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Alles ein grosser Betrug? Der Brexit im Schatten des Facebook-Datenskandals

Britische Behörden prüfen den Verdacht, dass das Referendum mit obskuren Geldmitteln und Hilfe der umstrittenen Datensammler von Cambridge Analytica gewonnen wurde. Auf Minister kommen unangenehme Fragen zu.

Jörg Schindler, London



26 Küsse, die nichts gebracht haben – die EU steckt in der Krise

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Whistleblower, der den Facebook-Datenskandal ins Rollen gebracht hat, hält den Brexit für gekauft. Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der EU sei mithilfe schwarzer Kassen und «Betrugs» erschwindelt worden, sagte der Datenanalyst Christopher Wylie in einem Gespräch mit dem SPIEGEL und mehreren europäischen Zeitungen. Und eine zentrale Rolle spiele dabei sein Ex-Arbeitgeber Cambridge Analytica, bei dem es sich um eine Art «privatisierte NSA» handele. «Die Integrität des gesamten Brexit-Prozesses steht infrage», so Wylie.

Wylie und der britische «Observer» hatten in der vergangenen Woche aufgedeckt, dass Cambridge Analytica rund 50 Millionen Daten von Facebook-Kunden unrechtmässig erworben hatte, um diese für den Wahlkampf von Donald Trump zu missbrauchen. Am vergangenen Donnerstag übergaben der 28-Jährige und zwei weitere Whistleblower der britischen Wahlkommission ein 46-seitiges Dossier sowie drei Aktenordner mit E-Mails und Zeugenaussagen, um die Verstrickung der Firma mit führenden Brexit-Strategen zu belegen. In der Nacht zum Samstag durchsuchten britische Behörden die Büros von Cambridge Analytica in London.

epa06624188 Cambridge Analytica's sign at their offices in London, Britain, 23 March 2018. Britain's Information Commissioner is awaiting a warrant to search the offices of Cambridge Analytica. The company is accused of using the personal data of 50 million Facebook members for its own campaigns during the US election and the Brexit referendum.  EPA/ANDY RAIN

Bild: EPA/EPA

Im Zentrum der Vorwürfe steht die offizielle Brexit-Kampagne «Vote Leave» um den heutigen Aussenminister Boris Johnson und den heutigen Umweltminister Michael Gove. Die Gruppe steckte nach eigenen Angaben rund 40 Prozent ihres gesamten Budgets in die obskure Datenanalysefirma AggregateIQ (AIQ). Das Unternehmen mit Sitz in Kanada sei aber nichts weiter als eine Ausgründung von Cambridge Analytica gewesen, die er selbst mitaufgebaut habe, sagt Wylie. «AIQ und Cambridge Analytica arbeiteten Hand in Hand» und hätten auch dieselben digitalen Werkzeuge benutzt.

Das Geschäftsmodell beider Firmen sei der Missbrauch von Daten, so der 28-Jährige. Es gehe darum, aus unzähligen Daten Persönlichkeitsprofile von Menschen zu erstellen, deren Vorlieben und Schwächen zu ergründen, um dann massgeschneiderte Werkzeuge für die psychologische Beeinflussung - das sogenannte Targeting - zu entwickeln. «Danach führt man die Menschen in einen Tunnel voller Fake News.»

Cambridge Analytica: Der Skandal einfach erklärt

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Video: watson/Emily Engkent, Corsin Manser

Vor der jüngsten US-Präsidentschaftswahl habe Cambridge Analytica auf diese Weise etwa «Paranoia vor dem Deep State» geschürt. So seien damals einzelne wirre Gerüchte umgegangen, wonach Präsident Barack Obama nicht zurücktreten werde und bereits Waffen im gesamten Land konfiszieren lasse, damit kein Widerstand gegen diesen Staatsputsch möglich sei. Diese Lügen habe Cambridge Analytica aufgegriffen, verstärkt und gezielt weiterverbreitet, so Wylie. Targeting sei auch der einzige Daseinszweck von AIQ und während des Brexit-Referendums massenhaft zum Einsatz gekommen.

