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Was für ein Sieg! Das erzkatholische Irland wird die Homo-Ehe zulassen

Das Land ist erzkatholisch, die Chancen des Referendums wurden skeptisch gesehen. Jetzt ist die Freude umso grösser: Ganz klar hat sich die Bevölkerung Irlands für die Legalisierung der Homo-Ehe ausgesprochen. Die Gegner räumen bereits ihre Niederlage ein.



«Die Boxen mit den Stimmzetteln sind geöffnet, es ist ein Ja», jubelt der für Gleichstellung zuständige irische Staatssekretär Aodhán Ó Ríordáin im Kurznachrichtendienst Twitter.

Er sei heute so stolz, Ire zu sein, schreibt er. Der Tweet ist mit einer pinken Blümchentapete hinterlegt. «Ich glaube, die Abstimmung ist gewonnen», sagte er der Nachrichtenagentur Reuters in der Wahlzentrale in Dublin.

Die Iren haben über die Einführung der Homo-Ehe abgestimmt, politischen Beobachtern beider Seiten zufolge dürften die Befürworter deutlich siegen.

Laut den Berichten der Beobachter hätten alle bislang durchgeführten Auszählungen Mehrheiten zugunsten der Homo-Ehe ergeben - sowohl in Dublin als auch in den als konservativer geltenden ländlichen Regionen.

«Beeindruckender Sieg»

Die Gegner einer Legalisierung der Homo-Ehe in Irland räumten bereits kurz nach Beginn der Stimmauszählung ihre Niederlage ein. Es gebe offensichtlich einen «sehr beeindruckenden Sieg» der Befürworter der Homo-Ehe, sagte einer der Anführer der Nein-Kampagne, David Quinn vom katholisch orientierten Institut Iona, am Samstag dem Sender RTE.

epaselect epa04761729 A woman walks past a mural of two hearts painted in rainbow colors, in Dublin, Ireland, 22 May 2015. Polling stations across Ireland have opened for the referendum on same-sex marriage, the first time a nationwide vote has been held on the issue. People may vote Yes or No to an amendment to the constitution which states, 'Marriage may be contracted in accordance with law by two persons without distinction as to their sex.'  EPA/AIDAN CRAWLEY

Trendsetter Irland in Sachen Gleichberechtigung?  Bild: AIDAN CRAWLEY/EPA/KEYSTONE

Die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen würde für das streng katholische Land einen Zeitenwandel bedeuten. Irland wäre die erste Nation, die Eheschliessungen gleichgeschlechtlicher Paare per Volksentscheid einführt. Mit ersten Ergebnissen wird ab Mittag gerechnet, mit einem belastbaren landesweiten Resultat aber nicht vor dem Nachmittag.

Seit vier Jahren können Schwule und Lesben ihre Partnerschaften zwar eintragen lassen, eine wirkliche Gleichstellung mit heterosexuellen Paaren blieb ihnen aber verwehrt. Bei einem Sieg der Befürworter müsste die irische Verfassung geändert werden.

Ministerpräsident Enda Kenny hatte wie alle grossen Parteien für die Homo-Ehe geworben. Die Volksbefragung bestimme das künftige Bild des Landes und berühre Fragen von «Toleranz», «Respekt», «Verständnis» und «Sensibilität». Die katholische Kirche lief Sturm. Doch mehrere Skandale um Kindesmissbrauch haben den Einfluss der einst in Irland übermächtigen Institution schwinden lassen.(sda/dpa/afp/spon/reuters/bos)

Am 17. Mai ist weltweiter Anti-Homophobie-Tag!

