International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Putsch in Simbabwe? ++ Mugabe unter Hausarrest ++ ist seine Frau Grace geflüchtet?



Simbabwes Langzeitpräsident Robert Mugabe steht in Folge der Machtübernahme des Militärs unter Hausarrest. Das erklärte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Mittwoch nach einem Telefonat mit Mugabe.

Das Militär in Simbabwe hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über den Staat übernommen. Wie Reuters berichtet, wurde auch das staatliche Fernsehen übernommen und die Strassen zum Regierungsgebäude blockiert. Die Situation in dem Land ist unübersichtlich. Der Kampf um die Nachfolge des greisen Langzeit-Diktators Robert Mugabe ist eskalliert.

Mugabes Frau Grace soll laut diversen Medienberichten, so auch BBC, nach Namibia geflüchtet sein. Die dortigen Behörden dementierten dies jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur APA, die First Lady von Simbabwe sei nicht in Namibia.

EDA ruft Schweizer Bürger in Simbabwe zur Vorsicht auf

Das Schweizer Aussendepartement hat nach der Militärintervention in Simbabwe zur Vorsicht aufgerufen: Schweizer Bürgerinnen und Bürger in Harare sollen an einem sicheren Ort bleiben, ausserhalb der Hauptstadt soll auf nicht dringende Reisen verzichtet werden.

Augenzeugen zufolge wurde auch Finanzminister Ignatius Chombo im Zuge der Intervention des Militärs festgenommen. Soldaten hätten ihn am Morgen abgeführt, sagten mehrere seiner Nachbarn in der Hauptstadt Harare. Das elektrische Tor an seinem Hauses schien mit Gewalt aufgebrochen worden zu sein.

Streitkräfte gegen Mugabes Frau

Chombo galt beim Rennen um die Nachfolge von Langzeitpräsident Robert Mugabe als Unterstützer von First Lady Grace Mugabe. Die Führung der Streitkräfte hingegen lehnt Grace als Nachfolgerin ab. Zunächst unbestätigten Berichten zufolge sollen auch weitere Minister festgenommen worden sein.

Es handle sich nicht um einen Militärputsch, betonte Generalmajor Sibusiso Moyo am Mittwoch in einer Ansprache im staatlichen Fernsehen. Es gehe darum, eine «sich verschlimmernde politische, soziale und wirtschaftliche» Krise zu überwinden und Verbrecher zur Strecke zu bringen. «Sobald wir unsere Mission erfüllt haben, erwarten wir eine Rückkehr zur Normalität», sagte Moyo in der Ansprache.

Das Statement von Sibusiso Moyo:

Der Militärvertreter forderte alle Sicherheitskräfte auf, mit dem Militär zu kooperieren. Auf Provokationen würde angemessen reagiert werden, warnte er. Alle Soldaten sollten sich umgehend zum Dienst zurückmelden.

In der Nacht hatte es Augenzeugen zufolge zuvor mindestens drei laute Explosionen in der Hauptstadt Harare gegeben, auch Schüsse wurden gehört. Seit Dienstag war es zu einer verstärkten Militärpräsenz in der Hauptstadt gekommen.

Die Botschaften der USA und Grossbritanniens ermahnten ihre Staatsbürger in Simbabwe wegen der unklaren Situation zu grosser Vorsicht und forderten sie auf, zu Hause zu blieben. Die US-Botschaft sollte am Mittwoch geschlossen bleiben.

Die Lage war am Mittwochmorgen noch unübersichtlich. Insbesondere war zunächst unklar, ob Mugabe oder einzelne Minister vom Militär in Gewahrsam genommen wurden.

Mugabe selbst hat sich bisher nicht öffentlich geäussert. Einer seiner Mitarbeiter hatte am Dienstag noch erklärt, der Staatschef gehe wie gewohnt seinen Amtsgeschäften nach.

