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Interview

«Europas Vermittlungs-Versuche sind für Iran wenig glaubwürdig»

Iran wird Rache üben für Ghassem Soleimanis Tod, sagt Adnan Tabatabai – vor allem unter US-Bürgern im Mittleren Osten. Der Politologe sieht kaum Chancen auf Entspannung.

Alexandra Endres / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Adnan Tabatabai ist Mitgründer und Geschäftsführer des Center for Applied Research in Partnership with the Orient (Carpo) in Bonn, lehrt an der Universität Düsseldorf und hat das Buch «Morgen in Iran. Die Islamische Republik im Aufbruch» geschrieben. Als Iran-Experte berät er europäische Politik und Wirtschaft. Im Interview spricht er darüber, welche Folgen die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen gezielten US-Raketenangriff in Bagdad haben könnte: für Iran selbst, die Region und die Beziehungen Irans zum Westen.

ZEIT ONLINE: Herr Tabatabai, in Iran haben an diesem Sonntag die Trauerzeremonien zu Ehren des von den USA getöteten Generals Ghassem Soleimani begonnen. Bis zur Beisetzung am kommenden Dienstag soll Soleimanis Sarg durch mehrere Städte getragen werden, damit die Menschen öffentlich um den General trauern können – eine solche Prozession gab es in der Islamischen Republik noch nie, nicht einmal für Ajatollah Chomeini nach dessen Tod 1989. Empfinden die Menschen in Iran Soleimanis Tod als vergleichbaren Verlust?
Tabatabai: Ein grosser Teil der iranischen Bevölkerung hat Soleimani verehrt. Schon die ersten Bilder zeigen, dass Millionen im ganzen Land zu den Trauermärschen kommen. Das ist schon mit den Massenkundgebungen nach dem Tod von Ajatollah Chomeini vergleichbar.

Warum war der General so beliebt?
Soleimani hat den Terror des sogenannten Islamischen Staats und ganz generell kriegerische Handlungen von iranischem Territorium ferngehalten. Das ist der ganz pragmatische, sicherheitspolitische Grund. Hinzu kommt, dass Soleimani ganz verschiedene Strömungen im Land in seiner Person repräsentierte: Religiös verkörperte er einen schiitischen Islam, politisch einen gegen die USA gerichteten Antiimperialismus und Nationalismus. Innenpolitisch hat er sich hingegen eher zurückgehalten. Damit erreichte er ein breites politisches Spektrum. Im Ausland wurde er natürlich ganz anders gesehen.

epaselect epa08104519 Iranians carrying the coffin of late Iranian Revolutionary Guards Corps (IRGC) Lieutenant general and commander of the Quds Force Qasem Soleimani in the city of Mashhad, northeast Iran, 05 January 2020. The Pentagon announced that Iran's Quds Force leader Qasem Soleimani and Iraqi militia commander Abu Mahdi al-Muhandis were killed on 03 January 2020 following a US airstrike at Baghdad's international airport. The attack comes amid escalating tensions between Tehran and Washington.  EPA/Mohammad Hossein Taghi

Zehntausende Iraner nehmen am Trauermarsch teil. Bild: EPA

Was bedeutet sein Tod politisch für Iran?
Fangen wir damit an, was er nicht bedeutet. Soleimani hinterlässt kein Machtvakuum. Er war zwar eine wichtige Figur innerhalb des Militärapparats. Aber diese Strukturen sind sehr stark institutionalisiert, da bricht jetzt nichts weg. Die Ausführungen, er sei der zweitmächtigste Mann im Land, sind völlig übertrieben, er war auch nie Präsidentschaftskandidat und noch weniger ein möglicher künftiger Revolutionsführer. Insgesamt werden sich die Kriege zuspitzen, die es in der Region ohnehin schon gibt, und die Lage wird dort noch komplizierter. Aber ich sehe keinen dritten Weltkrieg.

Was war er dann?
Soleimani war ganz wichtig für die Entwicklung der sicherheitspolitischen Strategie Irans im Mittleren Osten. In dem Bereich hat er seine eigenen Entscheidungen getroffen, und die konnten auch im Widerspruch zur Haltung des Präsidenten stehen. Wenn so jemand in einer hochgradig fragwürdigen Militäroperation in einem dritten Land gezielt über einen Drohnenangriff getötet wird, dann ruft das in Iran natürlich grossen Aufruhr und Abscheu gegenüber der US-Politik hervor – und zwar in einem Ausmass, das die iranische Führung alleine gar nicht provozieren könnte. Dass US-Präsident Donald Trump jetzt noch per Twitter androht, iranische Kulturstätten und andere Ziele zu bombardieren, macht es noch schlimmer.

