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Die meisten geretteten Migranten der «Sea-Watch 3» konnten das Schiff erst nach mehr als zwei Wochen verlassen. 13 Personen wurden vorher aus medizinischen Gründen von Bord geholt. bild: Selene Magnolia, Till M. Egen/2019 Sea-Watch e.V

Interview

«Wollten von Bord springen»: Crew-Mitglied berichtet, was auf der «Sea-Watch 3» passierte

Die Anspannung auf der «Sea-Watch 3» sei jeden Tag gestiegen, sagt Haidi Sadik. Sie hat sich an Bord um die Geflüchteten gekümmert und schildert, was passiert ist.

Simone Gaul / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Die «Sea-Watch 3», das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, ankert vor Lampedusa und ist dort festgesetzt. Die Kapitänin des Schiffs, Carola Rackete, war am Samstag festgenommen worden, weil sie trotz eines Einfahrverbots in den italienischen Hafen eingelaufen war. Ihr droht eine Gefängnisstrafe. An Bord der «Sea-Watch 3» war auch Haidi Sadik, sie ist Teil der Crew und war vor allem dafür zuständig, die Geretteten zu betreuen. Sie sagt, Rackete habe keine andere Wahl gehabt, als die Menschen endlich an Land zu bringen.

Ihre Kapitänin Carola Rackete hat ihre Entscheidung, trotz Verbots in den Hafen von Lampedusa einzufahren, mit ihrer Sorge davor begründet, dass sich einige Menschen an Bord etwas antun könnten. Wie war die Stimmung auf der Sea Watch 3, als die 40 Passagiere noch an Bord waren?
Haidi Sadik: Jeden Morgen um 10 Uhr haben wir den Geflüchteten ein Update gegeben: Wie hat sich die politische Lage in Italien entwickelt? Gibt es Neuigkeiten? Können wir heute an Land gehen? Und mit jedem Tag, an dem nichts passierte, wuchs ihre Verzweiflung. Ein Mann sagte mir, er sei seinem Heimatland entflohen, habe einen Höllentrip überstanden und habe die Hoffnung gehabt, in Europa gebe es Sicherheit und Respekt. Inzwischen fürchte er, das sei eine Lüge.

Hoffnungslosigkeit machte sich breit, auf die natürlich jeder anders reagiert. Einige wollten nicht mehr aufstehen, haben nur noch geschlafen. Andere haben immer weniger gegessen. Manche haben gedroht, von Bord zu springen. Und wieder andere äusserten explizit suizidale Gedanken. Diese Gespräche finden natürlich im Vertrauen statt, aber das mussten wir der Brücke melden. Die Kapitänin ist für das Leben der Crew und der Geretteten verantwortlich. Sie hatte keine andere Wahl. Sie musste die Menschen an Land bringen.

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Haidi Sadik ist Teil der «Sea Watch»-Crew und war vor allem dafür zuständig, die Geretteten zu betreuen.

Warum konnten die Suizidgefährdeten nicht als medizinische Notfälle von Bord? Vorher durften ja auch einzelne Menschen mit dieser Begründung an Land.
Stimmt, das kam dreimal vor. Das erste Mal durften drei Tage nach der Rettung zehn Menschen von Bord, darunter Frauen, Kinder und medizinische Notfälle. Etwa eine Woche später wurde ein weiterer medizinischer Notfall vom Schiff geholt, vor wenigen Tagen dann noch einmal zwei Menschen. Und natürlich können auch psychische Probleme medizinische Notfälle sein. Aber wir haben keine Psychologen an Bord, die eine offizielle Diagnose hätten stellen können. Also haben wir die Kapitänin alarmiert.

Wer entscheidet, was ein medizinischer Notfall ist?
Wir hatten zwei Ärzte an Bord, die die Menschen betreut haben. Sie entschieden das. Wir sind zwar ein bisschen besser ausgestattet als ein Krankenwagen, aber wir können zum Beispiel keine Operationen durchführen. Und es gibt Fälle, da weiss der Arzt, wenn diese Person nicht sofort in ein Krankenhaus kommt, kann es sehr gefährlich werden.

Die, die nicht von Bord dürfen, bringt das aber jedes Mal in eine unglückliche Situation. Sie fragen sich, wie schlecht muss es mir eigentlich gehen, dass ich von Bord darf? Muss ich erst kurz davor sein zu sterben?

