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gatwick airport london

Der Londoner Flughafen Gatwick von oben, aufgenommen mit einer ... Drohne. Bild: jeffrey milstein/gatwick airport

Was wir zum Drohnen-Chaos in London Gatwick wissen – und was nicht



Der Vorfall hätte nicht zu unpassenderer Zeit kommen können: Zum Auftakt der Weihnachtsferien stören Unbekannte mit Drohnen den zweitgrössten Flughafen Englands. London Gatwick war für 32 Stunden lahmgelegt. Flüge von über 100'000 Passagieren wurden gestrichen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten in der Übersicht:

Was ist passiert?

Am Mittwochabend gegen neun Uhr tauchten auf dem Flugfeld des Flughafens London Gatwick zwei Drohnen auf. Zur Sicherheit wurde der Flugverkehr unterbrochen. Nachts um drei Uhr öffnete der Flughafen für kurze Zeit, bis abermals Drohnen auftauchten und alle Flüge wegen Sicherheitsbedenken gestrichen werden mussten. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, dass jemand aktiv den Flugbetrieb stören wolle. Als Unterstützung für die Polizei wurden sogar Militäreinheiten zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden über 50 Drohnensichtungen gemeldet. Am Freitagmorgen öffnete der Flughafen vorerst wieder seine Start- und Landebahnen.

«Jedes Mal, wenn wir kurz davor sind, den Piloten zu schnappen, verschwindet die Drohne. Wenn wir das Flugfeld wieder öffnen wollen, taucht die Drohne wieder auf.»

Superintendent Justin Burtenshaw zu BBC

Wie gross ist das Ausmass?

Am Donnerstag waren 115'000 Reisende betroffen, für Freitag wurden eigentlich weitere 126'000 Menschen in Gatwick erwartet. Trotz der Wiederöffnung des Flughafens am Freitag sind viele Flüge verschoben oder gestrichen worden. Vom Flughafen Gatwick hiess es, die Passagiere sollen sich vorläufig bei den Airlines erkundigen, ob ihr Flug auch tatsächlich stattfindet.

Wer steckt dahinter?

Das ist derzeit unbekannt. Von der Polizei gab es bisher keine Stellungnahme zum Sachverhalt. Unklar ist, ob bereits Drohnen gefangen oder Täter gefasst wurden. Ebenfalls unklar ist, ob es einer oder mehrere Täter sind. Auch die exakte Anzahl von eingesetzten Drohnen kann nicht abgeschätzt werden.

Wieso wurde die Drohne nicht einfach abgeschossen?

Anfangs wollte die Polizei aufgrund Sicherheitsbedenken keine Schusswaffen einsetzen. Verirrte Kugeln könnten Kollateralschäden verursachen. Am Donnerstagabend gaben die Beamten jedoch bekannt, dass der Abschuss der Drohne als «taktische Option» in Betracht gezogen werde.

Wie «groundet» man eine Drohne?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die holländische Polizei trainierte Adler, um Drohnen vom Himmel zu holen. Allerdings wurde das Programm wieder abgesetzt, da Vögel zu unberechenbar sind und zu viele Kosten verursachen. Die französische Polizei setzt Netze ein, um Drohnen einzufangen. Und amerikanische und chinesische Einsatzkräfte verwenden Laser, um Drohnen zu zerstören. Das Problem hierbei: Die Drohne stürzt vom Himmel und kann so Schäden anrichten.

Hier holt ein Adler eine Drohne vom Himmel:

Welche Drohne wurde verwendet?

Bei den mindestens zwei Drohnen handelt es sich nach Einschätzung der Polizei nicht um Hobby-Fluggeräte. Sie seien vielmehr für den professionellen Einsatz bestimmt. «Das ist eine präzise geplante Aktivität, die darauf ausgelegt wurde, den Flughafen lahmzulegen und maximale Behinderungen in der Vorweihnachtszeit zu bringen», teilte Gatwick-Geschäftsführer Stewart Wingate mit.

