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epa07012862 British Prime Minister Theresa May hosts a round table with business leaders at the Zero Emission Vehicle Summit in Birmingham, Britain, 11 September 2018. The summit will be attended by political leaders and representatives from industry in the aim of creating further development in the zero emissions vehicle market. Prime Minister May attends the summit whilst the UK's exit from the European Union (EU) continues to be negotiated.  EPA/WILL OLIVER

Premierministerin Theresa May bereitet sich auf einen «No-Deal-Brexit» vor. Bild: EPA/EPA POOL

Verhandlungen mit EU harzen weiterhin – Grossbritannien bereitet No-Deal-Brexit vor

13.09.18, 22:58 14.09.18, 06:28


Die britische Regierung will ihre Vorbereitungen für einen Brexit ohne Abkommen beschleunigen. Darauf einigte sich einem Regierungssprecher zufolge das Kabinett von Premierministerin Theresa May bei einer Sondersitzung am Donnerstag.

Primäres Ziel sei es aber, ein Austrittsabkommen mit Brüssel auf Grundlage der britischen Vorschläge zu erarbeiten, teilte der Sprecher mit.

An der dreieinhalbstündigen Kabinettssitzung im Regierungssitz Downing Street soll nach Medienberichten auch Notenbankchef Mark Carney zeitweilig teilgenommen haben. Erst zu Beginn der Woche war bekannt geworden, dass er nun doch länger als geplant an der Spitze der Bank of England bleibt, um «einen geordneten und erfolgreichen» EU-Austritt zu unterstützen.

Grossbritannien scheidet am 29. März 2019 aus der Europäischen Union aus. Die Verhandlungen laufen bisher aber nur schleppend. Sollten sie scheitern, droht in vielen Bereichen Chaos.

No-Deal-Brexit mit Folgen

Das ist nach Ansicht der Ratingagentur Moody's wahrscheinlicher geworden, wie aus einem Bericht der Agentur vom Donnerstag hervorgeht. Ein so genannter No-Deal-Brexit hätte zudem «substanzielle negative Folgen» für die britische Wirtschaft und die Wirtschaft in einigen EU-Ländern, heisst es darin. Am schlimmsten betroffen wären dem Bericht zufolge Autobauer, Fluggesellschaften und die Chemiebranche.

Zunächst würde es zu einem erneuten heftigen Wertverfall des britischen Pfunds kommen, schreiben die Moody's-Experten. Konsumentenpreise würden in die Höhe schiessen, Reallöhne sinken und die Arbeitslosigkeit steigen. Die Kauflust der Konsumenten würde abflachen, heisst es: «Es gibt eine echte Gefahr, dass Grossbritannien sehr schnell in eine Rezession fällt.»

Regierung veröffentlicht Hinweise

Auch die britische Regierung veröffentlichte am Donnerstag Hinweise für den Fall eines No-Deal-Szenarios. Beispielsweise könnte das Reisen in Europa für britische Staatsbürger künftig erheblich beschwerlicher werden.

Für Autofahrten in der EU müssten sich Briten dann internationale Führerscheine ausstellen lassen. Bislang reicht der britische Führerschein auch als Fahrerlaubnis in allen anderen EU-Ländern aus. Briten, deren Reisepässe weniger als sechs Monate gültig sind, müssten zudem damit rechnen, bei der Einreise in die EU abgewiesen zu werden, warnte London.

Der Einschätzung Londons zufolge könnten künftig auch wieder erhebliche Roaminggebühren für britische Handynutzer im Ausland und nahe der Grenze zu Irland anfallen. Mehrere Mobilfunkanbieter teilten bereits mit, freiwillig auf die Gebühren zu verzichten. Die hohen Zusatzkosten für Datennutzung mit dem Mobiltelefon im Ausland waren im Juni vergangenen Jahres innerhalb der EU abgeschafft worden. (sda/dpa)

Brexit-Referendum

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • kafifertig 14.09.2018 16:58
    Highlight Eine Scheidung ohne einvernehmliche Scheidungsvereinbarung ist sehr oft für einen der Geschiedenen die weitaus bessere Option, trotz langer und teurer Gerichtsverfahren.

