International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Britin an Nowitschok-Vergiftung gestorben – Partner weiterhin in kritischem Zustand

Die vergangene Woche mit einer Nowitschok-Vergiftung ins Spital eingelieferte Britin ist gestorben. Das teilte Scotland Yard am Sonntagabend mit. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes.

08.07.18, 23:24 09.07.18, 06:28


Die 44-jährige Frau aus Amesbury und ihr 45-jähriger Lebensgefährte waren am Samstag vor einer Woche mit Vergiftungserscheinungen ins Salisbury District Hospital eingeliefert worden. Sie hinterlässt drei Kinder. Der Mann ist weiter in einem kritischen Zustand, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich betroffen. «Ich bin entsetzt und geschockt», sagte sie einer Mitteilung zufolge.

Versehentlich vergiftet?

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Paar aus Amesbury versehentlich mit dem tödlichen Nervengift in Berührung gekommen war. Sie könnten laut Polizei einen kontaminierten Gegenstand mit den Händen berührt haben. Die beiden könnte demnach etwa ein Fläschchen oder eine Injektionsspritze mit Resten des Gifts gefunden haben, das beim Attentat auf die Skripals verwendet wurde. Britische Medien berichteten, dass beide Drogenkonsumenten gewesen seien.

Die Polizei sperrte sechs Areale in Amesbury und im 13 Kilometer entfernten Salisbury ab, in denen sich das Paar kurz vor den ersten Symptomen aufhielt. Dazu zählen eine Apotheke, eine Kirche und das Wohnhaus des 45-Jährigen. Das Hostel, in dem seine Freundin lebte, wurde evakuiert.

Dipolmatische Krise

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) waren vor vier Monaten bewusstlos auf einer Parkbank im benachbarten Salisbury entdeckt worden. Sie entkamen nur knapp dem Tod und leben inzwischen an einem geheimen Ort. Sie wurden ebenfalls im Salisbury District Hospital behandelt.

London bezichtigte Moskau, Drahtzieher des Anschlags gewesen zu sein. Nowitschok wurde in der früheren Sowjetunion entwickelt, später wurde damit aber auch in anderen Ländern experimentiert. Der Kreml streitet die Vorwürfe vehement ab. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus. Mehr als zwei Dutzend Länder wiesen russische Diplomaten aus. Russland reagierte ebenfalls mit Ausweisungen. (sda/dpa)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

Katastrophe von Bhopal

Das könnte dich auch interessieren:

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 09.07.2018 19:12
    Highlight Ist es nicht abscheulich, was alles getan wird, um Russland irgendwelche Missetaten vorzuwerfen, von denen Russland wahrscheinlich nicht einmal involviert war? Bevor hier noch irgendwelche weiteren Mutmassungen gemacht werden, soll London erst einmal handfeste Beweise liefern und zwar von einer unabhängigen Untersuchunungsbehörde- und ja lasst die USA aus dem Spiel, die haben damit schon einmal nichts zu tun und Russland kommt meiner Meinung nach auch nicht in Frage!!! Die Schuld liegt einzig und allein in London! Es ist Zeit, dass Niggel Farage das Zepter übernimmt!
    1 1 Melden
  • Raphael Stein 09.07.2018 00:56
    Highlight Was für ein Zufall. Und alles wieder so schön angerichtet und medienwirksam aufgehübscht.

    Was für Spitzbuben.
    32 46 Melden
  • walsi 09.07.2018 00:08
    Highlight Wenn es stimmt, dass Novitschok nicht lange haltbar ist, müsste dieses Gift von einer anderen Quelle Stammen, als damals bei Skripal. Wie erklärt sich das die britische Regierung?
    22 33 Melden
    • _kokolorix 09.07.2018 06:44
      Highlight Das war bei den ersten Versionen so. Inzwischen wurde die Haltbarkeit massiv verbessert.
      15 5 Melden
    • Randy Orton 09.07.2018 07:41
      Highlight Lies den Beitrag
      12 1 Melden
    • lilie 09.07.2018 09:03
      Highlight @walsi: Es gibt mehrere Varianten von Nowitschok. Die ersten Entwicklungen waren wohl nicht lagerungsfähig. In den 1980ern wurde dann aber eine Struktur entwickelt, welche sich lagern lässt. Seither ist vermutlich nur noch diese Variante im Einsatz:

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nowitschok (erstes Kapitel)
      10 1 Melden
    • lilie 09.07.2018 12:56
      Highlight @Radiochopf: Steht doch alles da: Erstens handelt es dich bei Nowitschok nicht um eine Substanz, dondern eine SubstanzGRUPPE. Daher haben die verschiedenen Substanzen auch verschiedene Eigenschaften. Dann ist die genaue chemische Struktur all dieser Substanzen gar nicht bekannt. Daher können auch die genauen Eigenschaften nicht untersucht werden. Die Strukturen sind nur wenigen Personen bekannt - und die dürfen nichts sagen. Es gibt einen Whistleblower, und fast alles, was man über Nowitschok weiss, stammt von ihm - aber selbst er hält sich in bestimmten Punkten bedeckt.
      4 1 Melden

Warum die SVP immer wieder daran scheitert, Gewalt gegen Polizisten härter zu bestrafen

Schon wieder scheiterte ein Vorstoss der SVP, der härtere Strafen für Gewalt gegen Beamte forderte. Experten halten solche Forderungen für kontraproduktiv.

Zürich, ein warmer Samstagabend im August: Vermummte FCZ-Hooligans greifen Zürcher Stadtpolizisten und Sanitäter an. Genf, ebenfalls ein Wochenende im August: Ein Polizist erleidet schwere Kopfverletzungen, weil er versucht, eine Schlägerei aufzulösen. Gegenüber dem Tages-Anzeiger sprach die Zürcher Stadtpolizeisprecherin Judith Hödl von einer «neuen Dimension der Gewalt». Gemäss einem Bericht des Bundesrats wurden 2016 8,63 Prozent aller Polizisten im Dienst Opfer von Gewalt.

«Muss …

Artikel lesen