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Aus Matthew Avedian wurde Sona Avedian.
screenshot: youtube/sona avedian

Aus einem kräftigen, bärtigen Typen wird eine zierliche, attraktive Frau: Das ist die Geschichte von Sona Avedian



Wenn man sich die Bilder von Matthew Avedian und Sona Avedian anschaut, kann man kaum glauben, dass es sich in beiden Fällen um ein und dieselbe Person handelt. Doch es ist tatsächlich wahr: Aus dem kräftigen, bärtigen Mitglied der US-Marine ist eine zierliche junge Frau geworden – und der Mensch, der hinter dieser Geschichte steckt, hat sich damit den grössten Wunsch seines Lebens erfüllt.

Denn Matthew Avedian bemerkt schon im Kindesalter, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Als er sieben Jahre alt ist, erwischt seine Mutter ihn dabei, wie er gerade die Kleider seiner Schwester anprobiert. «Meine Mutter sagte mir damals, dass das, was ich da gerade tat, falsch sei», erzählt Avedian im Gespräch mit The Sun. Und weiter: «Ich komme aus einer streng religiösen Familie. Alles, was nicht der Norm entspricht, wird nicht toleriert.»

Der Junge ist am Boden zerstört. Er weiss, dass er gerne ein Mädchen sein möchte, dass es die Gesellschaft aber nicht zulassen würde. Als der Drang, Mädchenkleider anzuziehen, auch im Teenie-Alter noch vorhanden ist, versucht Avedian, den Spiess umzudrehen. Er unterdrückt seine feminine Seite komplett und beschliesst, ein echter Kerl zu werden – und der US-Marine beizutreten.

Macho Matthew gründet eine Familie

«Ich bin zu einem echten Macho-Alpha-Männchen mutiert, das sechsmal pro Woche Gewichte heben geht», erzählt die heute 33-jährige Sona. Doch wenn seine Kollegen unterwegs sind, schlüpft Matthew weiterhin ab und zu in Frauenkleider: «Ich hatte solche Angst, dass jemand von meinem Geheimnis erfährt, also beschloss ich, mir ein ‹normales Leben› aufzubauen.»

Im Jahr 2005 heiratet Matthew die damals 29-jährige Lucy, fünf Jahre später kommt die gemeinsame Tochter zur Welt. «Ich dachte, wenn ich Vater würde, könnte mich das vielleicht ‹heilen›, doch dadurch fühlte ich mich nur noch schlechter», erklärt Avedian. Der junge Vater fragt sich, wie er seinem Kind beibringen sollte, ein ehrliches und authentisches Leben zu führen, wenn er doch selbst in einer Lüge lebt.

Die Verwandlung dauert acht Monate

Also beschliesst Matthew im November 2012, sein Leben grundlegend zu verändern: Er gesteht seiner Frau, dass er selbst eine ist – gefangen im Körper eines Mannes – und beginnt mit seiner Transformation, die insgesamt acht Monate lang dauert: Laserbehandlungen zur Haarentfernung, Hormontherapie und chirurgische Eingriffe lässt Matthew über sich ergehen – um endlich Sona sein zu können. Ausserdem treibt er viel Sport und verliert so einige Pfunde. In der ganzen Zeit wird er von seiner Frau Lucy unterstützt.

Als die Umwandlung abgeschlossen ist, trennen sich die beiden. «Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Sona transgender sein könnte, weil sie immer so männlich war», so Lucy. «Ich habe sie immer als Mensch geliebt, darum bedeutet es mir sehr viel, sie heute so glücklich zu sehen.» Sona arbeitet inzwischen in einer IT-Firma und ist so zufrieden wie nie zuvor: «Der letzte Schritt wird noch folgen, wenn ich eine Vagina bekomme.»

Die Verwandlung von Matthew zu Sona im Video:

Play Icon

YouTube/Sona Avedian

(viw)

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    Alle Leser-Kommentare
  • geht doch 27.09.2015 11:14
    Highlight Highlight Ich frage mich: Wenn unsere Gesellschaft nicht so stark in der Polarität Mann-Frau denken, sondern alle Schattierungen von weiblichem/männlichem Mann und weiblicher/männlicher Frau akzeptieren würde - gäbe es dann die Trans-Gender-Thematik überhaupt?
    Zumindest nach diesem Beispiel ist zu schliessen, dass es um die Abgrenzung zu - und Anpassung an - gesellschaftliche/n Normen geht.
    Eine andere Sichtweise, die ich von einem Betroffenen mitbekommen habe, ist, dass ein "Fehler der Natur" korrigiert wird.
    • The Destiny // Team Telegram 27.09.2015 19:04
      Highlight Highlight Ja, nur wird in der heutigen schwarz-weiss Polarisierung leider ein, "Ich frage mich: Wenn unsere Gesellschaft nicht so stark in der Polarität Mann-Frau denken, sondern alle Schattierungen von weiblichem/männlichem Mann und weiblicher/männlicher Frau akzeptieren würde - gäbe es dann die Trans-Gender-Thematik überhaupt?" nicht möglich sein :'/ .
  • 1337pavian 26.09.2015 21:33
    Highlight Highlight Was man so alles sein kann, wenn man will. Beeindruckend.

    Ich finde es persönlich allerdings noch viel interessanter, als mentale Frau in einem männlichen Körper zu verbleiben und ein wenig zu provozieren. Also nicht falsch verstehen: Sich als Frau verkleiden finde ich auch nett, aber ich möchte mir keine Operationen zumuten.

    Ich mag einfach keine Eingriffe in meine körperliche Integrität.
    Und habe damit das exakt selbe Argument, nur ziehe ich für mich selbst daraus einen anderen Schluss. Für mich stimmt das.
    Geschmacksfragen gibt's halt, darüber muss man auch streiten dürfen.
    Antitotalitär.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 26.09.2015 18:24
    Highlight Highlight Umwandlung von Mann zu Frau finde viel weniger krass als von Marine zu tit-selfie-flashing Teeniegirl...
    • Schreiberling 26.09.2015 20:31
      Highlight Highlight Ist doch ein und dasselbe. Zudem war dies ihr grösster Traum seit Kindesbeinen, ich denke da ist es verständlich, dass sie ihre Weiblichkeit auslebt :-)

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