbordellen der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg eine Einigung erzielt. Das sagte Südkoreas Aussenminister Yun Byung Se in Seoul nach dem Treffen mit Amtskollege Fumio Kishida.

Man habe ein «endgültiges und unwiderrufliches Abkommen», sollte Tokio seiner Verantwortung gerecht werden, sagte Yun Byung Se am Montag. Beide Seiten einigten sich zudem auf die Einrichtung eines neuen Fonds zur Unterstützung der Opfer.

epa05082025 Japanese Foreign Minister Fumio Kishida (L), and South Koren counterpart Yun Byung-Se (R) shake hands during a joint press conference after their meeting at the Foreign Ministry in Seoul, South Korea, 28 December 2015. Fumio Kishida arrived in Seoul for talks with his South Korean counterpart Yun Byung-se, possibly setting a new direction in resolving the issue of the so-called comfort women. The two countries have been in negotiations on one of the most contentious issues between them - Japan's sexual enslavement of women, mostly Koreans, for its soldiers during World War II.  EPA/JEON HEON-KYUN

Der japanische Aussenminister Fumio Kishida (links) und sein südkoreanischer Kollege Yun Byung Se beim versöhnlichen Händedruck. 
Bild: JEON HEON-KYUN/EPA/KEYSTONE

200'000 Frauen betroffen 

Der Streit um die euphemistisch «Trostfrauen» genannten Frauen ist bislang das grösste Hindernis für eine Verbesserung der Beziehungen beider ostasiatischer Staaten gewesen. Japan erkenne seine Verantwortung an, Regierungschef Shinzo Abe werde sich bei den Frauen aufrichtig entschuldigen, hiess es.

Nach Schätzungen von Historikern wurden im Zweiten Weltkrieg 200'000 Frauen aus Korea, China, Indonesien, den Philippinen und Taiwan gezwungen, japanischen Soldaten in Militärbordellen zu Diensten zu sein. Bislang weigerte sich Tokio, sich für die sexuelle Ausbeutung der Frauen zu entschuldigen und die Opfer zu entschädigen. (sda/dpa)

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