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    Alle Leser-Kommentare
  • thompson 24.05.2015 10:17
    Highlight Highlight Nicht die Iren werden die Isis unterstützen. Sondern jene Gutmenschen die von Ereignis zu Ereignis neue "Opfer" hochloben. Schwule, Refugees usw. Die Rechnung werden wir alle noch erhalten.
    Regenbogenkinder und Alleinerziehende, Patchworkfamilien sind zwar voll Hipp und cool. Aber zum scheitern verurteilt. Wir werden eine Geselschaft von planlosen Psychologie-Patienten, die ihre Kindheit verarbeiten müssen. Weil die normalen Strukturen von Hippsters ausgehebelt wurden. Thompson eine Waffe wie der Name sagt. Ich geh jetzt in die heilige Messe. Schönen Sonntag
    E MOJ NARODE
  • sambeat 24.05.2015 03:00
    Highlight Highlight Geil getan, Irland! Ich finde das super!
    Scheisse nochmal, jeder Mensch soll den Menschen lieben dürfen, den er liebt! Alles andere zählt einfach nicht.
    Und an alle, die das für Teufelszeug und einen Fluch halten: Dieses Teufelszeug existiert erwiesenermassen schon seit tausenden von Jahren! Und niemandem hat es geschadet... Nur denen, die davon betroffen waren und von denjenigen besucht worden waren, welche behaupteten, man sei des Teufels und man werde nun gerichtet...
  • Da Coda 24.05.2015 00:18
    Highlight Highlight :D
    Benutzer Bild
  • thompson 23.05.2015 22:03
    Highlight Highlight Irland war für mich immer ein katholisches Bollwerk ein Land, wo man als Katholik sich noch gut aufgehoben fühlte... 1000 Jahre Unterdrückung, Hungersnöte,1916 die Revolution gegen den Uniom. All der Kampf für die katholische Sache, inmerhalb 100 Jahren zerstört. Ich bin zutiefst entäuscht von diesen Iren.
    Kroatien und Polen Semper Fidelis ihr seit jetzt meine Heimatländer
    • Sigmund Freud 23.05.2015 23:35
      Highlight Highlight Aus welchem Jahrtausend sind Sie denn?
    • Da Coda 23.05.2015 23:52
      Highlight Highlight Nochmal eine Merida??? :o
      Eine feudal denkende Person war doch schon mehr als genug ^^
      Muss mir wohl noch mehr Popcorn beschaffen :p *grabs homophobic troll*
      Will sonst noch jemand?^^
    • MaskedGaijin 24.05.2015 00:35
      Highlight Highlight Wie wärs mit der Schweizergarde? Aber dorts hats wahrscheinlich zu viele Schwule.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Crecas 23.05.2015 17:25
    Highlight Highlight Ist eigentlich schon fast kitschig, dass dies gerade am höchsten Feiertag der LGBT Community passiert 😀 (ESC not CSD)

    Go Eire!🎉
  • July 23.05.2015 16:28
    Highlight Highlight es gibt keine homophoben Leute, nur Arschlöcher
  • Hans Jürg 23.05.2015 15:59
    Highlight Highlight Was da der Bischoff von Sitten wohl dazu sagt...
  • 's all good, man! 23.05.2015 15:07
    Highlight Highlight Well done, Éire!
  • Nummer 83 23.05.2015 14:56
    Highlight Highlight Gratulation an Irland!!
    und gute Reise Merida!
  • Mr. Kr 23.05.2015 14:52
    Highlight Highlight Wenn es um schwule und lesben geht, tolleranz predigen und sagen man solle jeden akzeptieren und machen lassen was er will. Aber sobald es um andere Reliogionen, Rituale oder Traditionen geht gleich verbote vordern oder schlecht reden bis zum geht nicht mehr.. Und alle die auf Merida rumhacken wenn ihr so tolerant seit müsst ihr auch ihre meinung akzeptieren und sie nicht beleidigen, so wie ihr, ach so toleranten leute das tut..
    • Michèle Seiler 23.05.2015 15:46
      Highlight Highlight Toleranz.

      Und menschenverachtende Aussagen muss niemand tolerieren - die dahinter steckende Ideologie bedroht die Existenz der Menschheit. Sich davon abgestoßen zu fühlen und sich dagegen zu wehren ist völlig natürlich.
    • Lil'Ecko 23.05.2015 15:52
      Highlight Highlight Es geht darum wie man seine Meinung ausdrückt, respektvoll oder eben wie genannte Dame "trollig" (wer von abstossend, abscheulich,abartig etc. redet und dann nicht mal richtige Argumente auf Lager hat (sondern nur irgendwelches "Darmausganggequatsche"), der hat aus meiner Sicht eins aufs Dach verdient (nicht physisch!))
      meine Meinung...
    • SanchoPanza 23.05.2015 15:55
      Highlight Highlight das Problem mit Merida ist, ist das Homophobie keine Meinung sondern eine PHOBIE ist!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chlinae_Tigaer 23.05.2015 14:36
    Highlight Highlight Zitat; Was für ein Sieg! Zitatende

    Ja, was für ein Sieg für die entartete Welt.

