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epa04690429 (L-R): Green Party leader Natalie Bennett, followed by Liberal Demorcrats leader Nick Clegg, Ukip's Nigel Farage, Labour leader Ed Miliband, Plaid Cymru leader Leanne Wood, Scottish National Party's Leader Nicola Sturgeon and Conservative leader David Cameron, during the live television debate of the United Kingdom party leaders hosted by British tv station ITV, at the Salford Media Centre in Greater Manchester, northern England, late 02 April 2015. The live head-to-head tv debate features the leaders of seven parties – Conservative, Labour, UKIP, Liberal-Democrats, Green Party, Plaid Cymru (Wales) and  Scottish National Party - and will be the only one taking place before the British General Election on 07 May. The result is expected to be a close run thing by the ruling Conservatives and opposition Labour Party.  EPA/KEN MCKAY / ITV / REX Please note this image is available for immediate publication.
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Bild: EPA/ITV / REX FEATURES

Schottenpartei überraschend Siegerin nach TV-Debatte um Parlamentswahl in Grossbritannien

Die Spitzenkandidaten von sieben britischen Parteien haben sich in einer TV-Debatte einen leidenschaftlichen Schlagabtausch geliefert. Einige Aussenseiterkandidaten konnten gemäss Umfragen punkten. Die Ausgangslage vor den Wahlen am 7. Mai ist offen.



Eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov direkt nach der Debatte sah überraschend die Vorsitzende der schottischen Unabhängigkeitspartei SNP, Nicola Sturgeon, als klare Siegerin mit einer Zustimmung von 28 Prozent.

Ein zweiter Stelle folgte der Rechtspopulist Nigel Farage von der United Kingdom Independence Party (UKIP). Premierminister David Cameron lag in dieser Umfrage knapp vor seinem sozialdemokratischen Herausforderer Ed Miliband an dritter Stelle. Eine andere Umfrage des Instituts ICM sah Herausforderer Ed Miliband knapp vor Amtsinhaber Cameron.

Es war die einzige Fernsehdebatte, in der konservative Premierminister Cameron und Miliband von der sozialdemokratischen Labour-Partei direkt aufeinandertrafen. Cameron hat ein Duell mit Miliband, wie es von der Öffentlichkeit gefordert worden war, abgelehnt. 

Richtungswahl für Grossbritannien

Cameron, der wegen der Sparpolitik seiner Regierung in der Debatte am Donnerstagabend viel Kritik einstecken musste, stellte sich als Garanten für die Sicherheit dar. «Meine Agenda besteht im wesentlichen in einem Wort: Sicherheit», sagte Cameron zum Ende der Debatte. «Lassen Sie uns das tun, was funktioniert.»

«Wollen wir ein Grossbritannien, das die arbeitende Bevölkerung an erster Stelle sieht – oder machen wir mit einer Regierung weiter, die nicht auf Ihrer Seite steht?»

Ed Miliband

Sein grösster Rivale, Ed Miliband von der oppositionellen Labour-Partei, positionierte sich als Verfechter der Rechte der Arbeitnehmer und bezeichnete den Urnengang am 7. Mai als Richtungswahl. «Es gibt eine grundlegende Entscheidung bei dieser Wahl», sagte Miliband. «Wollen wir ein Grossbritannien, das die arbeitende Bevölkerung an erster Stelle sieht – oder machen wir mit einer Regierung weiter, die nicht auf Ihrer Seite steht?»

Farage gegen den Rest

Ein besonders kontroverses Wahlkampfthema neben der von Labour angeprangerten sozialen Ungleichheit ist die EU-Mitgliedschaft Grossbritanniens sein. Während Cameron bei einem Wahlsieg bis Ende 2017 ein Referendum über den Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union abhalten will, bekennt sich Labour klar zur EU.

«Sie verstehen nicht, was die einfachen Leute in diesem Land denken, hoffen und erstreben.»

Nigel Farage

Der EU-Gegner und Ukip-Vorsitzende Nigel Farage machte in der Debatte Front gegen die etablierten Parteien: «Was Sie heute Abend erlebt haben, ist die politisch korrekte Politiker-Riege», sagte Farage. «Sie verstehen nicht, was die einfachen Leute in diesem Land denken, hoffen und erstreben.»

Miliband mit mehr Optionen

Die Parlamentswahl am 7. Mai gilt als die knappste seit Jahrzehnten. Umfragen sehen die beiden grossen Parteien Kopf an Kopf. Wahlforscher sehen aufgrund des britischen Wahlsystems leichte Vorteile für Miliband. Er hat mehr Optionen hinsichtlich Bündnissen mit anderen Parteien als Cameron.

Alle Umfragen sagen bisher voraus, dass eine absolute Mehrheit höchst unwahrscheinlich erscheint. Auch eine Fortsetzung der bisherigen Koalition von Konservativen und Liberaldemokraten würde derzeit rechnerisch keine ausreichende Mehrheit bekommen. (sda/dpa/afp)

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