In welchem Zustand waren die Menschen, als Sie sie auf Ihr Schiff geholt haben?
Wir haben das Schlauchboot am 12. Juni fast 50 Seemeilen vor der libyschen Küste aufgegriffen. Die Rettung selbst verlief ohne grössere Zwischenfälle, die Menschen waren ihren eigenen Aussagen nach wohl circa zwölf Stunden auf dem Wasser gewesen. Sie waren erschöpft, hungrig, einige waren krank. Als sie uns sahen, waren sie aufgeregt. Die erste Frage war: «Wer seid ihr?» Als wir es ihnen erklärten, waren sie erleichtert. Sie dachten, sie hätten es jetzt geschafft.

Die Flucht übers Mittelmeer

Die libysche Seenotleitstelle in Tripolis ist seit einem knappen Jahr für Seenotfälle innerhalb der libyschen SAR-Zone zuständig. Sie sollen die Einsätze koordinieren und einen sicheren Hafen für die Geretteten zuweisen. Hat Ihre Crew die Libyer kontaktiert und auf deren Anweisung gewartet?
Ja, wir haben uns an alle Regeln gehalten. Die libysche Seenotleitstelle funktioniert aber nicht gut. Sie sind nicht 24 Stunden erreichbar, wie es vorgeschrieben ist. Oft antworten sie auf Arabisch, dabei müssten sie Englisch sprechen. Und manchmal bekommt man plötzlich Anweisungen von der Leitstelle in Rom, «im Auftrag der libyschen Leitstelle». Die Libyer haben jedenfalls erst mal gar nicht reagiert, wir haben die Rettung daher alleine durchgeführt. Anschliessend kamen sie mit einem Schnellboot vorbei – und die Geflüchteten hatten plötzlich wieder Angst. Aber die Küstenwache hat dann gar nichts unternommen und uns auch nicht aufgefordert, ihnen die Geretteten zu übergeben. Sie haben nur den Motor des Schlauchboots abmontiert und mitgenommen. Dann sind sie wieder gefahren. Ob sie das Boot zerstört haben, habe ich nicht gesehen. Eigentlich werden Schlauchboote aufgeschlitzt und markiert, damit andere Schiffe nicht nach Überlebenden suchen. Und damit die Boote nicht erneut von den Schleppern verwendet werden können.

Hat die libysche Küstenwache Ihnen einen sicheren Hafen zugewiesen?
Sie haben uns Tripolis als sicheren Hafen genannt. Aber Tripolis ist kein sicherer Hafen. Die Menschen werden dort sofort wieder in die Lager gesteckt und landen erneut in dem Kreislauf aus Ausbeutung, Folter und Menschenhandel, dem sie mit ihrer Flucht übers Meer entkommen wollten. Wissen Sie, die Menschen fliehen an diesem Punkt ihrer Flucht in erster Linie vor den Libyern. Alles andere ist zweitrangig. Deshalb ist auf dem Wasser ihre grösste Angst, dorthin zurück zu müssen. Manche wollen lieber sterben.

Ihre Crew kannte die Aussagen und die Drohungen des italienischen Innenministers Matteo Salvini. Wieso ist die Sea Watch 3 trotzdem nach Lampedusa gefahren und hat keinen Hafen in einem anderen Land angesteuert?
Wir handeln nach geltendem Seerecht. Und das schreibt uns vor, gerettete Menschen in den nächsten sicheren Hafen zu bringen. Hintergrund ist, dass sie so schnell wie möglich in eine stabile Situation kommen sollen. Und der nächste Hafen ist nun mal Lampedusa. Würden wir einfach nach Griechenland oder Frankreich fahren, würden wir uns ja selbst nicht an das Gesetz halten, dessen Einhaltung wir die ganze Zeit fordern. Trotzdem hat unsere Kapitänin, als wir vor Lampedusa warteten, auch andere Häfen angefragt. Aber Malta zum Beispiel hat uns die Einfahrt ebenfalls verboten.

