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«Mit dem Angriff auf die Kurden in Afrin will Erdogan die Türken hinter sich scharen»

Während einer Demonstration in Beirut, Libanon, trägt ein kurdisches Mädchen das Bild der 23-jährigen Barin Kobani, die in Afrin bei einem Angriff getötet wurde. Bild: EPA/EPA

Türkei-Experte Hans-Lukas Kieser findet es beschämend, dass die westliche Diplomatie sich nicht zum Krieg von Erdogan gegen die Kurden äussert. Im Interview erklärt er die Hintergründe des Feldzugs «Operation Olivenzweig» und fordert die Schweiz auf, Stellung zu beziehen.

07.02.18, 09:25 08.02.18, 08:18


Seit bald drei Wochen greift die Türkei das Kurdengebiet im Nordwesten von Syrien an. Wie kam es dazu?
Hans-Lukas Kieser:
Der Auslöser für die Invasion ist, dass die USA vermehrt eine in Erdogans Augen «terroristische» Organisation stützen. Die Amerikaner kämpfen seit 2014 an der Seite der Kurden in Syrien. Als sie kürzlich bekannt gaben, dass sie zusammen mit den kurdischen Kräften eine Grenzschutztruppe aufbauen wollen, startete die Türkei ihren Feldzug, den sie allerdings schon länger im Sinn hatte.

Warum wollten die USA eine Grenzschutztruppe einrichten?
Seit Präsident Donald Trump im Amt ist, hat man lange darauf gewartet, wie die weitere Strategie der Amerikaner in Syrien sein wird. Nach einem Jahr wurde nun kommuniziert, dass die USA die «Syrischen Demokratischen Streitkräfte», auch SDF genannt, weiterhin im Kampf gegen den Islamischen Staat und zur längerfristigen Sicherung Nordsyriens unterstützen wollen.

screenshot: youtube

Zur Person: 

Hans-Lukas Kieser ist Historiker an den Universitäten Zürich und Newcastle, Australien. Er forscht vor allem über das späte Osmanische Reich sowie die Geschichte der Türkei und deren Beziehungen zu Europa und der Schweiz. 

Wer ist die SDF?
Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) sind der Kern der Organisation der SDF. Weiter gibt es darin arabische und assyrische Truppen mit eigenen Einheiten und eigenen Strukturen. Dann gibt es auch Armenier und Turkmenen, welche in der SDF kämpfen. Sie agieren in einem Gebiet, das sich östlich des Euphrats über einen Drittel von Syrien erstreckt – das Gebiet, das die SDF vom Islamischen Staat zurückerobert hat.

Die Türkei argumentiert, die YPG sei eine terroristische Organisation.
Für den Präsidenten Recep Erdogan ist die syrische YPG dasselbe wie die kurdische Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei verboten ist. Deswegen müsse diese Organisation auch jenseits der Grenzen bekämpft werden, sagt er. Diese Argumentation ist fadenscheinig. Zwar berufen sich beide Organisationen auf Abdullah Öcalan. Doch die YPG hat eine eigene Geschichte und hat nie Angriffe gegen die Türkei getätigt, was einen Feldzug legitimieren würde. Übrigens wird die PKK in der Schweiz nicht als Terrororganisation eingestuft.

Was ist das Interesse der Amerikaner?
Gerade letzte Woche äusserte sich der Oberkommandierende der amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten, General Joseph Votel, dazu. Er betonte, dass die ganze Welt der SDF sehr dankbar sein müsse für die gewaltigen Opfer, die sie gegen den islamistischen Terror geleistet haben. Es war wie eine verhüllte Anklage gegen europäische Regierungen, die sich weiterhin nur ganz zurückhaltend zur Invasion der Türkei äussern.

«YPG-Gebiete sind seit Beginn des Bürgerkriegs eine Zufluchtsstätte für bedrängte Minderheiten wie Christen und Jesiden.»