Die Zuspitzung der Krise ergab sich, nachdem Militärchef General Constantino Chiwenga der Regierung von Langzeitpräsident Mugabe (93) am Montag öffentlich gedroht hatte, die Armee sei angesichts der Krise im Land bereit «einzuschreiten».

Die Regierungspartei Zanu-PF erklärte daraufhin am Dienstagabend, die Äusserungen Chiwengas kämen einem Verrat und der Anstachelung zur gewaltsamen Auflehnung gegen die verfassungsrechtliche Ordnung gleich.

Die politische Krise in Simbabwe um die Nachfolge des seit 1980 regierenden Mugabe spitzte sich vergangene Woche zu, als Mugabe seinen langjährigen Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa feuerte.

epa06311949 (FILE) - Zimbabwean President Robert Mugabe (R) is flanked by his deputy Vice President Emmerson Mnangagwa (L) as he reads a copy of the country's 2017 National Budget in the house of parliament, in Harare, Zimbabwe, 08 December 2016, (reissued 06 November 2017). Media reports on 06 November 2017 that  Emmerson Mnangagwa has been removed from his post, according to Zimbabwe's information minister.  EPA/AARON UFUMELI *** Local Caption *** 53154209

Mugabe (rechts) und sein Vize Mnangagwa im Dezember 2016. Bild: EPA/EPA

Das Militär stand bisher immer stramm hinter Mugabe, doch auch hinter Mnangagwa, der als Verbündeter von Armeechef Chiwenga gilt. Die beiden kämpften mit Mugabe zusammen gegen das weisse Minderheitsregime im damaligen Rhodesien. Sie gelten als Kritiker von First Lady Grace Mugabe, die ihrem Mann im höchsten Staatsamt nachzufolgen hofft.

FILE - In this July, 29, 2017 file photo, Zimbabwe's first lady Grace Mugabe greets party supporters at a rally in Chinhoyi, Zimbabwe. Mugabe has moved a dramatic step closer to succeeding her husband Robert Mugabe, background, as leader. The increasingly outspoken Grace Mugabe, who has survived a number of scandals, is now poised to become one of the country's two vice presidents. (AP Photo/Tsvangirayi Mukwazhi, File)

Grace Mugabe im Juli 2017: Sie wollte dereinst ihren Mann beerben. Bild: AP/AP

Ein Analyst der Beratung ExxAfrica, Robert Besseling, erklärte, die Funkstille der Regierung deute darauf hin, dass Mugabe die Kontrolle über die Situation verloren habe.

Sollte es zu einem Militärputsch kommen, seien in der Nähe wichtiger Einrichtungen in Harare wie dem öffentlichen Fernsehsender und Regierungsgebäuden Kämpfe zwischen Fraktionen des Militärs und der Polizei zu befürchten, so Besseling weiter.

Ein Experte der Risikoberatung Verisk Maplecroft erklärte, die erhöhte Militärpräsenz sei ein klares Zeichen, dass die Streitkräfte notfalls einschreiten würden, um Grace Mugabe als Präsidentin zu verhindern.

Armed Zimbabwean soldiers sit on top of a military tank in Harare, Zimbabwe Wednesday, Nov. 15, 2017. At least three explosions were heard in Zimbabwe's capital early Wednesday and military vehicles were seen in the streets after the army commander threatened to

Panzer in der Hauptstadt Harare. Bild: AP/AP

Eine Bürgerin in Harare, Vivian Chinhengo, sagte am Dienstag, dass im Zentrum der Stadt an fast jeder Kreuzung Soldaten zu sehen seien, was «sehr ungewöhnlich» sei.

Ein anderer Augenzeuge, Clement Gomo, sagte, er habe bei der Fahrt ins westliche Chinhoyi mehrere gepanzerte Fahrzeuge in Richtung Harare fahren sehen. In der Nacht zum Mittwoch wurden auch in der Stadt gepanzerte Fahrzeuge gesehen.

