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epa07057592 Brazilian women hold placards with the image of the candidate to Brazil presidency for the Liberal Social Party (PSL) Jair Bolsonaro (L) and Nazi dictator Adolf Hitler (R) during a demonstration against Bolsonaro, in Rio de Janeiro, Brazil, 29 September 2018. Brazil will hold presidential elections on 07 October 2018.  EPA/Marcelo Sayao

Bild: EPA/EFE

Vier Gründe, warum die Brasilien-Wahl für die Welt wichtig ist



Brasilien steht vor einem Umbruch. Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro dürfte die Präsidentenwahl am Sonntag gewinnen. Der Ex-Militär verunglimpft Frauen, Schwarze und Schwule, liebäugelt mit der Militärdiktatur und will hart gegen Verbrecher vorgehen. Das Land hat enormes Potenzial, doch seine Situation ist schwierig – ein Überblick, was im fünftgrössten Land der Welt auf dem Spiel steht.

Trumps Schatten

A supporter of Brazil's presidential candidate Jair Bolsonaro, wearing a mask of President Donald Trump, arrives to the National Social Liberal Party convention where Bolsonaro is to accept the nomination in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, July 22, 2018. Far-right congressman Bolsonaro is running in distant second to former President Luiz Inacio Lula da Silva, who is in jail, and promises to clean house ahead of October elections. (AP Photo/Leo Correa)

Ein Bolsonaro-Unterstützer mit Trump-Maske. Bild: AP/AP

Jair Bolsonaro wird der «Trump Brasiliens» genannt. Er wettert gegen das politische Establishment, setzt auf soziale Medien und verehrt das Militär. Vom Wahl-Slogan des US-Präsidenten Donald Trump inspiriert propagiert er die Parole «Brasilien zuerst». Sein Sieg könnte auch in Südamerika dem Rechtspopulismus Auftrieb geben. «Was in Brasilien gerade mit der extremen Rechten passiert, könnte einen Einfluss auf die ganze Region haben», warnt der Politikwissenschaftler Maurício Santoro.

Regenwald

FILE - In this Sept. 15, 2009 file photo, a forest in the Amazon is burned illegally near Novo Progresso, in the northern Brazilian state of Para. Forest degradation in 2017 in Brazil, home to most of the Amazon rainforest, made up nearly 30 percent of global deforestation, more than any other country. (AP Photo/Andre Penner, File)

Ein Waldgebiet im Amazonas wird illegal gerodet.   Bild: AP/AP

Bolsonaro hat angedroht, im Falle eines Wahlsieges ebenso wie die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen. Dabei ist das brasilianische Amazonasgebiet der grösste CO2-Speicher der Welt und entscheidend für das Weltklima. Experten befürchten, dass der Umweltschutz unter Bolsonaro kaum noch eine Rolle spielen wird. Abholzung und Landkonflikte könnten zunehmen.

Auch Lula ist dabei: Diese ehemaligen Präsidenten landeten im Knast

Schlüsselstaat

epa05549191 President of Brazil Michel Temer, speaks during the General Debate of the 71st Session of the United Nations General Assembly at UN headquarters in New York, New York, USA, 20 September 2016.  EPA/ANDREW GOMBERT

Temer, der aktuelle Präsident Brasiliens, spricht vor der UNO. Bild: EPA/EPA

Sei es bei Klimaverhandlungen, Vermittlungen im Iran-Atomkonflikt oder bei der Leitung der UNO-Mission in Haiti – Brasilien war lange Zeit ein Schlüsselakteur auf der internationalen Ebene. In den vergangenen Jahren isolierte sich das Land zunehmend. Dabei wird das Land gebraucht – auch als Krisenvermittler in Südamerika. «Der Rückzug aus der internationalen Verantwortung dürfte weitergehen», prognostiziert Politologe Santoro. «Möglicherweise nähert sich Bolsonaro etwas an die USA an und geht auf Konfrontationskurs zu China

Korruption

epa05549941 (FILE ) A file photo dated 28 October 2010 shows former Brazilian President Luiz Inacio Lula da Silva posing with his hands covered in oil as he takes part in the launch of the Petrobras platform 'Ciudad de Angra dos Reis' on the Brazilian coast on the Atlantic. Reports on 20 September 2016 state that former Brazilian President Lula da Silva has been formally indicted by Judge Sergio Moro on corruption charges in connection with the so-called 'Operation Lava Jato' case involving state-run energy company Petrobras.  EPA/Marcelo Sayao

Ex-Präsident Lula besucht Petrobras. Bild: EPA/EPA FILE

Der Korruptionsskandal Lava Jato (Autowäsche) hatte seinen Ausgangspunkt in der Regierungszeit von Präsident Lula da Silva. Dieser war lange Favorit für die Wahl, sitzt aber wegen Korruptionsvorwürfen im Gefängnis. Es war jahrelang Usus, dass bei Auftragsvergaben ein paar Prozent der Vertragssumme an Politiker und Parteien flossen. Zunächst ging es um den Ölkonzern Petrobras, doch das Ganze weitete sich über den Baukonzern Odebrecht aus hin zu einem lateinamerikaweiten Skandal. Wird der neue Präsident die Ermittlungen unterstützen? Harte Strafen könnten positive Folgen für die Wirtschaft haben: Es könnte ausländische Konzerne anlocken, nicht mehr zum Schmieren gezwungen zu sein, um an Aufträge zu kommen. (sda/dpa)

Bolsonaro könnte Brasiliens Präsident werden

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Video: srf

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerHans 26.10.2018 14:09
    Highlight Highlight Ich werde am Sonntag klar für Bolsonaro stimmen. Die Arbeiterpartei PT ist überhaupt keine Option mehr für Brasilien! Falls Haddad gewinnen würde bin ich überzeugt wird Brasilien schleichend zu einem zweiten Venezuela und Lula würde am nächsten Tag aus dem Gefängnis tänzeln.
    • elias776 26.10.2018 15:26
      Highlight Highlight raus aus der Blase..
    • DerHans 26.10.2018 16:14
      Highlight Highlight Aus welcher Blase denn? Wo bleiben denn die kritischen Beiträge über die Machenschaften der PT? Wo waren die News über Lavo Jato? Die Blase besteht eher dass alles was im Namen des Sozialismus geschiet halb so wild ist als wenn es von rechts kommt.
    • Fabio Haller 26.10.2018 16:19
      Highlight Highlight Und unsere schöne Welt wird einen Schritt näher am Untergang sein.

      Schade... Sie ist es welches am Unschuldigsten ist.
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