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In meiner Freizeit bin ich Rottweiler: Wenn Mensch Hund sein will

In ihrer Freizeit verkleiden sich «Human Puppies» als Hunde. In engen Kostümen krabbeln sie durch ihre Wohnungen oder gehen mit ihren Herrchen Gassi im Park. Der Fotograf Erik Messori hat sie begleitet.



Ein Artikel von

Spiegel Online

«Chip» ist 48 Jahre alt, hat zwei Kinder und verbringt seine Freizeit meist als Rottweiler. Der Gastronom aus Guildford, südwestlich von London, zieht sich abends gerne ein Elastankostüm mit wackelndem Schwanz an und streift auf allen Vieren durchs eigene Wohnzimmer.

Er bellt und knurrt und schnüffelt. «Es ist eine unglaubliche Befreiung», sagt der Mann über sein Hobby. Seine Kinder haben sich offenbar an seine Passion gewöhnt: Während Dad im Wohnzimmer herumtollt, beschäftigen sich seine zwei Söhne, beide Teenager, in ihren Zimmern.

«Chip», der eigentlich anders heisst, ist nur einer von vielen «Human Puppies» («Menschliche Welpen»), die Fotograf Erik Messori und Reporter Peter Wilson in England besucht haben. In Grossbritannien verkleideten sich besonders viele Menschen als Hunde, berichten die Journalisten.

Messori und Wilson sprachen mit Wissenschaftlern und Psychologen. Ihr Ergebnis: Die Szene habe sich entwickelt und dadurch mehr Anhänger gewonnen. Anfangs sei es noch um einen sexuellen Fetisch gegangen, mittlerweile verkleideten sich viele, weil es Spass mache – und man so aus dem Alltag ausbrechen könne.

Auch in die Öffentlichkeit wagen sich die Rollenspieler, lassen sich etwa von ihrem Herrchen an der Leine durch den Park führen. Gerade Teenager seien manchmal aggressiv, erzählt einer. Und echte Hunde: Wenn er «Bio-Hunde» treffe, würden sie wie verrückt bellen, erzählt «Chip» den Journalisten.

Der Sex im Kopf

Die Reporter haben die «Human Puppies» durch ihren Alltag begleitet, ihre Fotos zeigen, wie ernst die Protagonisten ihre Rolle nehmen – und wer hinter den Masken steckt.

Hier noch ein Video der «Spot»

abspielen

Video: YouTube/Channel 4

jpz

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fly Baby 07.11.2016 10:18
    Highlight Highlight Sind die stubenrein?

  • Masta Ace 07.11.2016 08:43
    Highlight Highlight So ein Seich. Das sind wahrscheinlich 0.000000000001% aller Menschen, die das aufgrund psychischer Störungen "ausleben", aber die Medien ziehen daraus wieder ihren Nutzen.
  • niklausb 07.11.2016 04:54
    Highlight Highlight Jedem Tierchen sein pläsierchen
  • lilas 06.11.2016 21:43
    Highlight Highlight "Seine Kinder haben sich offenbar an seine Passion gewöhnt: Während Dad im Wohnzimmer herumtollt, beschäftigen sich seine zwei Söhne, beide Teenager, in ihren Zimmern"... ja bitte..sollen sie sich das etwa reinziehen? Ein bellender schnüffelnder Papa auf dem Wohnzimmerboden?J edem sein Fetisch aber bitte lasst das die Kinder nicht miterleben, sorry aber da stösst meine Toleranz an ihre Grenzen
    • niklausb 07.11.2016 09:17
      Highlight Highlight Grundsätzlich gehe ich mit dir eins dass die Kinder einen fetisch nicht miterleben sollen aber ist es ein fetisch wenn das ganze keinen sexuellen hintergrund hat?
    • lilas 07.11.2016 11:19
      Highlight Highlight Kann sein dass es dann anders genannt wird. Dennoch sollten Kinder ihre Eltern nicht so erleben müssen..gerade im teeniealter finden sie ja oft sowieso dass die eltern peinlich seien, was aber empfinden sie wohl bei einem jaulenden Papa?

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