International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06241029 A woman looks at the closed doors of Sant Antoni market in Barcelona, Spain, during the general strike called in Catalonia 03 October 2017. Unions CGT, IAC, COS and CSC called for a general strike in Catalonia as a protest against the Spanish Government measures to avoid the celebration of the referendum last 01 October 2017. According to unions, the strike is having a big support in sectors such as transport, shops, stowage or agriculture.  EPA/Juan Carlos Cardenas

Heute wird es schwierig mit Einkaufen: Eine Frau steht vor geschlossenen Türen in Barcelona. Bild: EPA/EFE

Generalstreik in Katalonien – in Barcelona gehen 300'000 Menschen auf die Strasse



Der aus Protest gegen Polizeigewalt ausgerufene Generalstreik in Katalonien hat am Dienstag grosse Teile der Region im Nordosten Spaniens lahmgelegt. In Barcelona demonstrierten 300'000 Menschen gegen Polizeigewalt.

Protestors gather in front of the Spanish Partido Popular ruling party headquarters in Barcelona, Spain, Tuesday Oct. 3, 2017. Labor unions and grassroots pro-independence groups are urging workers to hold partial or full-day strikes throughout Catalonia to protest alleged brutality by police during a referendum on the region's secession from Spain that left hundreds of people injured. (AP Photo/Emilio Morenatti)

Demonstranten in Barcelona am Dienstagmorgen. Bild: AP/AP

Am Ausstand beteiligten sich unter anderen Hafenarbeiter, Verkehrsbetriebe Universitäten und Museen. Beim Fussballklub FC Barcelona fiel das Training aus, auch das Personal der Sagrada Familia, der berühmten Basilika in der Regionalhauptstadt, legte die Arbeit nieder.

Im Rahmen des Generalstreiks demonstrierten in Barcelona 300'000 Menschen gegen Polizeigewalt. Das teilte die städtische Polizei mit. Die Demonstranten riefen Parolen wie «Die Strassen werden immer uns gehören» und «Besatzungstruppen raus».

Firefighters join protesters outside the Spanish government delegation during a one-day strike in Barcelona, Spain, Tue sday Oct. 3, 2017. Labor unions and grassroots pro-independence groups are urging workers to hold partial or full-day strikes throughout Catalonia to protest alleged brutality by police during a referendum on the region's secession from Spain that left hundreds of people injured. (AP Photo/Manu Fernandez)

Feuerwehrmänner nehmen an einer Demonstration teil. Bild: AP/AP

Der katalanische Präsident Carles Puigdemont ermahnte die Demonstranten zu friedlichen Protesten gegen die Polizeigewalt vom Sonntag. «Lasst Euch nicht durch Provokationen aufregen. Die Welt hat es gesehen: Wir sind friedliche Menschen», erklärte er per Twitter unter Anspielung auf die harte Polizeigewalt vom Sonntag.

«Verfolgung» stoppen

Die spanische Regierung ihrerseits prangerte am Dienstag eine «Verfolgung» von Staatspolizisten durch katalanische Separatisten an. Innenminister Juan Ignacio Zoido warnte am Dienstag, man werde «alles nötige unternehmen», um die «Verfolgung zu stoppen».

Zoido hatte zuvor eine Dringlichkeitssitzung mit den Chefs der Polizei-Einheiten Guardia Civil und Policía Nacional abgehalten. Danach hatte er sich auch mit Ministerpräsident Mariano Rajoy beraten.

epa06217309 Spanish Interior Minister, Juan Ignacio Zoido, attends a parliamentary session held in the Lower House in Madrid, Spain, 21 September 2017, about the Catalonian referendum. Up to 14 people were detained and approximately 10 million ballot papers were seized during police search the previous day in order to avoid the celebration of the referendum planned by the Catalonian regional Government that was declared illegal and unconstitutional by the Constitutional Court.  EPA/Zipi

Innenminister Juan Ignacio Zoido macht sich Sorgen um die Sicherheit der Polizisten. Bild: EPA/EFE

Auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Soraya Saénz de Santamaría kritisierte am Dienstag die Demonstrationen gegen die Polizei in Katalonien und gab den separatistischen Politikern der Region die Schuld. «Wir werden mafiöses Verhalten der Gemeinden in Katalonien nicht tolerieren», sagte sie in Madrid vor Journalisten.

Wegen Polizeieinsätzen, die die von der Regionalregierung ausgerufene und gerichtlich untersagte Abstimmung verhindern sollten, mussten sich am Sonntag nach amtlichen Angaben mehr als 840 Personen medizinisch behandeln lassen.

Hotels werfen Polizisten hinaus

In den vergangenen Tagen hatte es in Katalonien bereits zahlreiche Proteste gegen die Polizei gegeben - unter anderem vor den Hotels, in denen die aus Madrid entsandten Beamten untergebracht sind. Hotels in den Küstenorten Calella und Pineda de Mar warfen sogar Hunderte von Polizisten hinaus.

Bei der Volksabstimmung am Sonntag stimmten der Regionalregierung zufolge 90 Prozent für die Loslösung der Region vom spanischen Königreich. Die Beteiligung lag bei 42 Prozent. Die Abstimmung war vom spanischen Verfassungsgericht als unrechtmässig bezeichnet worden. (cma/sda/afp/dpa)

So berichten spanische Medien über das Katalonien-Referendum

Wahllokal in Katalonien gewaltsam gestürmt

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

BAG: 4382 neue Fälle, 101 Tote

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Donald Trump bastelt sich eine Dolchstosslegende

Das Verhalten des abgewählten Präsidenten erinnert an einen verrückten König. Doch leider gilt: Ist es auch absurd, so hat es doch Methode.

Drei Millionen Dollar musste das Trump-Team aufwerfen, um eine neue Auszählung der Stimmen im Bundesstaat Wisconsin zu erreichen. Nun liegt das Resultat dieser Nachzählung vor: Joe Biden hat 87 Stimmen hinzu gewonnen. Wisconsin hat deshalb den Sieg des Demokraten offiziell bestätigt.

Nicht nur im mittleren Westen blamiert sich Trump. Auch in Arizona hat der republikanische Gouverneur Doug Doucey, ein enger Verbündeter von Trump, Bidens Sieg verkündet. Damit haben sämtliche Swingstates Trumps …

Artikel lesen
Link zum Artikel