Die «Vote Leave»-Kampagne steht zudem im Verdacht, vor dem Referendum 2016 deutlich mehr Geld investiert zu haben als es die britischen Wahlkampfregeln vorsehen. Weil die Obergrenze von sieben Millionen Pfund bereits erreicht war, soll «Vote Leave» eine Spende in Höhe von 625'000 Pfund auf Umwegen zu AIQ transferiert haben. Dafür sei die damalige Aktivistengruppe BeLeave benutzt worden, berichtet der «Guardian» unter Verweis auf einen weiteren Whistleblower. Die 625'000 Pfund seien offiziell bei BeLeave verbucht worden, tatsächlich auf direktem Weg von «Vote Leave» zu AIQ geflossen. «Sie haben eine Methode entwickelt, um viel mehr Geld als erlaubt ins Targeting pumpen zu können», sagt Wylie. Er sei kein ausgesprochen grosser Fan der Europäischen Union, so der in London lebende Kanadier - «aber Betrug ist Betrug».

Die Briten hatten seinerzeit mit 52 gegen 48 Prozent für den Brexit gestimmt. Ohne die fragwürdigen Machenschaften sei das «niemals möglich» gewesen, so Wylie, der am morgigen Dienstag vor einem Ausschuss des britischen Parlaments aussagen wird.

Wylies Anwältin Tamsin Allen sagte, der Vorwurf mehrerer «krimineller Handlungen» stehe im Raum. Das Referendum könne nicht mehr annulliert werden, aber der politische Schaden sei immens. «Womöglich ist der Wille des Volkes, auf den sich immer alle berufen, gekauft worden.»

«Vote Leave» bestreitet sämtliche Vorwürfe. «Unsere Daten sind nicht einmal in die Nähe von Cambridge Analytica gelangt», sagte ein Sprecher. Aussenminister Johnson bezeichnete die Anschuldigungen als «durch und durch lächerlich». Das Brexit-Referendum sei «fair, anständig und legal» gewonnen worden.

50 Millionen User betroffen

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 26.03.2018 20:21
    Highlight Highlight Was hier scheinbar viele übersehen,y ist die Tatsache, dass wenn man sowas zulässt, wir die Demokratie auch gleich abschaffen können.
  • Watson=Propagandahuren 26.03.2018 18:56
    Highlight Highlight Blöd, wenn Tools zur Meinungsmanipulation von anderen besser genutzt werden als von denen die sie überhaupt ins Leben gerufen haben ;-)

    Das Mimimi könnte man sich aber sparen. Es ist lächerlich.
  • ujay 26.03.2018 18:36
    Highlight Highlight Hellhörig muss auf jeden Fall machen, wenn die Windfahne Boris Johnson das Brexit Referendum als fair, anständig und legal bezeichnet.
  • einmalquer 26.03.2018 17:09
    Highlight Highlight Mit Geld kann man fast alles:

    "Gebt mir eine Million, und ich mache aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat.»

    Dieses "Zitat" ist alt, sagt aber viel über die Macht des Geldes und der damaligen Medien (Computer für jedermann gab es damals noch nicht)

    "Der Satz wird Rudolf Farner, dem Gründer der gleichnamigen PR-Agentur zugeschrieben. Dass er tatsächlich von ihm stammt, ist nicht belegt."

    http://www.tagblatt.ch/ostschweiz-am-sonntag/ostschweiz/Zum-Bundesrat-wird-man-nicht-geboren;art304158,4386232

  • Ökonometriker 26.03.2018 16:50
    Highlight Highlight Da haben aber ein paar Leute eine extrem elitäre Weltsicht. Wer hier lässt sich von Facebook und Co in seinem Wahlverhalten beeinflussen?
    Gerade die demografische Gruppe, die Facebook am meisten nutzt, war ja am stärksten gegen den Brexit...

    Die empirische Evidenz, dass man Wähler mit technischen Mitteln zuverlässig manipulieren kann, ist sehr dürftig.
  • Wilhelm Dingo 26.03.2018 16:20
    Highlight Highlight Immerhin haben alle WählerInnen die Möglichkeit der Beeinflussung von Facebook etc. zu entrinnen. Jeder ist frei zu wählen, welchen Medien er glaubt.
  • Hashtag 26.03.2018 15:49
    Highlight Highlight Der Spiegel lässt wieder mal durchblicken welche Haltung er hat und streut das Wort Betrug ein. Natürlich ist es kein Betrug im eigentlichen Sinne. Es ist jedoch bedenklich, dass mit solchen Mittel Einfluss auf solche Abstimmungen genommen wurde.