Wie geeint sind die Kurden?
Es handelt sich um eine mobilisierte Gesellschaft, die im Krieg steht und die massiv bedroht wird. Die YPG hat eine breite Unterstützung. Zwar gibt es eine kurdische politische Opposition gegen die YPG, was auch schon zu rabiaten Auseinandersetzungen geführt hat. Aber innerhalb der Umstände, die im Nahen Osten herrschen, sind die YPG-Gebiete vergleichsweise freiheitlich, demokratisch und gut organisiert, und deshalb seit Beginn des Bürgerkriegs eine Zufluchtsstätte für sehr viele Menschen, darunter bedrängte Minderheiten wie Christen und Jesiden.

Syrien aktualisierte Infografik Karte

karte: lea senn

Welches Ziel verfolgen die Kurden in Nordsyrien?
Das Schaffen eines eigenen Nationalstaats wird inzwischen von den Kurden als reaktionär angeschaut. Der ideologische Führer der YPG, Abdullah Öcalan, hat sich politisch entwickelt, seit er im Gefängnis ist. Stark hat ihn das Denken des Basisdemokraten und Anarchisten Murray Bookchin beeinflusst. Dieser propagierte ein basisdemokratisches und föderalistisches Gesellschaftsmodell. Demnach wollen die Kurden Einheiten aufbauen, die in einer grösseren, gemischt-ethnischen Föderation stehen. Übrigens: Ihre Gebiete bezeichnen die Kurden bewusst als «Kantone».

Warum?
Weil sie damit die föderalistischen, basisdemokratischen und multikulturellen Eigenschaften ihres Gesellschaftsmodells – mit Bezug auf die Schweiz – betonen möchten.

Wie weit fortgeschritten ist dieses gesellschaftliche Projekt der Kurden?
Trotz des Kriegszustandes haben immer wieder Wahlen stattgefunden. Es wurden Strukturen aufgebaut und leitende Funktionen werden gleichwertig an Männer wie auch Frauen vergeben. In den Räten und Parlamenten gibt es Vertreter von allen ethnischen und religiösen Gruppierungen. Für die Amerikaner ist das Projekt so weit fortgeschritten, dass sie es unterstützen wollen.

Ausgerechnet die antikommunistischen USA wollen das basisdemokratische und antikapitalistische Projekt der Kurden unterstützen. Ist das nicht widersprüchlich?
Auf den ersten Blick erscheint das vielleicht widersprüchlich. Doch der Kalte Krieg liegt mittlerweile Jahrzehnte zurück. Der Antikapitalismus der Kurden stellt für die USA keine Bedrohung dar. Es geht ihnen eher um genossenschaftliche ökonomische Modelle, die sie realisieren wollen. Die sind aber noch wenig entwickelt.

epa06467028 Turkish soldiers training with their tanks near Syrian-Turkish border, at Hatay, Turkey, 23 January 2018. Reports state on 20 January 2018 that the Turkish army is on an operation named 'Operation Olive Branch' in Syria's northern regions against the Kurdish Popular Protection Units (YPG) forces which control the city of Afrin. Turkey classifies the YPG as a terrorist organization.  EPA/SEDAT SUNA

Türkische Soldaten trainieren in einem Camp in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze. Bild: EPA/EPA

Wird es in Zukunft zu Zusammenstössen zwischen türkischen und amerikanischen Streitkräften kommen?
Das wollen eigentlich alle Akteure verhindern. Es hätte unberechenbare Konsequenzen. Nach den jüngsten Erklärungen von General Votel, der seine Anweisungen direkt vom Weissen Haus hat, muss es sich Erdogan gut überlegen, wie er in der Öffentlichkeit auftritt. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass er weiter auf Eskalation setzt. Er hat mehrfach von der Wiedergewinnung einst osmanischer Einflusszonen und der Besetzung von Afrin und von noch östlicheren Gebieten, also Manbij sowie dem YPG-Gebiet östlich des Euphrats gesprochen. In Manbij befindet sich ein amerikanischer Stützpunkt.

«Der Krieg ist ein Sammelruf, bei dem sich alle hinter dem Führer versammeln.»

