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Frankreichs Sozialisten schicken Benoît Hamon in den Präsidentschaftswahlkampf. 
Frankreichs Sozialisten schicken Benoît Hamon in den Präsidentschaftswahlkampf. Bild: JEREMY LEMPIN/EPA/KEYSTONE

Frankreichs Sozialisten wollen schön links bleiben mit Benoît Hamon

29.01.2017, 20:4230.01.2017, 08:02

Der Parteilinke Benoît Hamon ist in der Stichwahl zum sozialistischen Präsidentschaftskandidaten gewählt worden. Er erhielt laut Teilergebnissen 58,6 Prozent der Stimmen und liess Ex-Regierungschef Manuel Valls deutlich hinter sich.

Valls kam auf 41,3 Prozent der Stimmen, wie die Organisatoren am Sonntagabend bekanntgaben. Hamon galt als Favorit gegenüber Valls vom rechten Parteiflügel. Bei der Stichwahl war die Stimmbeteiligung weit höher als in der ersten Runde.

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Mit Hamon ist nun der zweite Kandidat in Vorwahlen bestimmt worden. Zuvor hatte bereits die politische Rechte Ex-Regierungschef François Fillon zu ihrem Kandidaten für die Wahl in drei Monaten bestimmt.

Radikaler Bruch mit Hollande

Hatte das Nachsehen: Manuel Valls vom rechten Parteiflügel der Sozialisten.
Hatte das Nachsehen: Manuel Valls vom rechten Parteiflügel der Sozialisten.Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Der 49-jährige Hamon hatte sich in der ersten Runde vor einer Woche mit rund 36 Prozent der Stimmen an die Spitze gesetzt. Er steht für einen radikalen Bruch mit der verpönten Bilanz von Staatschef François Hollande.

Valls gehört dem rechten Parteiflügel an und verteidigte in Debatten die Politik Hollandes. Der scheidende Staatschef selbst tritt nicht mehr an.

Linksruck

Die Vorwahl entschied somit über den künftigen Kurs der Sozialisten, die mit Hamon einen Linksruck vollführen. Hamon hat mit einem dezidiert linken Wahlprogramm viele der von Hollande enttäuschten Linkswähler für sich gewinnen können.

Er wirbt für mehr Investitionen, eine Senkung der Arbeitszeit und mehr Umweltschutz. Ausserdem will er langfristig ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 750 Euro für alle Erwachsenen einführen. An die EU-Defizitvorgaben will er sich nicht halten.

Das linke Lager Frankreichs steht drei Monate vor der Präsidentenwahl zersplittert da. Der unabhängige Polit-Jungstar Emmanuel Macron profiliert sich ausserhalb der Vorwahl, ebenso wie der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon.

Dem sozialistischen Bewerber werden in Umfragen keine Chancen zugestanden, dem konservativen Favoriten Fillon oder der Rechtspopulistin Marine Le Pen die Stirn zu bieten. (sda/dpa/afp)

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