    Ich denke viele Menschen sind sich zu wenig bewusst wie manipulierbar eine Masse mit gezielter (Fehl-)information ist. Natürlich passiert dies früher ebenso, traurig ist einfach, dass wir es nicht schaffen durch neuere Technologien uns davon zu befreiend, sondern häufig die Manipulation noch zunimmt.

    • Wilhelm Dingo 26.03.2018 17:16
      Highlight Highlight @Hashtag: früher wie heute gilt: eigenes Hirn benutzen, kritisch bleiben und selber politisch aktiv sein.
    • mostlyharmless 26.03.2018 19:51
      Highlight Highlight Man kann doch durchaus von Betrug sprechen, sollte die erlaubte Obergrenze des Wahlkampfbudgets überschritten worden sein.
  • Posersalami 26.03.2018 15:42
    Highlight Highlight "Das Geschäftsmodell beider Firmen sei der Missbrauch von Daten, so der 28-Jährige. Es gehe darum, aus unzähligen Daten Persönlichkeitsprofile von Menschen zu erstellen, deren Vorlieben und Schwächen zu ergründen, um dann massgeschneiderte Werkzeuge für die psychologische Beeinflussung zu entwickeln."

    Das, meine Damen und Herren, beschreibt doch einfach das Geschäftsmodell von Facebook. Ich finde die Praxis scheisse, einen Missbrauch kann ich aber nicht erkennen, da ich das alles mit den AGBs abnicke. Kann mir das jemand erklären?
    • MSpeaker 26.03.2018 16:04
      Highlight Highlight Der Missbrauch ist hauptsächlich der, das eben Daten gesammelt wurden die nicht in den AGBs erwähnt wurden. Ausserdem wurden die Daten Dritter (die der Freunde) weitergegeben, natürlich ohne deren Einverständniss
    • Posersalami 26.03.2018 16:41
      Highlight Highlight Also ich hab mir mal AGBs besorgt von einer FB App und da war es mir klar, dass Daren von Dritten abgeschnorchelt werden. CA war also zu dumm zum AGBs schreiben? Hast du da einen Link der das beschreibt? Weil das ist eine offizielle Funktion, die FB seinen Kunden (damit sind nicht wir gemeint) anbietet.. offiziell, mit Dokumentation.
    • Watson=Propagandahuren 26.03.2018 18:57
      Highlight Highlight Es gibt ein belegtes Zitat von Sucki wo er alle die ihm Daten anvertrauen als "Dumbfucks" bezeichnet... ;)
  • TheGoon 26.03.2018 15:39
    Highlight Highlight nonoNO!
    User Image
  • bokl 26.03.2018 15:21
    Highlight Highlight "... Cambridge Analytica, ... eine Art «privatisierte NSA» ..."

    Macht ja eigentlich nur die Spiesse für beide Seiten gleich lang. Facebook, CA, usw. lenken doch nur von der wichtigen Frage ab:

    "Wer besitzt die Macht über die Daten?"

    Mögliche Antworten:
    1. Der Staat
    2. Die Privatwirtschaft
    3. Der Bürger

    Nachhaltig ist eigentlich nur Lösung 3. Aber auch am schwierigsten zu erreichen. Es hört ja nicht Tante Google auf. Auch die Infos der Geheimdienste gehören dem Bürger.

    Solange Lösung 3 nicht möglich ist, können wir uns nur entscheiden, von wem wir uns am liebsten manipulieren lassen.
    • Kaspar Floigen 26.03.2018 15:48
      Highlight Highlight Oder einfach nicht jeden Mist im Internet glauben, auch wenn er die eigenen Vorurteile bestätigt. Ich sehe bei der ganzen Manipulationssache immer noch jeden einzelnen selbstbestimmenden Menschen in der Verantwortung. Wer sich manipulieren lässt ist selber schuld. Cambridge Analytica macht im Grunde nichts Illegales.
    • Ton 26.03.2018 16:14
      Highlight Highlight Die Lösung 3 wird durch Blockchain/Tangle möglich. Wir werden dadurch wieder die Kontrolle über unsere Daten haben (so hoffe ich). Bis dahin gibts wirklich keine Lösung.
    • Ueli der Knecht 26.03.2018 22:02
      Highlight Highlight Ton: Blockchain und Tangle sind Distributed Ledger-Technologien. Damit wäre tatsächlich einiges möglich.