    Grossbritannien ist gut beraten, die unverblümte Konfrontation mit der EU nicht zu scheuen.
    Lieber sich eine blutige Nase holen, als kampflos seine Würde und seinen Besitz preiszugeben.
    4 3 Melden
  • reaper54 14.09.2018 08:54
    Highlight Mh verstehe nicht wiso sie wegen den Reisen so ein drama machen. Die Briten haben bei Schengen onehin einen Sonderstatus, wiso alles so kompliziert machen und sie diesen Status nicht einfach behalten lassen?
    Die Sicherheit kann kein Argument sein, ansonsten müsste man Spanien, welches Schengen Visa faktisch Verschenkt, schon lange hinauswerfen...
    4 10 Melden
  • Sheldon 14.09.2018 07:41
    Highlight So wird aus Great Britain Little Britain. Zum Kotzen irgendwie.
    11 1 Melden
    • AdiB 14.09.2018 08:52
      Highlight War kürzlich in london und muss sagen, little britain ist keine satire sondern realität. So wieviel ich mich über die aroganz der leute aufregte soviel gabs auch zum lachen.
      7 1 Melden
  • Jaklar 14.09.2018 06:04
    Highlight Dramatisch! Aber es hat auch seine guten seiten. Die britten sehen, dass alles einen preis hat. Und für die schweiz gibt es auch etwas zu lernen.
    Vielleicht wird es gar nicht so schlimm. Ein bisschen mehr arbeitslosigkeit, wohlstandsverlust und eingeschränkte reisemöglichkeit sind doch verkraftbar, wenn man dafür unabhängig von der eu wird. a;)
    15 4 Melden
    • kafifertig 14.09.2018 17:03
      Highlight Natürlich hat alles seinen Preis. Und der ist es meistens auch wert.
      3 2 Melden
  • meliert 14.09.2018 03:38
    Highlight das sind alles Spekulationen und Drohungen - Fakt ist, die Europäer brauchen die britischen Konsumenten, z.B. 20% der deutschen Autoproduktion geht jetzt noch nach GB. Es wird sich „einschleifen“, wenn sich sogar die kleine CH mit der EU arrangieren kann trotzt den ewigen Drohungen, dann erst recht GB. Es geht immer irgendwie weiter, das „Gebilde“ EU ist halt nicht mehr attraktiv für sehr viele europäische Bürger, wer in der EU herumkommt, hört dies genug oft, man gehe nur mal zu unseren Nachbarn DE und AT!
    6 20 Melden
    • Astrogator 14.09.2018 10:46
      Highlight "das „Gebilde“ EU ist halt nicht mehr attraktiv für sehr viele europäische Bürger, wer in der EU herumkommt, hört dies genug oft, man gehe nur mal zu unseren Nachbarn DE und AT! "

      die Fakten dazu: https://bit.ly/2kpELIr
      4 2 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 14.09.2018 11:45
      Highlight "20% der deutschen Autoproduktion geht jetzt noch nach GB"

      Und wie viele dieser deutschen Autos werden in GB produziert? Heute? in Zukunft?
      6 1 Melden
    • meliert 14.09.2018 13:27
      Highlight Astrogator: sind Sie einer der solche Umfragen glaubt? 1000 Personen pro Land! Schauen Sie nur an die Umfragen bei uns vor Wahlen/Abstimmungen welche daneben liegen.

      20% der deutschen Autos PRODUZIERT in DE gehen nach GB!
      3 0 Melden
    • B-Arche 14.09.2018 15:35
      Highlight "They need us more than we need them" die 7573835te?

      Die EU verliert 8% Absatzmarkt, UK verliert 30% im schlimmsten Falle.

      Theresa Mays Taktik die EU Staatschefs gegeneinander auszuspielen scheiterten. Die Hardliner Versuchen es noch immer und stützen die Anti EU Parteien im EU Parlament. UK ist für Brexit sogar bereit die EU zu zerstören wenn das sie besser stellt.

      Die Schweiz sollte ganz genau aufpassen da nicht mitzuspielen so a la "Finanzachse Zürich London, wir nehmen die EU in die Zange" (die Idee war schon Mal da von Brexit Hardlinern).
      4 3 Melden
    • kafifertig 14.09.2018 17:24
      Highlight @B-Arche
      Die EU verlor vor allem einen der grössten Nettobeitragszahler.