Wie wird Irans Regierung darauf reagieren?
Kurzfristig wird sie wohl Akte der Blutrache verüben. Mittel- und langfristig wird sie ihr Ziel, die USA aus dem Mittleren Osten zu vertreiben, vor allem aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, noch stärker verfolgen. In welchem Zeithorizont das geschehen wird und wo genau, ist nicht klar, und Iran wird mit dieser Unsicherheit auch ganz gezielt spielen. Darin liegt eine besondere Gefahr. Insgesamt werden sich die Kriege zuspitzen, die es in der Region ohnehin schon gibt, und die Lage wird dort noch komplizierter. Aber ich sehe keinen dritten Weltkrieg.

Akte der Blutrache – was heisst das konkret?
In Ländern um Iran herum gibt es unzählige US-Militärbasen. Die Interessen und Truppen der USA befinden sich somit in Reichweite iranischer Raketen sowie von Iran nahestehenden Ländern und Milizen. Sie könnten Operationen planen, die das Leben von US-Staatsangehörigen in der ganzen Region gefährden.

Ist Europa auch bedroht?
Wenn zu den vielen Kriegen im Mittleren Osten nun eine weitere Eskalation hinzukommt, ist das natürlich für Europa ganz grundsätzlich ein sicherheitspolitisches Risiko – und auch ein ökonomisches, wie der steigende Ölpreis zeigt. Aber ich halte die Gefahr für gering, dass es hier zu konkreten Anschlägen kommt. Für Irans Regierung ist es zunächst am einfachsten, die USA durch ihre – staatlichen oder nicht staatlichen – Verbündeten im Mittleren Osten zu attackieren. US-Militärbasen befinden sich unter anderem in Irak, Afghanistan, Saudi-Arabien, Kuwait und Katar. Iran ist praktisch von ihnen umzingelt. Für die USA bedeutet das, dass sie in der Region selbst zunächst viel verwundbarer sind als anderswo. Die US-Regierung behauptet, sie habe Soleimani getötet, um amerikanische Leben zu retten. Ich fürchte, die iranische Regierung wird jetzt sehr darum bemüht sein, das Gegenteil zu beweisen.

Wie gross schätzen Sie die Gefahr von digitalen Racheakten ein? Angeblich haben iranische Hacker bereits eine Internetseite der US-Regierung gekapert und lahmgelegt.
Cyberangriffe sind sicherlich denkbar, sie liefen ja schon vorher, und zwar in beide Richtungen. Aber die Debatte, die ich aus Iran mitbekomme, fokussiert sich im Moment eher auf die US-Truppen in der Region.

«Bisher waren die europäischen Bemühungen der Deeskalation leider unfassbar ineffektiv.»

Bundesaussenminister Heiko Maas bemüht sich um eine Deeskalation und hat direkte Gespräche auch mit der iranischen Regierung angekündigt. Wie aussichtsreich ist das?
Bisher waren die europäischen Bemühungen der Deeskalation leider unfassbar ineffektiv. Das haben die anderthalb Jahre gezeigt, seit die USA das Atomabkommen aufgekündigt haben. Es gab eine vielversprechende Initiative von Emmanuel Macron, zwischen Teheran und Washington zu vermitteln, es gab regelmässige Aufrufe aus allen europäischen Hauptstädten in Richtung Washington, es nicht zu sehr eskalieren zu lassen. All das hat überhaupt nichts bewirkt, wie die Tötung von Soleimani gezeigt hat. Der Transaktionskanal Instex, der den europäischen Handel mit Iran trotz der US-Sanktionen ermöglichen soll, geht nicht in Betrieb, aus Angst vor den USA.

In der aktuellen Krise hat keine einzige europäische Regierung thematisiert, wie fragwürdig auf rechtlicher Ebene die Tötung Soleimanis war. Das kann sich vermutlich auch niemand politisch leisten. Aber Teheran erwartet das. Und solange es keine europäische Kritik an den USA gibt, solange es Europa nicht gelingt, die eigenen Beziehungen zu Iran vom Druck aus den USA zu emanzipieren, sind Vermittlungsversuche aus iranischer Sicht wenig glaubwürdig. Ich wünschte, ich könnte das Gegenteil sagen, aber ich erwarte da keinerlei Effekt.

