DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Niederländischer Gynäkologe zeugte heimlich in vitro 17 (oder noch mehr) Kinder

06.10.2020, 15:15
Bild: shutterstock

Ein inzwischen gestorbener Gynäkologe hat in den Niederlanden bei der künstlichen Befruchtung von Frauen mindestens 17 Kinder gezeugt. Wie die Isala-Klinik in Zwolle am Dienstag mitteilte, hatte Jan Wildschut sein eigenes Sperma zur künstlichen Befruchtung eingesetzt.

Seine Patientinnen liess er im Glauben, es stamme von anonymen Spendern. Die Klinik sprach von einem «moralisch inakzeptablen» Verhalten.

Wildschut arbeitete von 1981 bis 1993 in der Klinik, diese erfuhr aber erst Ende 2019 von den Vorgängen. Aus Gründen der Transparenz habe sie sich nun entschlossen, gemeinsam mit der Familie des Arztes und den von ihm gezeugten Kindern an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Spitavers schloss nicht aus, dass er der leibliche Vater von noch mehr Kindern sein könnte.

Nach einem Bericht der Lokalzeitung «De Stentor» fand eines der per künstlicher Befruchtung gezeugten Kinder über eine kommerzielle Datenbank heraus, dass es dieselbe DNA besitzt wie eine Nichte des 2009 gestorbenen Gynäkologen. «Wir hätten niemals gedacht, dass er selbst der Samenspender sein könnte», berichtete ein ungenanntes Elternteil. Wildschut habe immer sehr «freundschaftlich, engagiert und ehrlich» gewirkt.

Die zuständige Kontrollbehörde IGJ will nach eigenen Angaben aber keine Ermittlungen in dem Fall aufnehmen, weil die Vorgänge in einem Zeitraum liegen, in dem derartige Behandlungen noch ungeregelt waren. Erst im vergangenen Jahr hatte es in den Niederlande einen Skandal gegeben, als durch DNA-Tests herauskam, dass der frühere Leiter einer Samenbank vielfach sein eigenes Sperma statt das von Spendern verwendet und so 49 Kinder gezeugt hatte. (aeg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

24 Cartoons über das Eltern-Dasein

1 / 26
24 Cartoons über das Eltern-Dasein
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schwangere sind wie eine Epidemie

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vor zwei Wochen infizierte sich Bolsonaros Guru mit dem Coronavirus – jetzt ist er tot

Der als Guru des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro geltende Olavo de Carvalho ist im Alter von 74 Jahren in den USA gestorben. «Mit grossem Bedauern teilt die Familie von Professor Olavo de Carvalho die Nachricht von seinem Tod am Abend des 24. Januar in der Region von Richmond, Virginia, mit, wo er im Krankenhaus lag», hiess es in einem Tweet auf dem Profil Carvalhos am Dienstag. Die Todesursache wurde darin nicht genannt.

Zur Story