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This satellite image captured on Monday, Aug. 12, 2019, provided by Satellite image ©2019 Maxar Technologies appears to show Chinese security force vehicles inside the Shenzen Bay Sports Center in the southern Chinese city of Shenzhen, bordering Hong Kong. (Satellite image ©2019 Maxar Technologies via AP)

Satellitenaufnahmen zeigen chinesische Truppen im Shenzen Bay Sports Center. Bild: AP

Achtung Hongkong, hier kommen die Chinesen!

Inmitten der demokratischen Proteste in Hongkong lässt China Truppen an der Stadtgrenze auffahren. Videos und Satellitenaufnahmen zeigen Dutzende Militärfahrzeuge –, die angeblich nur für eine Übung verlegt werden.



Ein Artikel von

T-Online

Während die Massendemonstrationen gegen die Ausweitung chinesischen Einflusses auf Hongkong anhalten, bringt das kommunistische China Truppen an der Grenze in Stellung.

Mehrere staatliche Medien zeigten am Montag offenbar professionell produzierte Videos von Militärfahrzeugen, darunter offensichtlich Schützenpanzer, die in Konvois im nahegelegenen Shenzhen zusammengezogen werden. Die Millionenmetropole ist nur wenige Kilometer von der Grenze Hongkongs entfernt.

Offiziell: «Gross angelegte Übungen»

Den Angaben zufolge handelt es sich um zwei Dutzend gepanzerte Truppentransporter und weitere Militärfahrzeuge der sogenannten «Bewaffneten Volkspolizei». Die Paramilitärs sollen laut der staatlichen Zeitung «Global Times» angeblich «gross angelegte Übungen» in Shenzhen abhalten. Ein ähnliches Manöver mit Tausenden Polizisten hatte es in Shenzhen schon in den vergangenen Wochen gegeben.

Beobachter werten die Verlegung der Truppen allerdings als massive Drohgebärde des kommunistischen Zentralstaats gegenüber der demokratischen Sonderverwaltungszone Hongkong, bei den weiter andauernden Protesten militärisch zu intervenieren. Schon Anfang August hatte die Volksbefreiungsarmee martialische Propagandaaufnahmen veröffentlicht, wie oben im Video zu sehen ist. Wenig später folgten erste Polizeimanöver in Shenzhen.

Wie auch oben im Video zu sehen: Luftbilder zeigen die massive Truppenbewegung.

Wie auch oben im Video zu sehen: Luftbilder zeigen die massive Truppenbewegung. Bild: Screenshot: Twitter/Global Times

«Bewaffnete Volkspolizei» ist Teil der Streitkräfte

Die sogenannte «Bewaffnete Volkspolizei» ist innerhalb der chinesischen Streitkräfte für die Bekämpfung von Aufständen, Massenprotesten und Terrorismus zuständig. Im Nachgang der blutigen Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989 übernahmen die Paramilitärs die Kontrolle über die Hauptstadt. Begleitet wurde die aktuelle Truppenverlegung, die auch auf privaten Aufnahmen zu sehen war, von einer Verschärfung des Tonfalls seitens der Kommunisten in China.

Immer energischer mahnt die Zentralregierung, die Ordnung in der Sonderverwaltungszone wiederherzustellen und die Gewalt zu beenden. Yang Gang, der Sprecher der für Hongkong zuständigen chinesischen Behörde, warf den Demonstranten am Montag «erste Anzeichen von Terrorismus» vor. In den letzten Tagen hätten «radikale Demonstranten» wiederholt Polizisten mit «äusserst gefährlichen Werkzeugen» angegriffen.

Das sei eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in Hongkong. Die angeblichen «Kriminellen» müssten so schnell wie möglich vor Gericht gebracht werden, sagte der Sprecher weiter. Die Polizei Hongkongs präsentierte derweil demonstrativ neue Wasserwerfer.

China will US-Kriegsschiffe nicht in Hafen von Hongkong lassen

Die chinesische Regierung hat nach Angaben der USA zwei amerikanischen Kriegsschiffen einen Aufenthalt im Hafen von Hongkong verweigert. Die Regierung in Peking habe entsprechende Anfragen abgelehnt, hiess es am Dienstag aus dem US-Aussenministerium.

Der Aufenthalt der beiden Schiffe in Hongkong habe «in den nächsten paar Wochen» stattfinden sollen. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die US-Seite verwies für weitere Details an die Regierung Chinas.

US-Aussenminister Mike Pompeo hatte sich am Dienstagmorgen in New York mit dem obersten Aussenpolitiker Chinas, Yang Jiechi, getroffen. Das US-Aussenministerium teilte danach – auffallend knapp – mit, die beiden hätten einen «ausgedehnten Meinungsaustausch» über die Beziehungen zwischen den USA und China gehabt.