Wie gross ist der Rückhalt von Erdogan in der Türkei?
Der Angriff auf Afrin bedeutet, auf Krieg zu setzen, um möglichst viele hinter sich zu scharen – was gerade in der Türkei immer wieder gut funktioniert. Tatsächlich hat Erdogan damit die grosse Mehrheit im Land hinter die Regierung geschart. Vor dem Afrin-Feldzug haben Erdogan und seine Partei weniger als 50 Prozent Unterstützung genossen – eine wacklige Grundlage für Erdogans Ehrgeiz. Aber der Krieg ist ein Sammelruf, bei dem sich alle hinter dem Führer versammeln.

Er hat innenpolitische Absichten?
Ja, Erdogan muss die nächste Präsidentschaftswahl gewinnen, um sich und sein autoritäres Regime definitiv abzusegnen.

Was passiert mit Leuten, die sich gegen den Krieg stellen?
Die werden verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Und zwar sofort. Inzwischen sind es schon 400 Personen. Wer Kritik äussert, egal ob diese politisch ist oder wie im Fall des Präsidenten der türkischen Ärztekammer humanistisch, der wird sanktioniert.

epa06498123 Kurdish protesters carry national flags, olive branches, and placards as they shout slogans during a protest against what they call the 'Turkish aggression' in northern Syria, near the US embassy in Awkar, east of Beirut, Lebanon, 05 February 2018. The Turkish army is on an operation named 'Operation Olive Branch' in Syria's northern regions against the Kurdish Popular Protection Units (YPG) forces which control the city of Afrin. Turkey classifies the YPG as a terrorist organization.  EPA/WAEL HAMZEH

«Operation Olivenzweig» nennt Erdogan seinen Angriff auf die Kurden. Weltweit wird dagegen protestiert.  Bild: EPA/EPA

Erdogan nennt seinen Feldzug Operation Olivenzweig.
Das ist ein geradezu zynischer Euphemismus. Die Taube mit dem Olivenzweig im Schnabel ist ein Symbol des Friedens.

Wer kämpft auf der Seite der Türken?
Die türkische Armee selbst ist noch wenig in kurdische Gebiete eingedrungen, sondern sie rekrutiert Milizen der sogenannten Freien Syrischen Armee, genannt FSA. Die FSA wurde zu Beginn des Bürgerkriegs in Syrien von Amerikanern, den Saudis und der Türkei als eine bewaffnete Opposition gegen Assad aufgebaut. Schon bald aber, ab 2013, dominierten Dschihadisten die Organisation. Heute sind die Milizen der FSA grossenteils radikal dschihadistisch.

Inwiefern unterscheiden sich diese Milizen vom Islamischen Staat?
Von aussen sehen sie gleich aus, verhalten sich gleich, haben dieselbe Ideologie, ja sie schreien gar dieselben Slogans. Jedoch herrscht zwischen den verschiedenen dschihadistischen Organisationen ein blutiger Kampf. Sie sind sich spinnefeind. Der «IS» sieht in der Türkei einen bösen, ketzerischen Staat, der den Islam missbraucht.

«Man muss mit zahlreichen ehemaligen ‹IS›-Leuten in den Reihen jener Milizen rechnen, die die türkische Armee begleiten.»

In den sozialen Medien zirkulieren Bilder von vermeintlichen «IS»-Kriegern, die auf der Seite der türkischen Armee kämpfen. Sind diese Bilder Fake?
Nicht unbedingt. Wer jetzt auf der Seite der Türkei kämpft, kann sich zwar öffentlich nicht mehr als «IS»-Krieger bezeichnen. Aber es gibt viele «IS»-Leute, die vor der YPG aus Syrien in die Türkei fliehen konnten. Dort gehörten sie zum Rekrutierungspool für den türkischen Geheimdienst, falls sie vom «IS» Abstand nahmen. Man muss also mit zahlreichen ehemaligen «IS»-Leuten in den Reihen jener Milizen rechnen, die die türkische Armee begleiten.