Was bedeutet die aktuelle Eskalation innenpolitisch für die Reformkräfte in Iran?
Durch die Tötung Soleimanis geraten alle im Land, die für eine Öffnung gegenüber dem Westen werben, in die Defensive. Was hat die Öffnung Iran schliesslich gebracht? Ein nicht funktionierendes Nuklearabkommen und den Tod des Generals. Alle aber, die mit teils grossem ideologischem Eifer für eine Konfrontation argumentieren, werden an Einfluss gewinnen. Das wird man bei den Parlamentswahlen im Februar spüren und auch bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr. Die Debatte, die ohnehin schon nach rechts driftet, wird sich weiter radikalisieren.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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US-Militärschlag gegen Iran-General

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48
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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 06.01.2020 13:02
    Highlight Highlight Der Iran war auf gutem Weg. Aber seit der irre Trump die Welt durcheinanderwirbelt,
    wurde die Zukunft Irans
    hat überhaupt keine Weitsicht und keine Umsicht.
    • Rabbi Jussuf 06.01.2020 13:57
      Highlight Highlight Auf gutem Weg?
      Meinst du damit den erfolgreichen Aufbau der Hisbollah, die tatkräftige Unterstützung der Hamas oder die Waffen an die Huthi-Rebellen?
      Oder vielleicht die Erschiessung von Demonstranten in Bagdad? Die schiitische Regierung ebenda?
      Oder die iranischen Spezialtruppen in Syrien?
      War alles schon lange vor Donald auf gutem Weg.
  • Trompete 06.01.2020 08:22
    Highlight Highlight "Aber ich sehe keinen dritten Weltkrieg."

    Ich hoffe, die Polemiker unter den Kommentatoren, welche nicht verstehen konnten, dass der Ausbruch des 1. WK nicht mit der jetzigen Situation vergleichbar ist, werden sich wenigstens vom Experten belehren lassen.
  • Pascolo 06.01.2020 00:52
    Highlight Highlight Der Iran? Den giebts doch nur noch so lange die Amis wollen, eine Sache von wenigen Stunden!
  • sikki_nix 06.01.2020 00:31
    Highlight Highlight Drei Jahre trumpsche Regentschaft haben deitlich gezeigt, dass Europa dringend darauf hinarbeiten sollte sich auf allen Ebenen von den USA zu emanzipieren. Dann würden unter vielem anderem auch ernstzunehmende Vermittlerrollen möglich.
  • Heb dä Latz! 05.01.2020 23:43
    Highlight Highlight Was macht oder meint eigentlich der schöngeistige Papst so?
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 06.01.2020 00:03
      Highlight Highlight Der hat eine akute Weihrauchüberdosis und lustwandelt wirr im Garten des Vatikans unter Aufsicht der Schweizer Garde.
    • Eidi 06.01.2020 07:29
      Highlight Highlight Der Papst wird wohl kaum der Richtige sein um mit den hardcore Muslimen zu verhandeln, bzw. um zu Schlichten.
  • cgk 05.01.2020 23:22
    Highlight Highlight Soleimani war zuständig für die staatlich finanzierte Aufrüstung, Finanzierung und Ausbildung von Terrormilizen wie Hamas und Hisbollah. Er schickte Hunderttausende Waffen und Raketen an Terroristen im Nahen und Mittleren Osten, baute Netzwerke in Europa, Südamerika, Afrika. Er verantwortete Massaker in Syrien, ließ ganze Städte aushungern und unterstützte Assad finanziell und militärisch. Er ordnete Terrorattacken weltweit an, darunter auch Mordanschläge auf iranische Dissidenten in Europa, ließ jüdische Einrichtungen in Deutschland ausspähen. Er hat Krieg gespielt.
    • P. Silie 05.01.2020 23:57
      Highlight Highlight @ CGK: "ließ jüdische Einrichtungen"

      Es waren Kindergärten... Kindergärten..

      Übrigens vorallem finanziert durch die Europaletten voller US Dollars die der Iran von der Obama Administration erhalten haben, zum Dank für das Unterzeichnen des genialen Vertrags!!!

