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Venezuelan opposition leader Henrique Capriles (C) waves while arriving at a polling station during a legislative election, in Caracas December 6, 2015.    REUTERS/Nacho Doce

Oppositionsführer Henrique Capriles feiert.
Bild: NACHO DOCE/REUTERS

Wahlen in Venezuela: Erdrutschsieg für Oppositionsführer Henrique Capriles

Venezuelas Opposition hat bei den Parlamentswahlen einen Erdrutschsieg erzielt. Wie die Präsidentin des nationalen Wahlrats, Tibisay Lucena, am Montagmorgen mitteilte, entfielen auf die im Bündnis «Mesa de la Unidad Democrática» (MUD) vereinte Opposition mindestens 99 der 167 Mandate.



«Die Wahlen sind so ausgefallen, wie wir es erwartet haben. Venezuela hat gewonnen. Das ist unumkehrbar», teilte Oppositionsführer Henrique Capriles über Twitter bereits am Sonntag mit.

Die Regierung hielt sich bislang bedeckt. Auch von der Wahlkommission gab es keine Bestätigung. Auch aus dem Lager des sozialistischen Staatschefs Nicolás Maduro gab es keine Verlautbarungen. Seine Anhänger feierten allerdings im Osten der Hauptstadt Caracas. Aus Oppositionskreisen verlautete, dass die Koalition rund 100 Sitze gewonnen habe.

epa05057412 Venezuelan President Nicolas Maduro shows his inked finger after casting his vote during Parliamentary elections in Caracas, Venezuela, 06 December 2015. Some 19.5 million Venezuelans are called to vote the members of the new 167-seat National Assembly. The polls are held amidst a climate of violence, economic crisis and political agitation highlighted with the imprisonment of opposition leader Leopoldo Lopez for the charges of incitement to violence in 2014 anti-government protests. EPA/MIGUEL GUTIERREZ  EPA/MIGUEL GUTIERREZ

Nicolás Maduro könnte die Mehrheit verlieren.
Bild: EPA/EFE

Am Abend hatten die Behörden eine verlängerte Öffnung der Wahllokale um eine Stunde verfügt, was von der Opposition als ungesetzlich kritisiert wurde. Begründet wurde dies mit einer «sehr hohen Beteiligung» an der Wahl.

Maduro verliert Rückhalt

Rund 19 Millionen Stimmberechtigte waren am Sonntag aufgerufen, über die Vergabe der 167 Sitze zu entscheiden. In Umfragen lag zuletzt das rechtsgerichtete Parteienbündnis «Demokratische Einheit» vorne.

Das südamerikanische Land leidet unter dem Ölpreisverfall, der die staatlichen Einnahmen schmälert, sowie hohen Zahlungsverpflichtungen. Venezuela kämpft auch mit massiver Inflation. Maduro ist der Nachfolger des 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez.

Vor der Parlamentswahl wurden immer mehr Oppositionspolitiker kaltgestellt. Angesichts der schweren Wirtschaftskrise verlor die sozialistische Regierung um Maduro an Rückhalt. (dwi/sda/reu/afp)

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