Das passiert, wenn eine Drohne mit einem Flugzeug kollidiert

(jaw/sda)

Die positiven Aspekte von Drohnen: Rehrettung mittels Flugroboter

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 21.12.2018 12:01
    Highlight Highlight Feuerwerfer vom Helikopter? Die verkohlte Drohne wird wohl über Flughafengebiet runterfallen da ich annehme, da sie wohl dort waren. Finde ich unerhört, dass man dies 32h mitspielt.
  • Iltis 21.12.2018 11:14
    Highlight Highlight Hört mal auf mit diesen armen Adlern. Schon eine mittelgrosse Drohne verletzt das Tier schwer, die Rotoren machen Scheibchen aus den Krallen.
    2,4 bzw 5 ghz band jammer?
  • Leckerbissen 21.12.2018 10:55
    Highlight Highlight Ist die britische Polizei nicht auch diese, welche unbewaffnet auf Verbrecherjagd geht? Wundert mich nichts mehr dort oben/drüben auf der Insel
    • Pafeld 21.12.2018 12:10
      Highlight Highlight Sie verwechseln Bobbys mit echten Polizisten...
    • SemperFi 21.12.2018 15:14
      Highlight Highlight @Pafeld: Bobbies sind echte Polizisten. Es braucht keine Waffe um Polizist zu sein.
  • Der Bojenmensch 21.12.2018 10:29
    Highlight Highlight Alle Drohnen kommunizieren in einem definierten Frequenzband. Es kann doch nicht so unlösbar sein zu warten bis die Drohne an einem ungefährlichen Ort ist, und diese dann kontrolliert durch Frequenzüberlagerung zum Absturz zu bringen... oder alternativ einen dazugehörigen Sender zu orten... Triangulation Ist nichts wirklich neues... vor 30 Jahren konnte die PTT das auch schon...
    • Silverstone 21.12.2018 11:05
      Highlight Highlight Dreamer... Das sind digitale verschlüsselte Signale. Die kann man nicht mehr so einfach "jammen" wie vor 30 Jahren.
      Ausserdem wird es schwierig dafür offiziell eine Genehmigung zu kriegen. Ob der Absturz jetzt sicher ist oder nicht.
    • Der Bojenmensch 21.12.2018 11:21
      Highlight Highlight Auch digitale verschlüsselte Signale lassen sich überlagern. Ich will ja nicht den Inhalt entschlüsseln - das wäre eher sinnlos.

      Und Prios muss jede Regierung für sich selber setzen - ein 5-minütiger Puls dürfte jetzt nicht gerade die Pole umkehren...
    • Silverstone 21.12.2018 11:36
      Highlight Highlight So einfach ist das schon nicht.
      1. Kommunizieren nicht alle Drohnen auf einem definierten Frequenzband. Das geht bei 800mhz los, und hört erst bei 5.8Ghz auf...
      2. Wollen sie den gesamten Frequenzbereich jammen, braucht das eine Sendeleistung, welche definitiv Gesundheitsschädigend ist = Kollateralschaden und zusätzlich werde noch alle WLANS im Umkreis "gekillt". Evtl. sind da auch sicherheitsrkitische vom Flughafen betroffen.
      Denn wie wir alle wissen senden WLAN's im Bereich von 2.4 und 5.8 GHz. Beliebte Frequenzen für Funkfernsteuerungen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 21.12.2018 10:19
    Highlight Highlight 3 mögliche Täter:

    1. Lausbuben

    2. Russische Lausbuben

    3. Brexit Lausbuben
    • Eine_win_ig 21.12.2018 10:29
      Highlight Highlight Fluglärmgegner, Ökoaktivisten,.... die Liste ist lang...
    • Pafeld 21.12.2018 12:23
      Highlight Highlight Warum sollen Brexitler den Flugverkehr des zweitwichtigsten britischen Flughafens lahmlegen wollen? Einmal vom standardmässigen Dachschaden der Brexitler abgesehen?
    • tripod 21.12.2018 14:50
      Highlight Highlight Bisher spricht vieles für Nummer 1, mit einer Ergänzung: Ökoterroristische Lausbuben 😉
  • sephiran 21.12.2018 10:02
    Highlight Highlight "Die holländische Polizei trainierte Adler, Drohnen vom Himmel zu holen. Allerdings wurde das Programm wieder abgesetzt, da Vögel zu unberechenbar sind und zu viele Kosten verursachen." was für eine schnapsidee xD

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