      Statt in Infrastruktur, Schulen und anderes zu investieren hat man seine Milizen im Libanon, Syrien, Yemen und im Irak aufgerüstet - Well done indeed!
    • P. Meier 06.01.2020 00:10
      Highlight Highlight Richtig! Und der US-Präsident hat ebenfalls Krieg gespielt inkl. Kollateralschaden ( wie er wohl die Ermordung weiterer anwesender Personen erklären wird). Da zwischen gut und böse resp. Recht oder Unrecht unterscheiden zu wollen, dürfte sich erübrigen.
    • HabbyHab 06.01.2020 00:16
      Highlight Highlight .. die USA tun das alles in viel grösserem Ausmass.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 05.01.2020 22:57
    Highlight Highlight Trump hat befohlen, jemanden zu ermorden. Damit prahlt er auf Twitter. Wie gesetzeswidrig es ist, dass jemand einfach auf Geheiss des Königs ähm Presidents stirbt, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Und das als "Diplomatie" in angespannten Zeiten.
    Wer hier Trump applaudiert, der applaudiert jemanden zu, der aus Laune heraus politische Todesstrafen ohne Prozess anordnet. Wählen die Amerikaner ihn erneut, dann kommt eine dunkle Zeit auf die Menschheit zu (ausser man hat Aktien - Trump mag steigende Kurse weil er damit seine Wirtschaftspotenz belegen kann).
    • Allkreis 05.01.2020 23:22
      Highlight Highlight Trump geniesst hohe innenpolitische Zustimmung und repräsentiert damit die USA wie sie eben ist. Ist besser so, als ein netter Präsi, der es schafft auch europäische Staaten dazu zu bringen, ihre Armeen auch noch für die perfiden Kriege zur Verfügung zu stellen.
  • Scheriii 05.01.2020 22:54
    Highlight Highlight Macht irgendwie Angst. Ob mein 2-jähriger eine schöne Zukunft haben wird?
    Gute Nacht und guten Start morgen.
    • P. Silie 05.01.2020 23:59
      Highlight Highlight Sie meinen Sie haben Angst vor Terroranschlägen durchgeführt von durch Iran finanzierte Terrorbanden?
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 06.01.2020 00:05
      Highlight Highlight Machen sie einen guten Menschen aus ihm und die Hoffnung steigt. Ich habe solches wiederholt im eigenen Umfeld erlebt.
  • Eidi 05.01.2020 22:38
    Highlight Highlight Mir kommt das kalte Kotzen wenn ich die Rückgradlosigkeit der Europäischen Reigerungen sehe.
    Alle Katzbuckeln vor den Amis und geben den USA so völlig recht in ihrer Politik.
    • Ueli der Knecht 05.01.2020 23:42
      Highlight Highlight Die angeblich neutrale Schweiz ist da keinen Deut besser.

      Da droht ein Trump unverhohlen auf Twitter mit der Zerstörung von Kulturstätten, also mit einem Kriegsverbrechen, und trotzdem erlaubt die Schweiz seine Einreise in die Schweiz zum Besuch des WEFs, wo er dann wie ein Popstar gefeiert wird.

      Ich schäme mich zutiefst für diese arschkriechende Schweiz, welche sich zum Vasallen eines Kriegsverbrecher macht.
    • Maragia 06.01.2020 00:15
      Highlight Highlight @Ueli. Dann geh in die Politik und ändere was, statt hier rumzuheulen...
    • P. Meier 06.01.2020 00:17
      Highlight Highlight @Uelu der Knecht; D. T. ist immer noch der Präsident der USA und eine Verweigerung der Einreiseerlaubnis wäre wohl diplomatisch kontraproduktiv. Dies vor allem in Anbetracht des diplomatischen Auftrages der Schweiz für die USA und den Iran. Zum Glück verzichtet unsere Regierung auf kleingeistiges Mimimi. Solange mit jemandem gesprochen wird, kann auch die eigene Meinung kund getan werden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 05.01.2020 22:36
    Highlight Highlight "Iran wird Rache üben für Ghassem Soleimanis Tod, sagt Adnan Tabatabai – vor allem unter US-Bürgern im Mittleren Osten."