      Die grössten Exportländer von UK sind:
      1. USA 14%
      2. D 10 %
      3. F 6 %
      4. NL 6 %
      6. IRL 5 %
      7. China 5 %
      8. CH 5 %

      Die grössten Importländer von UK sind.
      1. D 14 %
      2. China 10 %
      3. USA 8 %
      4. NL 7 %
      5. F 6%
      7. B 5 %
      8. I 4 %

      Wie man sieht, existiert die EU nicht als Land in den Handelsstatistiken. Weil sie nur so ein komischer Verein ist.

      UK weist ein Handelsdefizit auf von über 200 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet, dass die EU-Mitglieder viel Geld verlieren, wenn sie keinen Handel mehr mit UK treiben.
      2 1 Melden
    • meliert 15.09.2018 13:35
      Highlight kafifertig: spot on
      B-Arche: nonsense
      1 1 Melden
  • Posersalami 14.09.2018 01:25
    Highlight Tja, das ist dann wohl Pech. Immerhin ist der Bürger selbst Schuld an dem Schlamassel. Wer sich von Demagogen und Lügnern einlullen lässt, hat es nicht anders verdient.
    16 4 Melden
  • B-Arche 14.09.2018 00:15
    Highlight Sie nehmen tatsächlich das Wiederaufflammen des Irlandkonflikts in Kauf wegen ihres bescheurten Brexit. Das ideologisch sture daran Festhalten trotz aller Fakten und Expertenrat ist einfach unglaublich.

    Die Bevölkerung hat nicht einmal ein Recht darauf abzustimmen ob diese Art des Brexit in Ordnung für sie ist.

    51% vs 49% - und man nimmt fundamentale Rechte allen Briten entziehen und macht Auslandsbriten das Leben zur Hölle, ruiniert Wirtschaftsbeziehungen und fährt ungebremst in den Abgrund.

    Aber immer brav Splendid Britain und der ewige Glaube das alte Commonwealth stünde wieder auf.
    85 30 Melden
    • Mizzi 14.09.2018 05:50
      Highlight Demokratie ist Demokratie. Auch wenn dir das schwer fällt.
      Die Geschichte wird uns zeigen welcher der bessere Weg gewesen wäre/war.

      Mach dir doch unterdessen ein paar Popcorn und geniess die Show
      6 8 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 14.09.2018 11:46
      Highlight "Die Geschichte wird uns zeigen welcher der bessere Weg gewesen wäre/war." Genau. Für dieses Experiment sind wir den Briten unendlich dankbar.
      9 0 Melden
    • B-Arche 14.09.2018 15:23
      Highlight Mizzi: Es ist für mich keine Demokratie wenn beispielsweise in Deutschland eine Volksabstimmung ergäbe dass ich als Deutscher Staatsbürger der seit Jahren im nicht EU Ausland lebt plötzlich alle Rechte verlieren würde und sofort nach Deutschland zurückkehren müsse oder eine hohe Strafsteuer bezahlen. Vor allem weil ich nicht einmal darüber abstimmen dürfte.

      Aber exakt so geht es den Briten die im Ausland leben.

      2 1 Melden
    • kafifertig 14.09.2018 16:54
      Highlight Ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs in Irland, wäre extrem teuer und extrem unpopulär. Kein britischer Politiker kann sich das leisten.
      0 1 Melden
  • Juliet Bravo 13.09.2018 23:49
    Highlight Wird wohl das tragische Wort des Jahres, im Duden dann:

    No Deal Brexit, der

    Anglizismus; Politikjargon

    Schiffbruch auf Grund von Spaltung der Gesellschaft und Verführung der Stimmbürger (-> Social Media) zu Kurzschlusshandlungen in der Absicht, an der Urne (-> Abstimmung, -> Brexit) Denkzettel zu verteilen.
    55 28 Melden

Kein Witz: Wegen Brexit droht Grossbritannien ein Sperma-Engpass

Sollte Grossbritannien ohne ein Abkommen aus der EU ausscheiden, droht dem Land ein Engpass an Sperma für die künstliche Befruchtung. Nach Regierungsangaben werden die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen der Europäischen Union zur Einfuhr von Samen nach dem Ausscheiden des Landes aus der EU in Grossbritannien nicht mehr gelten.

Samenbanken müssten dann «neue schriftliche Vereinbarungen mit massgeblichen EU-Einrichtungen» treffen.

Die Zahl der Samenspenden in Grossbritannien ist stark …

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