Turkey-backed Syrian opposition fighters of the Free Syrian Army wait to be driven towards the border with Syria, in the outskirts of the border town of Kilis, Turkey, Tuesday, Jan. 30, 2018. Turkey launched a military offensive against Afrin on Jan. 20 to drive out the Syrian Kurdish People's Protection Units, or YPG, which is says are an extension of the outlawed Kurdish rebels inside Turkey. (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

Ein türkischer Soldat an der türkisch-syrischen Grenze zeigt den faschistischen Wolfsgruss. Bild: AP/AP

Welche Rolle kommt dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad zu?
Gemäss übereinstimmenden Berichten hat ursprünglich die syrische Regierung, unterstützt von Russland, der Stadt Afrin Hilfe angeboten. Man würde Afrin übernehmen und verteidigen, lautete das Angebot. Die Kurden haben abgelehnt. Seither hat die syrische Regierung den Feldzug der Türken laufen lassen. So quasi als Züchtigung der Kurden. Natürlich hat sich Assad gegen die Invasion auf syrischem Territorium geäussert. Aber ein Stück weit kommt sie ihm auch gelegen, weil so die Kurden, die dort ihre eigenen Pläne umsetzen wollen, in Bedrängnis kommen.

Und Russland steht weiterhin hinter Assad?
Russland hat in den letzten Jahren einen schwierigen Eiertanz aufgeführt. Einerseits stand es der Assad-Regierung nahe, andererseits hat es immer die Freundschaft mit den Kurden betont. Die Russen beherrschen den gesamten Luftraum über Westsyrien. Dieser war bis zum 20. Januar über Afrin immer geschlossen. Die jetzige Öffnung kommt für die Kurden einem Verrat gleich. Dass die Russen die Kurden verunsichern, ist allerdings auch ein tiefer Nadelstich gegen die verbündeten Amerikaner. Die jetzige russische Haltung ist stark durch die Konkurrenz mit den USA bestimmt.

Die westlichen Staaten äussern sich bisher nur sehr zurückhaltend zum Feldzug der Türkei. Wie beurteilen Sie das?
Es ist beschämend. Es handelt sich um einen Angriffskrieg gegen einen Nachbarstaat. Das ist eine massive Verletzung des Völkerrechts – und wird von der westlichen Diplomatie unter den Teppich gekehrt.

«Die YPG waren jene Menschen, die sich zu Tausenden geopfert haben für den Kampf gegen die Massengräuel des ‹IS›.»

Auch die Schweiz hat sich offiziell bisher nicht zum Krieg in Nordsyrien geäussert.
Nein. Gibt die UNO oder die USA bei anderen Gelegenheiten ein Votum ab, ist man stets eilig darum bemüht, ebenfalls ein Statement nachzuliefern. Jetzt, wo fast niemand etwas sagt, wäre es jedoch wichtiger, dass ein kleiner Player es wagt, klare, zutreffende Worte zu finden. Vor allem wenn man bedenkt, dass die YPG jene Menschen waren, die sich zu Tausenden geopfert haben für den Kampf gegen die Massengräuel des IS – den Kampf gegen jene also, vor dessen Anschlägen sich der Westen so sehr fürchtet.