Was passiert jetzt mit der Sea Watch 3?
Wir ankern immer noch vor Lampedusa und warten auf Informationen von den Behörden. Wir vermuten, dass wir bald nach Sizilien gebracht werden, da dort der Prozess stattfinden soll. Und wissen Sie was? Seit wir hier ankern, haben wir gesehen, wie eine Gruppe von Geflüchteten es alleine in einem Holzboot bis nach Lampedusa geschafft hat, die durften dann auch in den Hafen. Und die NGO Open Arms hat eine Rettung näher an der italienischen Küste durchgeführt und durfte die Migranten ebenfalls in Lampedusa an Land bringen.

Wieso war das bei Open Arms kein Problem?
Open Arms hat die Flüchtlinge innerhalb der italienischen Search-and-Rescue-Zone aufgenommen, also in dem Gebiet, für das Italien ganz offiziell zuständig ist. Open Arms haben dann Lampedusa als sicheren Hafen angesteuert und auf dem Weg kam ihnen ein Boot der italienischen Behörden entgegen und hat die Menschen übernommen und nach Lampedusa gebracht. So, wie es eigentlich immer passieren sollte.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

Sea Watch: Ein Fischkutter als Rettungsschiff

Sie wollen die Migration Richtung Europa stoppen

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96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • grünergutmensch 02.07.2019 20:44
    Highlight Highlight Ach ihr verwöhnten bünzlis, vor wut und neid geifernd, aus angst jemand könnte euch was wegnehmen, dabei merkt ihr nicht einmal dass ihr tagein tagaus von den mächtigen, den multis, den gewissenlosen konzernen ausgenutzt werdet, die dritte welt ausgenutzt wird, und ihr wünscht euch ernsthaft die flüchtenden entweder im meer oder zurück in den todeslagern der nordafrikanischen küste. Was seid ihr nur für grauenhaften menschen.
  • flying kid 02.07.2019 20:12
    Highlight Highlight Ein Mann sagte mir, er sei seinem Heimatland entflohen, habe einen Höllentrip überstanden und habe die Hoffnung gehabt, in Europa gebe es Sicherheit und Respekt. Inzwischen fürchte er, das sei eine Lüge.

    Willkommen in der Realität. Dies sommte sich langsam mal rumsprechen, das würde allenfalls vielen vlr der Flucvz die Augen etwas öffnen.
  • Walser 02.07.2019 20:07
    Highlight Highlight Für mich ist klar. Wäre ich in der Situation der Flüchtlinge, würde ich auch versuchen irgendwie nach Europa zu gelangen. Ebenso klar ist aber auch, dass die Fahrt der Sea Watch 3 eine politische PR Aktion war. Dies beweist die Anwesenheit von italienischen Politikern auf dem Boot und die Tatsache dass nicht sofort ein sicherer Hafen in Tunesien angesteuert wurde. Vorgezogen wurde eine längere Fahrt mit angeblich an Leib und Leben gefährdeten Menschen nach Lampedusa. Im Wissen der kommenden grosse Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 02.07.2019 17:37
    Highlight Highlight Wenn es nicht so verdammt widerwärtig wäre, wie hier zu den Artikeln um die Sea Watch 3 gegeifert wird, würde ich mich sehr darüber amüsieren.
    Denn irgendwie erinnert mich das ganze an einen wütenden Mob aus Bauern, die mit Fackeln und Mistgabeln die Verbrennung einer Hexe fordern.
    Eigentlich sollten sich die entsprechenden Wutbürger in Italien vor dem Gefängnis sammeln und ihren Kopf fordern.
    Das wäre weniger heuchlerisch als von der sicheren Stube aus sich in Kommentaren aufzuregen und eine harte Strafe zu verlangen.
    • Matrixx 02.07.2019 18:36
      Highlight Highlight Mich erinnert es eher an ein heute meist verhasstes Regime, dass die Flucht von Migranten (damals Juden) über die Landesgrenze verbot und Migranten sowie Fluchthelfer hingerichtet haben.