      Das Problem der Massen-Überwachung liegt aber tief im Internet begraben, im Design des Internets. Das lässt sich nicht flicken. Um diese Konzept-Fehler zu beseitigen, müssten wir das Internet ganz ersetzen, d.h. nicht nur sämticher Datentransport verschlüsseln, sondern auch verschleiern, so dass die Mittelsmänner (Router) nicht wissen können, wessen Daten, vom wem an wen sie transportieren. Dazu bräuchte es kein distributed Ledger. Es könnte aber helfen, den Datentransport abzurechnen.
  • aglio e olio 26.03.2018 15:21
    Highlight Highlight Da kommt der Brexitexit ohne Gesichtsverlust.
    ...
  • Dong 26.03.2018 15:15
    Highlight Highlight Demokratie heisst verlieren können! (Ich spreche aus Erfahrung...)
    Das ist oft bitter, aber den Absturz in solche Ausflüchte, dieses Leugnen aller Symptome, das ich noch viel schlimmer.
    • Gummibär 26.03.2018 16:38
      Highlight Highlight Ganz im Gegenteil, wir sehen die Symptome deutlich. Die Symptome einer Schwindsucht der Privatsphäre.
      Bankdaten, Steuerdaten, Einkaufsverhalten, Lesepräferenz, Aengste und Vorlieben , Diät, politische und gesellschaftliche Neigungen, Freundeskreis etc. etc. alles wird weltweit verschoben, vermittelt und verkauft.
  • Slavoj Žižek 26.03.2018 15:09
    Highlight Highlight Es werden alle Mittel aufgefahren um demokratische Entscheidungen rückgängig zu machen.
    • Nevermind 26.03.2018 15:47
      Highlight Highlight Ich hoffe es werden alle Mittel aufgefahren um demokratische Entscheide transparent zu halten, Manipulation in Zukunft zu erschweren und ein Bewusstsein bei der Bevölkerung zu wecken, dass sie für manche nur Manipuliermasse sind.

      Willkommen im Neuland.
    • Scaros_2 26.03.2018 16:01
      Highlight Highlight Nunja - Ich habe es schon einmal geschrieben.

      Im heutigen Zeitalter muss die Demokratie sich selbst fragen wann ein mensch wissentlich beeinflusst wurde einen demokratischen Entscheid zu fällen und wann nicht. Im Gegensatz zu früher kannst du dank der Digitalisierung ein ganzes Volk erreichen und damit Entscheide herbeiführen die nicht gewollt sind.

    • boexu 26.03.2018 16:26
      Highlight Highlight "Das Referendum könne nicht mehr annulliert werden" steht doch da...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 26.03.2018 15:01
    Highlight Highlight Also der Datenklau war sicher ungesetzlich. Aber die These, man könne Stimmbürger umpolen, indem man ihnen gezielten Mist verzapfe, scheint mir nicht glaubhaft. Das erinnert mich eher an Verschwörungstheorien.
    • Kaspar Floigen 26.03.2018 15:25
      Highlight Highlight Und selbst wenn man sie umpolen kann. Dies gehört halt auch zum demokratischen Prozess: Leute überzeugen!
    • bernd 26.03.2018 15:27
      Highlight Highlight Es geht doch nicht um umpolen. Es geht darum zu mobilisieren und anzustacheln. Bei Mehrheiten von 52% geht es nur darum, wer seine Unterstützer an die Urne bringt.
    • einmalquer 26.03.2018 15:34
      Highlight Highlight na ja Sheldon -
      bist ja noch jung.

      Wenn Du älter bist, darfst Du auch die WOZ lesen, und dann siehst Du, dass "umpolen" und beeinflussen auch in der Schweiz funktioniert.

      https://www.woz.ch/-803a

      Aus irgendeinem Grund wird Parteibesitzer Blocher so viele Gratisblätter gekauft haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Typu 26.03.2018 14:49
    Highlight Highlight Eher möglich als die trump wahl. Wird spannend.

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