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epa03755053 An undated handout photograph by the British Ministry of Defence  showing an aerial image of the British Government Communications Headquarters (GCHQ) in Cheltenham, Gloucestershire, west central England. The Ministry of Defence state that GCHQ, in concert with Security Service (also known as MI5) and the Secret Intelligence Service (also known as MI6) plays a key role in combating cyber attack in the top tier of risks, alongside international terrorism, a major industrial accident or natural disaster, and international military crisis. Media reports on 22 June 2013 state that leaked documents from GCHQ allegedly claim that Britain is tapping fibre-optic cables that carry global communications and gathering vast amounts of data.  EPA/GCHQ / BRITISH MINISTRY OF DEFENCE / HANDOUT MANDATORY CREDIT: CROWN COPYRIGHT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Beim Geheimdienst in Grossbritannien ist man offenbar nervös. Bild: EPA

Russland und China haben angeblich Snowden-Dokumente geknackt – doch es bestehen Zweifel



Russland und China haben sich nach Medienberichten aus Grossbritannien Einsicht in die Geheimdienstdokumente verschafft, die der Enthüller Edward Snowden entwendete. Angeblich sind als Reaktion darauf sogar britische Agenten abgezogen worden.

Mechanismen zum Schutz der Daten seien von den beiden Ländern umgangen worden, berichtete die britische The Sunday Times in der Nacht auf Sonntag. Das Knacken der Daten habe den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 dazu gezwungen, Agenten aus laufenden Einsätzen in «feindlichen Ländern» abzuziehen. 

Snowden-Vertraute wie der US-Journalist Glen Greenwald zeigten sich allerdings äusserst skeptisch angesichts der «Enthüllungen».

Ryan Gallagher, der wie Greenwald für das Online-Medium The Intercept schreibt und nach eigenen Angaben die Snowden-Dokumente eingesehen hat, schloss sich Greenwalds Kritik an. In einem Blogbeitrag stellt er zudem unbequeme Fragen.

Agenten soll es gut gehen 

«The Sundy Times» berief sich auf Mitarbeiter des Büros von Premierminister David Cameron, des Innenministeriums und der Geheimdienste. Eine offizielle Stellungnahme war nicht zu erhalten.

Protesters supporting Edward Snowden, a contractor at the National Security Agency (NSA), hold a photo of Snowden during a demonstration outside the U.S. Consulate in Hong Kong, in this June 13, 2013 file photo. Broad U.S. government powers to collect personal data on Americans, such as travel and financial records, would be curtailed under a bill expected to win approval in the U.S. House of Representatives on May 13, 2015. The so-called the USA Freedom Act aims

Die Snowden-Dokumente geben immer neue Informationen preis.  Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Eine Quelle in der Downing Street, dem Sitz des britischen Premierministers, sagte dem britischen Rundfunk BBC, Russland und China seien im Besitz von Informationen, die zum Abzug der Agenten führten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass einem von ihnen etwas geschehen sei.

Seit zwei Jahren werden immer neue Informationen über die weltweiten Überwachungsaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA und seines britischen Verbündeten GCHQ bekannt. Grund: Der Ex-NSA-Mitarbeiter Snowden hat unzählige Dokumente darüber an sich gebracht und diese an Journalisten übergeben. (feb/sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ben_fliggo 15.06.2015 00:54
    Highlight Highlight Wieso übernehmt ihr die Meldung denn, wenn sie doch offensichtlich (siehe z.B. Glennwald Post) so ziemlich ein Lehrstück für Nicht-Journalismus ist? Diesmal wäre ein reisserischer Click-Bait Titel angebracht gewesen, aber einer der die Sunday Times so richtig in die Pfanne haut.

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