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epa05912044 Kashmiri students and Indian police throw stones at each other during clashes at a school in Srinagar, the summer capital of Indian Kashmir, 17 April 2017. Over 50 Kashmiri students were injured in central Srinagar and south Kashmir's Shopian during clashes while protesting against the wounding of over four dozen students in clashes with Indian security forces at a college in the south Kashmir's Pulwama district on 15 April 2017, local news reports said.  EPA/FAROOQ KHAN

Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Srinagar, der Sommerhauptstadt des indischen Bundesstaates Jammu und Kaschmir. Bild: FAROOQ KHAN/EPA/KEYSTONE

Indische Soldaten fesseln Mann an Motorhaube fest – als menschliches Schutzschild

17.04.17, 14:58 17.04.17, 15:13


Die Polizei im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir hat Ermittlungen gegen das indische Militär aufgenommen. Den beschuldigten Soldaten wird vorgeworfen, einen Mann an die Motorhaube eines Autos gefesselt und ihn als menschliches Schutzschild missbraucht zu haben. Wie die Polizei am Montag bestätigte, habe sie auf Anweisung des Ministerpräsidenten von Jammu und Kaschmir mit einer Untersuchung des Vorfalls begonnen.

Dieses unverifizierte Video soll  angeblich den Vorfall zeigen

Der Vorfall soll sich in Srinagar abgespielt haben. twitter.com/absar700

Laut lokalen Medien habe die Armee zudem eine interne Untersuchung angeordnet. Der Vorfall vom 9. April hatte Ende vergangener Woche für grosse Aufmerksamkeit in den sozialen Medien gesorgt. Viele Nutzer verbreiteten ein Video, auf dem ein fahrendes Militärfahrzeug zu sehen war, vor dessen Motorhaube ein junger Mann festgebunden war.

Zu den Kritikern gehörte der ehemalige Ministerpräsident von Jammu und Kaschmir, Omar Abdullah. Lokale Medien berichteten, dass das Video während eines gewaltsamen Protestes gegen eine Wahl im Bezirk um Srinagar aufgenommen wurde, der Hauptstadt des Bundesstaats. Demnach attackierte eine Gruppe Protestler im Distrikt Budgam einige Wahlhelfer mit Steinen, als diese ein Wahllokal verliessen.

Einem Polizisten zufolge banden die Soldaten daraufhin den Mann vor den Jeep, um die Protestler von weiteren Steinwürfen abzuhalten. Er sei später der Polizei übergeben worden. (sda/dpa)

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