2014 haben die Kurden Kobane vom «IS» befreit

Ein unabhängiges Kurdistan? Irakische Kurden jubeln

Video: srf

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26
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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 08.02.2018 07:21
    Highlight In einem Krieg gibt es nur "für uns", oder "gegen uns".
    Das weiss Erdogan sehr genau.
    Darum führt er Krieg!
    Dann kann er die Türken disziplinieren und seine Gegner gnadenlos verfolgen und töten.
    Seine Logik hat aber auch "Rückseiten":
    Auch die Kurden werden in einer solchen Kriegs-Situation geeint!
    Und wie sie schon in ihrem heldenhaften Überlebenskampf gegen den IS am Ende triumphiert haben, werden sie auch dieses grausame AKP-Régime der Türkei überstehen!
    Aber dazu brauchen sie jetzt auch die Solidarität und Unterstützung aus Europa und aus der Welt!
    18 3 Melden
    • Foxcroft 09.02.2018 12:01
      Highlight Ich bin zwar kein Erdogan Fan, absolut nicht. Aber mich überrascht es immer wieder, das niemand das grosse Ganze versucht zu erkennen. Als Bsp. due Amis liefern den Kurden modernste Waffen, panzerbrechende Munition, Waffen für das Abschiessen von Helikoptern, usw... , kann mir jemand sagen warum so ein Haufen Material geliefert wird?? Die Türken haben ja mit der Offensive erst begonnen nachdem die Waffenlieferungen begonnen hatten. Ich glaube nicht das die Amis nur wegen der Liebe zu den Kurden die Waffen liefern... ich bin mir sicher das Ziel ist wieder einmal für Chaos in der Region zuSorgen
      9 8 Melden
  • Ohniznachtisbett 07.02.2018 20:13
    Highlight Irgendwie gabs doch schonmal einen blutigen Bürgerkrieg bei dem die Diktatoren dieser Welt ihre Waffen getestet haben und der Westen hat zugeschaut. Kleiner Tipp: gibt ein berühmtes Bild von Picasso...
    17 3 Melden
  • Spiessvogel 07.02.2018 14:33
    Highlight Wie sich die Bilder gleichen. Als die Türken die Armenier ausradierten, schauten die damaligen bestimmenden Mächte Briten, Franzosen und die USA dem Völkermord zu. Die Nazis folgerten daraus, dass dieselben Mächte auch der Vernichtung der Juden zuschauen würden. Jetzt schauen alle wieder zu, wie Erdogan die Losung umsetzt, alles niederzuwalzen, was sich ihm in den Weg stellt. Die Auswirkungen des Brandstifters werden auch dieses Mal Europa nicht verschonen, wenn es den Mut nicht aufbringt, alle Waffenlieferungen an den Despoten am Bosporus sofort einzustellen.
    45 13 Melden
    • rodolofo 09.02.2018 08:14
      Highlight Darum hat ja Erdogan bereits damit begonnen, seine Waffen in Russland zu bestellen!
      Das ist ja das Traurige an der ganzen Sache:
      Immer lassen sich in irgendeinem Winkel der Erde genügend verelendete Kleinbürger und sadistische Nazis finden, die dazu bereit sind, für die "Zivilisierten Mächte" die Drecksarbeit zu erledigen.
      Die "Armut im Körper" findet sich dabei mit der "Armut im Geiste", mit dem Ziel, endlich reich zu werden...
      10 3 Melden
  • amore 07.02.2018 14:30
    Highlight Die UNO hatte es fertig gebracht, in der gleichen Region einen jüdischen Staat zu errichten. Dann wird es verdammt nochmal doch möglich sein für die Kurden dies auch zu tun. Umsomehr nach meinem Kenntnisstand die Kurden zu den vernünftigsten Menschen im nahen Osten gehören.
    54 14 Melden
    • Hoppla! 07.02.2018 23:44
      Highlight Jein. Der Staat Israel würde ich nicht umbedingt als Vorbild nehmen.
      6 2 Melden
  • Waedliman 07.02.2018 14:20
    Highlight Ich wünsche dieser zahnlosen alten Frau mit dem Winkelement nicht, dass ihr Lieblingssohn im Krieg fällt
    22 4 Melden
  • Waedliman 07.02.2018 13:32
    Highlight Passt doch alles gut zusammen. Niemand interessiert sich mehr für Genozide. Wir müssen strategisch denken, nicht human. Trump & Co. machen es vor, wie die Menschen heute ticken. Schnell noch ein Selfie mit der Leiche und dann ab an die Hotelbar - so sieht heute Realität aus.
    37 6 Melden
    • rodolofo 09.02.2018 08:19
      Highlight Immerhin sind die USA die Einzigen, welche den Kurden beherzt beigestanden sind, sowohl als der IS für Assad und Erdogan die Drecksarbeit erledigen wollte, als auch heute, wo Assad und Erdogan die Drecksarbeit selber erledigen wollen, da die Kurden den IS besiegt haben, nicht zuletzt dank den Kurdischen Frauen!
      8 3 Melden
    • Foxcroft 09.02.2018 13:32
      Highlight Also nach mir wurde die IS gestoppt nachdem die Russen sich aktiv eingeschaltet haben. Die Amis hatten grosse Mühe etwas gegen den IS zu unternehmen. Kurdische Frauen haben die IS gestoppt?? Ok, interessante Annahme.
      5 7 Melden
  • TheDude10 07.02.2018 12:42
    Highlight lass Hirn regnen. Wir brauchen bessere Bildung in der Türkei, mit allen Lehrern im Gefängnis schwierig.
    45 7 Melden
  • La12 07.02.2018 11:40
    Highlight Warum erstellt man nicht endlich einen kurdischen Staat in dieser Grenzregion als Pufferzone (Syrien, Irak, Iran und Türkei) es ist wirklich auch das einzige Volk welches humanistische Tendenzen (Frauen, Religion, sekuläre Auffassung etc.) aufzeigt dort. Aber dies scheint keine Sau zu interessieren.
    75 8 Melden
    • opwulf 07.02.2018 15:02
      Highlight Eigentlich richtig, aber genau die von dir genannten Punkte gab es schon früher & weiterhin in Syrien in den Gebieten welche Assad besetzt, ohne dass diese Regierung ein leuchtendes Bsp für Demokratie wäre. Die "freie" Welt oder zumindest deren Regierungen und Entscheidungsträger interessieren humanitäre Werte nur dann wenn sie politisch benutzt werden können, um Gesetze oder Wirtschaftsinteressen durchzusetzen. Bsp. siehe Jemen, siehe EU/Libyen Vertrag wg Flüchtlingen oder eben die nütztlichen Kurden die man fallen lässt, da sie zu unterstützen den Flüchtlingsvertrag mit TR gefärden könnte.
      19 4 Melden
    • me myself 07.02.2018 15:18
      Highlight Abslout deiner Meinung. Auch ist mir schleierhaft warum so ein Land wie die Türkei in der NATO ist.
      31 7 Melden
    • opwulf 07.02.2018 16:31
      Highlight me myself: Aus geopolitischen Erwägungen ist es glasklar wieso die NATO die Türkei auf ihrer Seite haben möchte. Die NATO ist an erster Stelle ein geopolitisches Militärbündnis und gehört nicht zur UNO. Die Basis der Nato beruft sich auf den Nordatlantikvertrag der UN Charta.