Simbabwe mit seinen etwa 15 Millionen Einwohnern gehört einem UNO-Index zufolge zu den ärmsten Staaten der Welt. Mugabe hat die frühere Kornkammer des südlichen Afrikas heruntergewirtschaftet.

Das Land hat sich bislang noch nicht von einer schweren Wirtschaftskrise erholt, in Folge derer es 2008 zu einer galoppierenden Hyperinflation und dem Zerfall der Landeswährung kam. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

20
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rumbel the Sumbel 15.11.2017 19:44
    Highlight Highlight Simbabwe war einmal ein blühendes Land. Heute leider nicht mehr. Warum wohl? Darf ruhig mal hinterfragt werden. Ist auch in anderen Ländern ähnlich.
  • Rumbel the Sumbel 15.11.2017 16:49
    Highlight Highlight Mag sein, dass das grosse Landesteile, welche vorwiegend im Besitz von weissen Rancher waren, zu Unrecht in deren Besitz war. Deshalb wurden sie dort mit Waffengewalt von Mugabes Gefolge verjagt und tw umgebracht. Wo ist das Land heute? In der Steinzeit. Ranches sind gar nicht mehr benutzt, heruntergewirtschaftet und Rassismus gegenüber Weissen ausgelebt worden. Mich würde interessieren, was unsere Politiker, auch der EU, aus welchem Lager auch immer, dazu sagen? Und Frau Mugabe ist wohl unterwegs, um Staatsvermögen zu sichern. Bei welchen Banken wohl?
  • Emanzipator 15.11.2017 11:13
    Highlight Highlight Ich glaub nicht, dass dies unbedingt schlecht sein muss....

    Mal sehen was das Militär daraus macht?
  • piedone lo sbirro 15.11.2017 10:37
    Highlight Highlight wo "der hitler der gegenwart" wie er sich selbst bezeichnet sich gerade aufhält weiss ich nicht - sein schmutziges schwarzgeld jedenfalls befindet sich in der schweiz.
    • pedrinho 15.11.2017 13:39
      Highlight Highlight hummmm.....

      ein diktator hat doch kein schwarzgeld, lass dir das mal von einem schweizer banker erklaeren.

      in diesem fall, gemeint geld von einem schwarzen als schwarzgeld zu bezeichnen ist ebenfalls grenzwertig, fast schon rassismus ;)

      ( doch ich denke du liegst richtig, das famillienvermoegen liegt recht sicher auch auf schweizer banken)
    • FrancoL 15.11.2017 20:33
      Highlight Highlight Ob da Mugabe oder Mugabes Frau am Blitzen ist? Oder bis zuletzt sind es die die gerne die Augen ganz fest schliessen um das Schwarz in Weiss zu wandeln.
  • 4TheHorde 15.11.2017 10:36
    Highlight Highlight Alleine seine Zitate ... da wird mir schlecht, Mugabe war ein Rückschritt für das Land .. ein gewaltiger Rückschritt !

    Seine Zitate : http://www.watson.ch/International/articles/891734098-%C2%ABIch-bin-der-Hitler-der-Gegenwart%C2%BB--6-Zitate-von-Robert-Mugabe--die-zeigen--wie-er-tickt

    Hoffen wir, dass der Putsch klappt ! und wieder jemand an die Macht kommt, der sich nicht selbst Hitler nennt, der alle Weißen töten will - ist ja wie früher in den USA .. ganz schlimm ! - mir übrigens Egal ob es nun Blitze Regnet - es ist die Wahrheit !


