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Lawmaker Yanis Varoufakis arrives at a parliament meeting in Athens, on Friday, July 31, 2015. Greek Prime Minister Alexis Tsipras defended his flamboyant former finance minister, Yanis Varoufakis, who came under heavy fire over claims he made — and confirmed after they were leaked — that he had drafted contingency plans for a parallel payment system that could have eased a euro exit. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

Bild: Thanassis Stavrakis/AP/KEYSTONE

«Keine gute Kombination» – Ex-Finanzminister Varoufakis äussert sich zu den Syriza-Rebellen (und nicht zu seinem Hemd)

Die neue linke Partei Laiki Enotita will der Syriza bei der Parlamentswahl am 20. September Stimmen abjagen. Auf die Hilfe von Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis müssen sie dabei aber verzichten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Laiki Enotita – Einheit des Volkes. So nennen die ehemaligen Syriza-Abgeordneten ihre Partei, mit der sie bei der griechischen Parlamentswahl am 20. September antreten. Yanis Varoufakis sieht sich offenbar nicht als Teil dieser Einheit, er wird sich der neuen Bewegung jedenfalls nicht anschliessen.

«Uns verbinden viele Gemeinsamkeiten und Sympathien. Ich mag sie, und ich glaube, sie mögen mich. Aber ich glaube, unter politischen Gesichtspunkten sind wir zu weit auseinander. Es wäre keine sinnvolle Kombination», sagte Varoufakis der «Welt».

Seine wichtigste Differenz mit Laiki Enotita betreffe Griechenlands Verbleib im Euro: «Für sie ist der Rückkehr zur Drachme eine Frage der Ideologie. Sie sind Sozialisten, und damit sympathisiere ich. Aber die Drachme hatten wir schon, und damals war Griechenland auch kein sozialistisches Land. Ich halte es für besser, im Euro zu bleiben, wenn auch nicht um jeden Preis. Aber ich bin ganz sicher nicht dafür, um jeden Preis zur Drachme zurückzukehren. Währungen sind kein Selbstzweck.»

«Risiko für jede geordnete Zusammenarbeit»

Zuvor hatten sich bereits Vertreter der neuen Linkspartei skeptisch über den ehemaligen Finanzminister geäussert. Varoufakis ändere seine Meinung «je nach Windrichtung» und sei damit ein «Risiko für jede geordnete Zusammenarbeit», hiess es aus Kreisen von Laiki Enotita.

«Ob ich in eine Regierung eintreten würde, würde ich von einem einfachen Kriterium abhängig machen: Ist ihre Wirtschaftspolitik tragbar?»

Yanis Varoufakis

Auf die Frage, ob er noch einmal in ein Kabinett unter Alexis Tsipras eintreten würde, antwortete Varoufakis: «Man sollte niemals nie sagen. Auf persönlicher Eben habe ich immer noch gute Beziehungen zu Alexis und vielen anderen innerhalb von Syriza. Ob ich in eine Regierung eintreten würde, würde ich von einem einfachen Kriterium abhängig machen: Ist ihre Wirtschaftspolitik tragbar?» (syd)

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