«Hongkong geht Euch nichts an»

Eine Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums kritisierte am Mittwoch anhaltende Einmischungen der USA. Die Belange Hongkongs seien ausschliesslich Chinas innere Angelegenheit. US-Politiker seien weder berechtigt noch qualifiziert, dazu Stellung zu nehmen. «Kümmert Euch um eigene Angelegenheiten», sagte Sprecherin Hua Chunying. «Hongkong geht Euch nichts an.»

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong wird seit der Rückgabe 1997 an China als eigenes Territorium autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik geniessen die Hongkonger das Recht auf freie Meinungsäusserung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Diese Rechte sehen viele nun in Gefahr.

Chinas Regierung hatte zuletzt immer energischer gemahnt, die Ordnung in der Sonderverwaltungszone wieder herzustellen und die Gewalt zu beenden.

(jmt/Axel Krueger/sda/jaw)

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hüendli 14.08.2019 20:25
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit Macao?
  • Triple A 14.08.2019 18:50
    Highlight Highlight Intervenieren kann der Westen nicht, wenn China einmarschiert und Sanktionen bringen wenig. Ich bin aber daf, dass der Westen/EU/USA/Schweiz erklären, dass jeder Hong Kong-Chinese eingeladen werde, ein Gesuch um Asyl zu stellen, welches aufgrund der momentanen Situation gutgeheissen werde!
  • Triple A 14.08.2019 17:27
    Highlight Highlight Jetzt brauchen wir eine Greta für Hong Kong! Es lebe die Demokratie!
    • Hochen 14.08.2019 19:17
      Highlight Highlight Es gibt Leute die brauchen Anstand und Hirn!
  • Linus Luchs 14.08.2019 15:48
    Highlight Highlight Vor etwas mehr als 30 Jahren wurde in Peking die Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz blutig niedergeschlagen. Wenn ich die Berichte und Fotos über den chinesischen Truppenzusammenzug sehe, wird mir angst und bang um die Protestierenden in Hong Kong. Ihr Gegenüber ist die Armee einer gnadenlosen Diktatur. Was jetzt vielleicht noch helfen könnte, ist die klare Ansage möglichst vieler gewichtiger Staaten: "Wenn ihr den Demonstranten Gewalt antut, dann sistieren wir die Handelsverträge mit China." Aber dazu müssten sich diese Staaten einigen, und die Zeichen stehen weltweit auf Egotrip.
    • redeye70 14.08.2019 16:42
      Highlight Highlight Der Westen ist schon längst moralisch hinüber. Wir haben unsere „Werte“ vor Jahrzehnten dem grenzenlosen Profit verkauft. Da wird gar nix kommen.
    • Pius C. Bünzli 14.08.2019 16:57
      Highlight Highlight Tianmen Platz? Sagt mir nichts..🤷
    • Hans Franz 14.08.2019 18:40
      Highlight Highlight der Westen kann ohne Chinesische Produkte nicht mehr überleben. Unsere Gier nach mehr und billig haben uns von China abhängig gemacht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • flamingmops666 14.08.2019 14:54
    Highlight Highlight Angesichts dieser Situation der protestierenden Menschen ist der Titel wieder daneben, sorry Watson. Schreibt doch gleich: „huhu, jetzt geht die Post ab, die Chinesen kommen“.
    Ich glaube, die jungen Leute verstehen auch normale, nüchterne Titel.
  • Donald 14.08.2019 14:17
    Highlight Highlight Warum bringt ihr News vom Montag am Mittwoch? :)
    Ausser Fahrern ist kein einziger Mann zu sehen. Keine Ahnung was das darstellen soll. Offenbar eine reine Drohgebärde.
  • Kommemtar 14.08.2019 14:13
    Highlight Highlight Prager Frühling 1968

    Die Geschichte wiederholt sich
  • ninolino 14.08.2019 14:03
    Highlight Highlight "... bringt das kommunistische China ..."

    China ist nicht im entferntesten kommunistisch, sondern eine lupenreine Polizeidiktatur.
    • Super 14.08.2019 15:01
      Highlight Highlight Eben, kommunismus in seiner reinsten Form.
    • blobb 14.08.2019 17:50
      Highlight Highlight Das eine schliesst das andere nicht aus.
      Aber ich muss dir zustimmen, dass China nicht kommunistisch ist, eher eine Art Planwirtschaftlicher-Kapitalismus.
    • Cerebra 14.08.2019 18:27
      Highlight Highlight Gefährliches Halbwissen...

      Du vermischt Staatsform mit Wirtschaftspolitik.

      Eine Diktatur kann durchaus kapitalistisch sein genauso kann ein eine Demokratie kommunistisch sein.

      Aber Feinheiten interessieren so oder so niemanden mehr...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 14.08.2019 14:01
    Highlight Highlight „Hongkong geht Euch nichts an.“

    So schauts aus. Hört man von China eigentlich auch permanente Kritik, wenn die USA Menschrechte mit Füssen treten? Echauffiert sich China an den Massenmorden in den USA? Nein? Richtig so. Erst mal vor der eigenen Türe fegen.