  • SusiSorglos0815 15.11.2017 10:26
    Highlight Highlight Ich verstehe bis heute nicht, warum das nicht früher geschehen konnte. So viel Leid all die Jahrzehnte!
    • Juliet Bravo 15.11.2017 23:53
      Highlight Highlight Mugabe konnte sich auf ein breites Netz zu Reichtum gelangter Eliten verlassen. Er kontrollierte Militär, Polizei, Stasi etc. Er hatte schlicht zu viele Profiteure und Unterstützer. Darum konnte das nicht nicht früher sein.
  • Alterssturheit 15.11.2017 08:39
    Highlight Highlight Habe Simbabwe kurz vor Mugabes Amtsantritt und ein paar Jahre danach bereist. Was für ein Unterschied - die Kornkammer Südafrikas, ein wunderschönes Land mit friedlichen Menschen die trotz mehrheitlich weisser Herrschaft gut leben konnten. Und heute ? Um 200 Jahre zurückgefallen, nichts funktioniert, Arbeitslosigkeit extrem und die Familie Mugabe und ihr Clan verprassen Millionen und rauben das Land weiter aus. Aber wen interessierts...
    • Duscholux 15.11.2017 10:27
      Highlight Highlight Es scheint einige zu interessieren, sonst gäbe es ja jetzt keinen Putsch.
    • Emanzipator 15.11.2017 11:15
      Highlight Highlight Duscholux, es hat derzeit 6 Kommentare....

      Wenn Trump einen Tweet sendet ist innert minuten die Kommentarespalte voll.

      Es interessiert herzlich wenige!
    • meliert 15.11.2017 12:26
      Highlight Highlight man sieht, was die native Bevölkerung mit dem schönen Land Rhodesien gemacht hat, leider!
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 15.11.2017 07:24
    Highlight Highlight Bei allem Respekt gegenüber dem "Alten" und verdienten Guerillero und Freiheitskämpfer Mugabe:
    Irgendwann muss er mal locker lassen und die Zügel aus der Hand geben!
    Ich meine, mit 90 Jahren immer noch als Präsident arbeiten, da kommt ja sogar unseren Rechtsbürgerlichen von FDP und SVP das Augenwasser!
    Jetzt ist Zeit für die Pensionierung!
    Aber als Nachfolgerin bitte nicht Gucci-Grace!
    Denn das wäre eine Wiederholung des Imelda Marcos - Phänomens "Hinter jedem mächtigen Mann steckt eine Shopping-süchtige Frau".
    Es wird wohl im typischen "Third World Style" weitergehen...
    • FrancoL 15.11.2017 20:35
      Highlight Highlight Den Guerillero hat er schon lange abgelegt! Ein Land fährt man nicht in wenigen Jährchen oder weil man zu alt ist an die Wand.
    • rodolofo 16.11.2017 07:16
      Highlight Highlight @ FrancoL
      Ja klar, Mugabe ist ein Revolutionärer Macho, wie aus dem Lehrbuch.
      Und von dieser Sorte hat die Geschichte ja schon Einige gesehen, so dass es langsam, aber sicher reicht!
      Wir erinnern uns an den Commandante con Cigarillo (CCC) in Cuba, und blicken besorgt auf das Stalin-Double in Venezuela.
      Nein, so wird das definitiv nichts aus dem Kampf-Motto "Sozialismus, oder Tod!", bzw. es kommt dann eher zum Tod...

«Allah wirft Jesus hinaus»: Muslime in Italien kaufen diese Kirche

In Bergamo macht ein «Anti-Moscheen»-Gesetz der rechten Lega die Neueinrichtung nicht-katholischer Gotteshäuser so gut wie unmöglich. Jetzt ersteigerte der Verband der Muslime kurzerhand eine leerstehende Kirche in der Stadt und sorgt für viel Ärger.

Der Verkauf der katholischen Kirche hat in der norditalienischen Stadt Bergamo einen kleinen Religionskonflikt ausgelöst – angestachelt von der rechten Lega. Der Streit begann im Oktober, als eine Gesundheitsbehörde die ehemalige Krankenhauskapelle zur Versteigerung ausschrieb.

Die Verkäufer gingen davon aus, dass sich die örtliche Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde das Gebäude sichern würde. Sie nutzte die Kirche seit drei Jahren als Leihgabe. «Als wir im August 2015 hierher zogen, hiess …

Artikel lesen
Link to Article