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In this Thursday, Aug. 27, 2015 photo, a boat, bottom right, carrying migrants that sank off the coast is pulled to shore in Zuwara, Libya. It was not clear how many migrants had drowned. Dozens of boats are launched from lawless Libya each week, with Italy and Greece bearing the brunt of the surge. (AP Photo/Mohamed Ben Khalifa)I

Ein Flüchtlingsboot wird abgeschleppt (Archivbild). Bild: Mohamed Ben Khalifa/AP/KEYSTONE

Vor griechischer Küste: 17-jähriger Flüchtling vermutlich erschossen

Ein Schiff voll mit Flüchtlingen wird von der Polizei gestoppt, es fallen Schüsse. Am Ende ist ein Junge tot, drei Schleuser werden festgenommen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Mehr als 160'000 Flüchtlinge sind seit Jahresbeginn vor der griechischen Küste angekommen – die meisten unter lebensbedrohlichen Bedingungen, manche sterben auf den Booten oder Ertrinken bei der Anfahrt. Die griechischen Behörden sind heillos überfordert.

Nun ist bei einer Auseinandersetzung zwischen der griechischen Hafenpolizei und mutmasslichen Schleusern ein 17-jähriger Flüchtling ums Leben gekommen – vermutlich getötet durch einen Schuss.

Das griechische Handelsministerium spricht von einem «ernsthaften Zwischenfall», der sich ereignet habe, als ein Schiff mit etwa 70 Flüchtlingen von der türkischen Westküste vor der südöstlichen Insel Symi illegal in griechische Gewässer eingedrungen sei.

Die Waffe eines Polizisten gegriffen

Die griechische Hafenpolizei und Beamte der EU-Grenzschutzbehörde Frontex hätten demnach das Boot angehalten und seien an Bord gegangen. Während eines Handgemenges zwischen der Polizei und drei mutmasslichen türkischen Schleusern seien Schüsse gefallen. Wahrscheinlich dadurch sei ein 17-Jähriger an Bord getötet worden, zitiert das Ministerium einen Arzt des Gesundheitszentrums. Es seien Ermittlungen eingeleitet worden.

Die drei mutmasslichen Schleuser wurden den Angaben zufolge festgenommen. Einer habe zugegeben, dass er sich die Waffe eines Polizisten gegriffen und diesen damit verletzt habe.

Handelsmarineminister Christos Zois brachte seine Trauer über den Tod des jugendlichen Flüchtlings zum Ausdruck. Zugleich lobte er die Polizei für ihren «täglichen Kampf unter schwierigen Umständen, um Migranten zu helfen».

(stk/AFP)

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