      Die Betroffenen der Regimeseite, die nichts unternehmen, sagen, sie hätten nichts davon gewusst und alle, die heute davon erfahren, finden es schrecklich, lassen es heute trotzdem geschehen, weils ja nicht der Nachbar und nicht die eigene Kultur ist.
      Und in 100 Jahren werden es die Leute in Geschichtsbüchern lesen und finden es schrecklich...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 03.07.2019 21:56
      Highlight Highlight @Matrixx
      Danke. Du hast es wunderbar zusammengefasst und präzis auf den punkt gebracht.
      Ich hoffe einfach, dass die Menschen nicht dumm genug sind, sich durch dämliches Geschrei, von unfähigen Politikern, wieder in den Faschismus treiben zu lassen.
  • Fumia Canenero 02.07.2019 16:14
    Highlight Highlight Ausnahmslos alle Europäer, Asiaten, Amerikaner und Australier stammen von afrikanischen Migranten ab. Warum sollten Menschen aus afrikanischen Ländern in denen Armut oder Krieg herrscht nicht auch versuchen hierher zu gelangen? Seit Jahrhunderten beutet die erste Welt den afrikanischen Kontinent aus, als wäre es ein Selbstbedienungsladen. Dabei wird der grösste Teil der Wertschöpfung nach Europa und in die USA "migriert", ein kleiner Teil wird noch benötigt, um korrupte Regierungen an der Macht zu halten, welche den Wertefluss garantieren. Aber der "wertlose" Migrantenfluss ist uns zuwider.
    • Basti Spiesser 02.07.2019 18:42
      Highlight Highlight Genau und jetzt beuten wir Ihnen auch noch ihre Arbeitskräfte und junge Mittelschicht aus und fühlen uns noch gut dabei.
  • P. Silie 02.07.2019 16:02
    Highlight Highlight Wie wäre es eigentlich wenn Salvini Lampedusa einseitig und temporär als 'unsicheren' Hafen betiteln würde? Je nach Schiff könnte er ja den titel 'sicherer' Hafen für eine kurze Zeit wieder vergeben.. So könnte man selektieren welches Schiff den Hafen anläuft.
  • felixJongleur 02.07.2019 15:44
    Highlight Highlight Mich umtreibt zentral die Frage, was Europa tun kann, diese Menschen IN Libyen zu schützen. Aber da läuft ja gerade eine Art Stellvertreterkrieg. Dass immer noch Menschen freiwillig den Weg bis in dieses Land auf sich nehmen, unglaublich.
    • legis 02.07.2019 17:38
      Highlight Highlight Ja sind vielleicht nicht alle so top informiert wie du, gibt schon Gründe weshalb die Menschen weg wollen aus Afrika! Zudem gibt es hochkorrupte Schlepper die den Leuten alles erzählen um abzukasdieren!
    • Walter Sahli 02.07.2019 21:02
      Highlight Highlight Und jeder glaubt, ihm würde das Schreckliche, von dem er weiss, nicht passieren. Weil jeder "kennt" einen, der's geschafft hat.
      Genauso wie jeder Raucher glaubt, nur die Anderen würden Krebs kriegen und wie jeder Lottospieler glaubt, dass er am nächsten Samstag reich wird.
  • #Technium# 02.07.2019 15:34
    Highlight Highlight Alle Fluchthelfer werden hoffentlich für viele Jahre hinter Gitter wandern. Man sollte an ihnen ein Exempel statuieren.
    • Mr. Spock 02.07.2019 17:38
      Highlight Highlight Hoffe Ihnen bleibt Armut, Hunger, Aussichtslosigkeit und die Abhängigkeit auf einen Helfers ihr gesamtes Leben erspart. Nicht alle sind so gesegnet wie Sie.
    • legis 02.07.2019 17:39
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Ueli der Knecht 02.07.2019 19:49
      Highlight Highlight Er schreit doch nur nach Liebe, legis....
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    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 02.07.2019 15:04
    Highlight Highlight "Wissen Sie, die Menschen fliehen an diesem Punkt ihrer Flucht in erster Linie vor den Libyern. Alles andere ist zweitrangig."
    Und die Migranten wandern freiwillig durch die Sahara um an diesen schrecklichen ort zu kommen?

    Aber klar, ob tripolis ein sicherer Hafen ist darüber lässt sich streiten. Aber was ist mit der Urlaubsdestination Tunesien? Die haben sogar zugesagt die migranten aufzunehmen. Wenn man manche Kommentare zu diesem Thema liest könnte man meinen Nordafrika besteht lediglich aus libyen.
    • legis 02.07.2019 17:39
      Highlight Highlight Und da warst mit deinem GPS Grätli auch im Boot und kannst das mit deinen Daten nachweisen oder wie?
    • Forest 02.07.2019 17:42
      Highlight Highlight https://de.euronews.com/2019/06/13/bericht-aus-libyen-es-ist-die-hoelle?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Facebook#Echobox=1560453523
    • AquaeHelveticae 02.07.2019 18:30
      Highlight Highlight @legis
      Was soll ich nachweisen? Dass Tunesien direkt an Libyen grenzt?