    Das ist sehr primitiv, weil so stehen die Chancen recht gut, dass die Iraner nun Menschen ermorden werden die eigentlich vollkommen gegen Donald Trump sind.
    • Rabbi Jussuf 06.01.2020 12:34
      Highlight Highlight Advocatus
      Rache? Das ist nur Grosslotzgelaber. Es wird sich kaum etwas ändern. Die Toten durch iranische Kräfte gab es schon vorher massenhaft. Im Irak gegen Demonstranten. Saudische Ölfelder, die Huthi Rebellen werden vom Iran unterstützt, namentlich von Soleimani unterstützt, etc. Eigentlich kann es nur ruhiger werden, nachdem der fähigste Kopf der iranischen Kriegstreiber fehlt.
  • Walser 05.01.2020 22:26
    Highlight Highlight Das Mullah Regime in Teheran ist ein religiöses Terrorregime. Mit denen kann und soll man keine normalen Beziehungen haben. Die Europäer sollten der Seite der USA dieses Regime entfernen! Wenn diese Ansonsten dereinst Atomwaffen haben sollten, Gute Nacht zusammen.
    • Zekrov 05.01.2020 23:55
      Highlight Highlight Muhlla regime ist eine Sache, die zionisstische ultra othodoxe bewegung Israels eine andere und Idioten Pack der USA eine andere.
      Überall gibs jene umd welche aber an den Iran sehe ich das kleinere übel.
    • cgk 06.01.2020 13:23
      Highlight Highlight @Zektov, wenn du wählen müsstest wo zu leben, in Iran, USA oder Israel, würdest du dann auch „das kleinere Übel“ wählen?
    • Zekrov 06.01.2020 23:12
      Highlight Highlight Ich würde lieber im Iran leben als USA/Israel ohne frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 05.01.2020 22:25
    Highlight Highlight Ich bin kein Experte für die Nahost Politik. Jedoch sehe ich in der Tötung einer solch wichtigen Personen den Nährboden für den Hass der nächsten Generation im Iran und anderen Ländern. Sagen wir - In der Region. Wir haben also jetzt schon die Junge, die Kinder und die ungeborenen darauf ausgerichtet die USA zu hassen und somit dreht sich die Spirale weitere 30 Jahre zwischen dem Iran und den USA und der Frieden,....hach frieden. welche Noble geste. Den wird es nie geben.

    Ein Attentat in den USA? Durchaus Möglich, sogar schlimmer als 9/11.
    • BetterTrap 06.01.2020 00:23
      Highlight Highlight Nein - das ist Quatsch und völlige Angstmacherei.
      Das iranische Parlament skandiert zwar mit dem “Tod für Amerika” hat aber heute ganz klar definiert was das bedeutet.

      Treffen wird es wenn amerikanische Soldaten im Nahen Osten (die da nichts zu suchen haben).
      Der Iran hat und hatte nie was gegen die US-Bevölkerung.
      Wie damals schon die Besatzung der Botschaft zeigte, Schwarze und Frauen wurden sofort freigelassen, da man sich einig war, dass die in Amerika nichts zu sagen haben und selber unterdrückt wurden.
    • Scaros_2 06.01.2020 09:14
      Highlight Highlight BetterTrap

      Nur weil die Regierung was definiert, heisst das noch lange nicht, das alleim Volk so handeln werden.
  • Pragmatiker 05.01.2020 22:24
    Highlight Highlight Nur eine Konter-Revolution kann die Mullahs entfernen. Davon ist der Iran weit entfernt.
    Ich hoffe trotzt allen Links-Opportunisten auf eine strake USA.
    • Ueli der Knecht 05.01.2020 23:53
      Highlight Highlight Die Iraner wollen ihr derzeitiges Regime loswerden. Aber nicht mit einer (Konter-)Revolution, sondern ohne Blutvergiessen auf rechtsstaatlichem Wege. Khomeiny hat dafür übrigens die Grundlagen gelegt. Das wissen zB. gemässigte Mullahs wie Kathami oder Rohani. Und das lehren die künftigen Rechtsgelehrten in Qom, die mehrheitlich keine Regime-Anhänger sind.

      Die uralte persische Kultur zeichnet sich auch durch viel Geduld aus.
    • P. Silie 06.01.2020 00:02
      Highlight Highlight Wird ja auch immer schwieriger.. Humanisten wie Soleimani haben ja etwas über 1,000 Demonstranten umgenietet...
    • Zekrov 06.01.2020 00:06
      Highlight Highlight Ich hoffe die USA blamiert sich richtig hart!!!.
      Verliert hoffentlich viele seine Militärischen Ressourcen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tagomago 05.01.2020 22:23
    Highlight Highlight Hier geht es nicht um Europa, sondern einzig und allein um Israel. Trump hat Netanyahu einfach einen Gefallen getan.
    • AdvocatusDiaboli 05.01.2020 22:40
      Highlight Highlight Herr Soleimani hat mehr US Soldaten umbringen lassen als er Israelis ermordet hat.
  • Alphonse Graf Zwickmühle 05.01.2020 22:19
    Highlight Highlight Hä? Europa vermitteln? Was sollen die vermitteln wenn einer wie der Donald das gesamte Geschirr an die Wand schmettert und den Teufel persönlich aus dem Keller zerrt?
    • Herbsli69 05.01.2020 23:02
      Highlight Highlight Genau! Die ist überfällig. Europa muss endlich seinen eigenen Weg gehen. Nicht mit den USA brechen, aber sich von ihnen emanzipieren. Allerdings müsste Europa dann mit einer Stimme sprechen, was ich derzeit ganz und gar nicht sehe.

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