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Sultan Hassanal Bolkiah.
Sultan Hassanal Bolkiah.Bild: EPA/EPA

«Alles nur ein Missverständnis» – Brunei lenkt bei Todesstrafe gegen Homosexuelle ein

06.05.2019, 00:47

Das Sultanat Brunei will nach internationalen Protesten auf die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Homosexuelle verzichten. Dies kündigte Sultan Hassanal Bolkiah am Sonntag in einer Rede zum Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan an.

Das bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten geltende «De-Facto-Moratorium», keine Todesurteile umzusetzen, gelte auch für Urteile gegen Homosexuelle. Zudem sprach er von «Missverständnissen».

Anfang April waren in dem Sultanat auf der südostasiatischen Insel Borneo härtere Strafgesetze in Kraft getreten. Homosexuellen drohte die Todesstrafe durch Steinigung. Grundlage dafür war die Scharia, die die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt.

International gab es viel Proteste, angeführt von Hollywood-Star George Clooney. Er rief dazu auf, Hotels zu boykottieren, die dem Sultan gehören, einem der reichsten Monarchen der Welt.

In dem Sultanat sind zwei Drittel der mehr als 420'000 Einwohner muslimischen Glaubens. Seit einiger Zeit sind dort konservative islamische Kräfte auf dem Vormarsch. Der autoritär regierende Sultan hatte 2014 damit begonnen, die Scharia einzuführen. Schwule und Lesben werden in der ehemaligen britischen Kolonie seit langem unterdrückt. (sda/dpa)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Demo78
06.05.2019 01:23registriert August 2017
😂😂😂 was für eine Windfahne, pi.... mir kommen noch viele andere schlimme Wörter in den Sinn die ich nicht Schreiben darf🙊
Die Scharia für Gesetze und Bestrafungen einzuführen war einch nur de...
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4-HO-MET
06.05.2019 03:59registriert April 2016
"Grundlage dafür war die Scharia, die die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt."

Und wir haben tatsächlich Leute hier, die das als Bereicherung für unser Land sehen.
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