    Und obwohl ich hoffte das sich die Iren gegen den entarteten weltlichen Homo- Hype entscheiden, bin ich nicht wirlich überrascht.

    Doch wie es so schön heisst; Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Damit können wir diese nun in Irland auch zu Grabe tragen.

    R.I.P Hoffnung und/oder Irland.
    • Inti 23.05.2015 15:34
      Highlight Highlight Bist du Nazi, oder schreibst du nur so?
    • Lil'Ecko 23.05.2015 15:51
      Highlight Highlight viel Spass beim tragen, bist da wohl ziemlich alleine...
    • Michèle Seiler 23.05.2015 15:55
      Highlight Highlight Entartet?

      Ich könnte jetzt so viel darüber schreiben ... Aber ich befürchte, bei Menschen wie Ihnen kann man nicht viel mehr tun als zu lachen und dafür zu sorgen, dass Sie die Geschehnisse im Land und der Welt nicht zu stark beeinflussen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tanuki 23.05.2015 14:23
    Highlight Highlight Ich gratuliere Irland und hoffe sehr, dass die Schweiz bald nachzieht. Per Zufall bin ich hetero und verstehe nicht, warum dies das einzige Kriterium sein soll den Bund des Lebens zu schliessen.
  • maxi 23.05.2015 14:05
    Highlight Highlight An alle die hier Blitze verteilen. Wie kann man nur hassen, wenn Menschen sich lieben?
  • Oberon 23.05.2015 13:13
    Highlight Highlight Ein starkes Signal von einem tollen Land, da darf man auch als Europäer mal stolz sein.
  • Lil'Ecko 23.05.2015 12:57
    Highlight Highlight Merida verteilt fleissig Blitze, lasst uns Herzen was das Zeug hält Leute;)
  • Miicha 23.05.2015 12:57
    Highlight Highlight @Bundesgericht: Wollt ihr nicht etwas nach Irland? Euch weiterbilden?
  • Jonny Dawn 23.05.2015 12:42
    Highlight Highlight Was passiert wenn man in Irland Heirat und dann in ein anderes Land zieht? Gilt die Ehe dann immer noch?
  • Doolin 23.05.2015 12:41
    Highlight Highlight Go Éire Go! 🍀🇮🇪🍀
  • StrangerBeast 23.05.2015 12:27
    Highlight Highlight SUPER!
  • De Felix 23.05.2015 12:17
    Highlight Highlight Vorbildlich
  • Ehringer 23.05.2015 12:15
    Highlight Highlight Bravo Irland! Nach Guiness, der Landschaft und der Musik Grund Nr. 4 nach Irland zu ziehen.
  • Topoisomerase 23.05.2015 12:13
    Highlight Highlight Super! Husch jetzt, liebe Schweiz
    • Twinleaks 23.05.2015 12:49
      Highlight Highlight @Merida No so gärn! Tschüss
    • Lil'Ecko 23.05.2015 12:51
      Highlight Highlight @ merida
      Gib mal deine IBAN, ich denke wir bekommen hier ganz schnell genügend Spenden für dein Ticket nach Russland zusammen
  • maxi 23.05.2015 12:13
    Highlight Highlight well done! zeitgerechter entscheid!

Spendersamen für lesbische Paare bleibt umstritten

Der «Ehe für alle» und der Adoption von fremden Kindern bei homosexuellen Paaren sollte nichts mehr im Weg stehen. Heiss umstritten bleibt die Frage: Sollen gleichgeschlechtliche Paare Zugang zu Fortpflanzungsmedizin erhalten?

Die Zeichen stehen gut für die Anhänger der «Ehe für alle». Die Rechtskommission des Nationalrats hat kürzlich überdeutlich Ja gesagt: Gleichgeschlechtliche Paare, denen heute nur die eingetragene Partnerschaft offensteht, sollen künftig heiraten dürfen. Mit dem Zugang zur Ehe wäre unter anderem das Recht auf Adoption von fremden Kindern verbunden. Heiss umstritten bleibt hingegen die Frage, ob mit dem Zugang zur Ehe auch der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin verbunden sein soll.

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