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Brunei führt Todesstrafe für homosexuellen Geschlechtsverkehr ein



epa07176851 A handout photo made available by the Department of Information Brunei Darussalam shows King of Brunei Hassanal Bolkiah (R) during talks with Chinese President Xi Jinping (not pictured) at Nurul Iman Palace in Bandar Seri Begawan, Brunei, 19 November 2018. Chinese President Xi Jinping is in Brunei on an official visit, the first by a Chinese head of state in 13 years to the Southeastern Asian country.  EPA/DEPARTMENT OF INFORMATION BRUNEI DARUSSALAM HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Sultan Hassanal Bolkiah (r.) ist Bruneis Staatschef. Bild: EPA/BRUNEI INFORMATION DEPT.

Im streng konservativen Sultanat Brunei steht auf gleichgeschlechtlichen Sex künftig die Todesstrafe. Die ab kommendem Mittwoch geltende Neufassung des Strafgesetzbuchs sieht vor, dass homosexuelle Partner zu Tode gesteinigt werden.

Die Regel gilt nur für Muslime in dem Kleinstaat auf der Insel Borneo. Unter der dort geltenden islamischen Scharia - dem aus religiösen Quellen abgeleiteten Recht - war Homosexualität bereits zuvor illegal.

Verschärft werden dem neuen Gesetz zufolge auch die Strafen für Diebstahl. Ein Ersttäter muss künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Im Wiederholungsfall droht die Amputation des linken Beins.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte am Mittwoch den «sofortigen Stopp» der neuen Regeln. Die geplanten Strafen seien «grausam und unmenschlich». Einvernehmlicher Sex gleichgeschlechtlicher Paare dürfe gar nicht als Straftat eingeordnet werden. (sda/afp)

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Homophobe Celebritys, die selber schwul sind

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