      @Forest
      "Aber was ist mit der Urlaubsdestination Tunesien?"
  • Do not lie to mE 02.07.2019 14:58
    Highlight Highlight Also ich möchte all die beruhigen welche glauben das die Rettung von Menschen vor dem Ertrinken aufgehört hat. Im Gegensatz zu Sea-Watch 3 wurden am:
    24.06 2019 in einem Boot mit 117 Menschen nördlich von Zliten gerettet
    25.06 2019 in einem Boot mit 45 Menschen nord/östlich von Al Kuhms gerettet
    27.06 2019 wurden in einem Boot mit 97 Menschen nördlich von Qarabulli gerettet
    27.06 2019 wurden in einem Boot mit 132 Menschen nördlich von Al Kuhms gerettet
    Total 391 inklusiv 11 Frauen und 5 Kinder
    Sie wurden sicher nach AL-Khums gebracht medizinisch versorgt und anschliessen DCIM übergeben
    • Mutbürgerin 02.07.2019 15:24
      Highlight Highlight Kostet 391 Millionen über die nächsten 20 Jahre, well done
    • legis 02.07.2019 17:41
      Highlight Highlight @Mutbürgerin: Was kostet dein Leben?

      @all: Wir könnten zusammenlegen...
    • Mr. Spock 02.07.2019 17:46
      Highlight Highlight Was genau kostet hier 391mio? Wenn man diesen 391 Menschen eine Chance gibt, kosten sie nichts, sondern bringen neben kulturellem Gut wirtschaftlichen Nutzen und Chancen. Bin sicher diese 391 sind motivierter etwas zu lernen als 90% unserer Schüler!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaspar Floigen 02.07.2019 14:50
    Highlight Highlight Russische Trolle in 3...2...1...
    • Roterriese #DefendEurope 02.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Linke Trolle in 3....2....1....
    • P. Silie 02.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Dann ist jeder, der eine kritische Haltung bezüglich niedrig qualifizierten Wirtschaftsmigranten hat, ein russischer Troll?
    • EvilBetty 02.07.2019 15:28
      Highlight Highlight Was ist denn mit den ganzen deutschen Wirtschaftsmigranten die in die Schweiz kommen? Möchtest du die im Rhein ersaufen lassen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 02.07.2019 14:49
    Highlight Highlight So wie das selber geschildert wird, waren die "Flüchtlinge" gar nie wirklich in Gefahr. 12 Stunden auf einem Gummiboot kennt jeder Reussböötler am Weekend. Die libysche Küstenwache hat sich nicht mal für sie interessiert. Das ganze ist eher ein organisierter Shuttledienst. Die selbsternannten Retter definieren auch selber, was sichere Häfen sind. Das ganze ist vor allem eine Selbstverwirklichungsshow.
    • EvilBetty 02.07.2019 15:29
      Highlight Highlight Der Unterschied: Auf der Reuss ist das Ufer max. 150 Meter weit weg und alle paar Meter hats eine Beiz... Einigen Leuten sollte man echt das Internet sperren.
    • sheshe 02.07.2019 15:33
      Highlight Highlight Wow!! Einfach nur Wow!! Ich bin grad ein bizeli sprachlos ob deiner Aussage.
    • Alpöhy 02.07.2019 15:40
      Highlight Highlight Liebe Mutbürgerin, Unterschied zum Reussböötler: das Gummiboot ist nicht hoffnungslos überladen, alle können schwimmen, der Wellengang ist „etwas“ kleiner, man kann jederzeit ans Ufer, der gemeine Reussböötler wird wohl weder unterernährt noch dehydriert sein und wird gesundheitlich allgemein fitter sein, keine verschleppte Tropenkrankheiten usw.
      Immer wieder interessant, wie ignorant gewisse Leute ihre Weisheiten raushauen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 02.07.2019 14:45
    Highlight Highlight Ihre Crew kannte die Aussagen von Salvini. Wieso sind sie trotzdem nach Lampedusa gefahren und haben keinen Hafen in einem anderen Land angesteuert?

