International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=866176113451367&set=pb.100001769583056.-2207520000.1439984314.&type=3&theater

Anders, aber glücklich: Ciera Dawn Swaringen. bild: facebook/ciera dawn swaringen

Wie es ist, anders zu sein? Sie kann ein Lied davon singen – und zwar ein fröhliches!



Würden alle Menschen völlig gleich aussehen, wäre das Leben furchtbar langweilig. Doch wenn wir mal ehrlich sind, ist sich ein Grossteil der Menschheit eben doch sehr ähnlich. Und wenn plötzlich jemand daher kommt, der sich in irgendeinem Merkmal grundsätzlich von den meisten anderen Menschen unterscheidet, reagieren wir entsprechend irritiert.

Diese Erfahrung muss die 19-jährige Ciera Dawn Swaringen in ihrem Leben immer wieder machen. Denn sie leidet unter einer seltenen Hautveränderung, die sich «Konnataler Nävuszellnävus» nennt. Wie sich diese Veränderung äussert, muss die junge Frau niemandem erklären, denn man sieht es auf den ersten Blick:

In dem Ausmass wie bei Swaringen kommt die Hautveränderung nur bei einem von 500'000 Menschen vor. Grundsätzlich ist diese Form der Fehlbildung gutartig – und somit ungefährlich. Doch während Menschen, die eine ganz «normale» Haut haben, Muttermale einfach entfernen lassen können, ist es bei der 19-Jährigen anders. 

Schon früh haben ihr die Ärzte klargemacht, dass eine Entfernung der Flecken unmöglich ist. Denn ihr grösstes Exemplar reicht von der Hüfte bis zum Bauchnabel.

Somit bleibt dem Mädchen aus Rockwell, North Carolina, schon im Kindesalter nur eines übrig: Nämlich sich damit abzufinden, anders zu sein. 

Dass dies nicht immer ganz einfach gewesen ist, erzählt die junge Frau im Gespräch mit Hotspot Media: «Im Schulbus hat mich mal ein Junge ausgelacht und Dalmatiner genannt. Das hat wirklich an meinem Selbstbewusstsein gekratzt. Ich war noch jung und fühlte mich anders als alle anderen – als würde etwas nicht mit mir stimmen.»

Ohnehin seien es häufig Jungs, die als Erstes doofe Sprüche klopften. Einer habe mal zu ihr gesagt: «Du siehst dreckig aus, wasch dich mal.»

Inzwischen lässt sich die junge Frau von solchen Sprüchen nicht mehr runterziehen. Vor allem dank ihrer Familie hat sie gelernt, mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen umzugehen: «Als ich in die Schule gekommen bin, hat meine Mutter gesagt, dass meine Muttermale Engelsküsse sind. Das ist mir immer hängengeblieben», so Swaringen.

Heute ist die 19-Jährige sogar stolz darauf, anders zu sein: «Schlussendlich hat jeder von uns irgendetwas Ungewöhnliches an sich – sei es innerlich oder äusserlich.» Mit der Zeit habe sie gelernt, dass die meisten Menschen, die sie anstarren oder gemeine Sachen zu ihr sagen, das nur tun, weil sie es nicht gewohnt sind, mit Menschen wie ihr konfrontiert zu sein.

Swaringens Muttermale wachsen im Moment noch stetig weiter – und es kommen regelmässig neue hinzu. Doch weil sie ihre Teenagerzeit nun langsam hinter sich hat, hofft die junge Frau, dass das bald ein Ende hat.

Weil sie an ihrer Schule einen Vortrag über ihre seltene Hautveränderung halten möchte, hat sie neulich angefangen, dazu zu recherchieren. Dabei ist sie auf eine Reihe von Leidensgenossen gestossen: «Ich hoffe, dass ich demnächst zu einer entsprechenden Konferenz gehen kann und dort Leute treffe, die so wie ich sind.»

(viw)

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Repplyfire 20.08.2015 15:02
    Highlight Highlight Macht mut zu lesen, dass es Leute wie Ciera gibt. Mein Sohn hat eine ähnliche Genmutation in den Hautzellen (bei ihm sind sogar noch die Nervenzellen betroffen, Neurokutane Melanose) und ich hoffe und versuche alles, dass auch er seine Zukunft unbeschwert und mit einer gehörigen Portion Selbstbewustein meistern wird.
  • Glitzy x 20.08.2015 11:56
    Highlight Highlight Sehr cool! Ich habe Vitiligo (Weissfleckkrankheit) und werde irgendwann von oben bis unten weiss-gefleckt sein. Geschichten wie diese machen Mut, dass Schönheit ein sehr weit definierbarer Begriff ist. You go girl!

Wir sind 7'715'600'000 Menschen auf der Erde – und 6 andere Zahlen zum Weltbevölkerungstag

Am 11. Juli 1987 erreichte die Weltbevölkerung laut UNO-Berechnungen erstmals die Zahl von 5 Milliarden Menschen. Die Freude über das ungebremste Wachstum der Menschheit hielt sich allerdings in engen Grenzen, denn es verursacht eine Reihe von Problemen. Um darauf aufmerksam zu machen, erklärte die UNO 1989 den 11. Juli zum Internationalen Weltbevölkerungstag.

So viele Menschen bevölkern heute, am 11. Juli 2019, unseren Planeten. Die Zahl stammt von der Weltbevölkerungsuhr der Deutschen …

Artikel lesen
Link zum Artikel