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Szenen, die nachdenklich machen: Ein junger Parade-Teilnehmer wird von einem Wasserwerfer regelrecht umgenietet. YouTube/RT

«Nicht genehmigt – befürchteten Störaktionen anderer Gruppen»: So rechtfertigen die Behörden die Polizeigewalt gegen die Gay Pride in Istanbul



Die türkischen Behörden haben den Gewalteinsatz der Polizei gegen die Homosexuellen-Kundgebung in Istanbul gerechtfertigt. Das Eingreifen der Beamten am Sonntag sei angemessen gewesen, erklärte das Istanbuler Gouverneursamt nach Presseberichten vom Montag.

Die Beamten waren mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen gegen Teilnehmer der Gay Pride Parade im Zentrum von Istanbul vorgegangen. Am Marsch für mehr Rechte für Schwule und Lesben hatten auch die Istanbuler Konsuln von Frankreich, Grossbritannien und den USA teilgenommen.

Keine Verletzte? Augenzeugen widersprechen Polizei

Das Gouverneursamt erklärte, die Kundgebungsteilnehmer hätten keine Genehmigung für die Veranstaltung gehabt. Zudem habe es Hinweise auf mögliche Störaktionen anderer Gruppen gegeben. Bei der gewaltsamen Auflösung des Marsches habe es keine Verletzten gegeben, erklärte die Behörde weiter. 

Augenzeugen hatten dagegen von mindestens fünf Verletzten gesprochen. Im Internet und einem Teil der türkischen Medien stiess das Vorgehen der Polizei auf scharfe Kritik. (sda/afp)

Istanbul: Tränengas und Wasserwerfer gegen LGBT-Parade

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