    Wie die USA mit Aufständen umgeht wissen wir ja. Dagegen reagiert China ausgesprochen zurückhaltend.
    • RETO1 14.08.2019 14:29
      Highlight Highlight Dass du auf der Seite der brutalsten Diktatur stehst, verwundert mich kein bisschen
    • Donald 14.08.2019 14:30
      Highlight Highlight Nur weil Menschen in einem Land leben sind sie nicht Eigentum der Regierung. Die internationale Gemeinschaft soll sich sehr wohl für die globalen Rechte stark machen.

      Zudem wurde Hong Kong unter den Bedingungen der "Sino-British Joint Declaration" an China übergeben, welche nicht mehr respekiert wird. Da Grossbritannien momentan nicht stark genug ist die Einhaltung einzufordern, ist es sehr wohl angebracht, dass Grossmächte dies übernehmen.
    • Gipfeligeist 14.08.2019 14:58
      Highlight Highlight @Salami
      mmmh, whataboutism von Feinsten.

      Nur weil die USA Dreck am Stecken haben (haben sie), heisst das nicht, dass PCR in anderen Ländern Demonstranten ruhig stellen darf
    Weitere Antworten anzeigen
  • giandalf the grey 14.08.2019 13:45
    Highlight Highlight Ja, wie feiert man ein zwanzigstes Jubiläum denn besser als mit einem realistischen Reenactment? Lang lebe China, die Diktatur des Volkes! Lang lebe Xi Jinping, das Volk!
  • Alterssturheit 14.08.2019 13:39
    Highlight Highlight Ich denke, die Chinesen werden nicht mehr allzu lange zuschauen und bald mal ihre treuen Truppen nach HKG reinschicken. Dann wird's vermutlich richtig hart für die Demonstranten. Bis dahin wird hinter den Kulissen vermutlich schon mal diskutiert, wie man den Schaden der Welt dann "verkaufen" kann....Alle werden sich dann umgehend bei der Regierung in Peking beschweren und anschliessend weiter Geschäfte mit ihnen betreiben - Business as usual.
    • Scaros_2 14.08.2019 14:32
      Highlight Highlight Du merkst doch selbst, dass man das nicht einmal diskutieren muss wie man das verkauft. Man tut es einfach.
    • Donald 14.08.2019 15:50
      Highlight Highlight Wenn sie den Protest einfach niegerschlagen wollten und sich nicht um die Folgen kümmern würden, hätten sie das schon lange getan. Das ist auch für China ein sehr komplexes Problem. Es gibt viele interne und externe Faktoren zu berücksichtigen. Noch viel wichtiger als die Proteste zu beenden ist, sicherzustellen, dass sie nicht aufs Festland überschwappen. Und das globale Image ist ihnen auch nicht so ganz egal.
    • Majoras Maske 14.08.2019 17:52
      Highlight Highlight Ausserdem ist China nicht gerade in einer guten Position: Die Wirtschaft im Innern kühlt ab, der Export wegen dem Handesstreit ebenso. Dazu kommt, dass viele "Seidenstrassen"-Staaten die chinesischen Kredite nicht zurückzahlen können. In der Öffentlichkeiten aller Kontinente hat China einen schlechten Ruf. Wenn China die Demonstranten niederschiesst, wird der Druck auf China daher durchaus real sein. Und geschwächt wie sie aktueli sind, haben sie daran kein Interesse. Das ist höchstens die letzte Option.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nachbarino 14.08.2019 13:33
    Highlight Highlight Sie mahnen, die Gewalt zu beenden. Dabei machen sie Panzer bereit, um erst recht mit der Gewalt anzufangen. China plant wohl das nächste Tiananmen.
  • RatioRegat 14.08.2019 13:30
    Highlight Highlight Das Argument, dass es in Hong Kong um eine innere Angelegenheit gehe, liesse sich gegenüber Grossbritannien nicht erheben.

    Die Vereinbarungen, die zwischen GB und der Volksrepublik China im Jahr 1997 getroffen wurden, sind bis 2047 gültig. Insofern kann GB zu Recht die Einhaltung der Vereinbarung fordern. Doch leider ist GB zu sehr mit Boris und dem Brexit beschäftigt, um seine historische Verantwortung wahrzunehmen.
    • Charivari 14.08.2019 14:55
      Highlight Highlight Die machen sich vor China in die Hosen. Lieber die Iraner bedrohen, die können sich ja schlecht wehren.
    • Kubod 14.08.2019 18:41
      Highlight Highlight Auch wenn.
      China hat begriffen, dass eine Supermacht auch militärisch stark sein muss, um die eigenen Interessen durchzusetzen.
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