    „Wir handeln nach geltendem Seerecht. Und das schreibt den nächsten sicheren Hafen vor. Hintergrund ist, dass die Geretteten möglichst schnell in Sicherheit sind. Und der nächste Hafen ist nun mal Lampedusa.“

    Das ist nachweislich eine Falschaussage.
    Der nächste sichere Hafen wäre in Tunesien (Zarzis) gelegen. Ein Hafen wo auch europäische Kreuzfahrtschiffe anlegen und gemäss den auswärtigen Ämtern aller europäischen Staaten ein sicherer Ort ist
    • EvilBetty 02.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Nur doof das Zarzis die Einfahrt von Schiffen mit Flüchtlingen auch nicht gestattet.

      Wenn ich auswählen müsste ob ich in Tunesien oder Italien gegen ein Gesetz verstosse, wäre zumindest für mich der Fall klar.
    • Sapere Aude 02.07.2019 15:11
      Highlight Highlight Das Schiff befand sich meines Wissens östlich von Lampedusa, entsprechend war es der nächste Hafen. Ausserdem haben haben auch Tunesien und Malta ihre Hafen für die Seawatch 3 gesperrt. Weshalb wohl? Salvini braucht mal wieder ein Bauernopfer um davon abzulenken, dass er seine Wahlversprechen nicht einhalten kann. Trotz Millionenzahlungen an libysche Milizen, kommen immer noch Migranten an der italienischen Küste an.
    • Sapere Aude 02.07.2019 15:32
      Highlight Highlight Schon lustig, was alle so behaupten wo das Schiff sich befand. Lässt sich übrigens nachprüfen.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • inmi 02.07.2019 14:41
    Highlight Highlight Jetzt hört doch auf zu versuchen Sympathie für diese Schlepper und Erpresser zu schüren. Hier geht es zu 0% um Rettung, sondern um Migration gegen der Willen der Menschen durchzusetzen.
    • Matrixx 02.07.2019 15:58
      Highlight Highlight Gibt es dazu verlässliche Beweise?
    • Steibocktschingg 02.07.2019 16:52
      Highlight Highlight "Schlepper", "Erpresser"? Die schieben die Boote mit den Flüchtlingen ins Meer und es ist ihnen egal, ob sie danach absaufen oder nicht. Leute wie Kapitänin Rackete helfen den überforderten Küstenwachen bei ihren Aufgaben. Sind die Küstenwachen, und damit die Mittelmeerstaaten, also auch Schlepper und Erpresser?

      Auch Verleumdungen und Lügen aus einer gewissen Ecke können an den Tatsachen nichts ändern.
    • Rabbi Jussuf 02.07.2019 18:43
      Highlight Highlight Steibock
      "Leute wie Kapitänin Rackete helfen den überforderten Küstenwachen bei ihren Aufgaben."

      Wenn es so wäre, dann gäbe es nicht schon den gefühlt 74sten Artikel zur Seawatch. Das gäbe nämlich keine Schlagzeilen und folglich kein Spendengeld.
      Ganz im Gegenteil, die NGOs und die Küstenwache sind sich spinnefeind.
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Das Drama um «Sea Watch»-Kapitänin Carola Rackete – erzählt in 7 Punkten

Die italienische Justiz hat Carola Rackete angeklagt. Die Kapitänin war seit mehr als zwei Wochen mit der «Sea Watch 3» auf dem Mittelmeer unterwegs und zog den Zorn von Italiens Innenminister Matteo Salvini auf sich. Kein Hafen wollte das Schiff mit 52 Flüchtlingen anlaufen lassen. Sie fuhr trotzdem nach Lampedusa.

Am 12. Juni nahm die unter holländischer Flagge fahrende «Sea Watch 3» der gleichnamigen deutschen NGO in internationalen Gewässern ausserhalb des libyschen Hoheitsgebiets 53 Schiffbrüchige auf. Das Schlauchboot, auf dem sie unterwegs gewesen waren, war in Seenot geraten. Die Küstenwache des Bürgerkriegslandes Libyen forderte das Schiff auf, die Geretteten nach Libyen zu bringen. Die Küstenwache ist de facto keine staatliche Behörde. Sie untersteht verschiedenen Warlords und Milizen, …

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