      https://de.wikipedia.org/wiki/NATO
      10 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 07.02.2018 11:29
    Highlight "Das ist eine massive Verletzung des Völkerrechts – und wird von der westlichen Diplomatie unter den Teppich gekehrt."

    Die Classe Politique und der westliche Nationalstaat haben sich völlig lächerlich gemacht und werden es nicht richten. Die UNO ist eine peinliche Fehlkonstruktion. Bleibt der Privatboykott: Ich kaufe schon lange keine Produkte mehr aus der Türkei.
    38 9 Melden
  • Rukfash 07.02.2018 11:26
    Highlight Wo sind jetzt die Kommentare und Profilbilder auf Facebook von den Bosniaken und Albanern, diese Heuchlerei meiner Landsleute habe ich so satt, ihr wisst ganz genau das wir auch angegriffen wurden und uns verteidigen mussten, wo bleibt jetzr eure Solidarität zu den Kurden?
    34 9 Melden
  • N. Y. P. D. 07.02.2018 10:44
    Highlight Je grösser der Personenkult** in einem Land, desto schlechter* geht es einem Land.
    Erdogan, Putin, Kim..

    *Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Korruption

    Die USA befindet sich am Scheideweg. Trump** ist der erste Präsident, der sich über alles stellt. Nur wer loyal ist, wird unterstützt. Und prompt geraten selbst in den USA die 4 Gewalten ins Wanken.

    Zurück zum Artikel : Erdogan** bringt nur Verderben in die ganze Region. Er lässt die Presse verstummen. Wirft Intellektuelle ins Gefängnis. Möge er ...
    93 19 Melden
    • Max Dick 07.02.2018 15:09
      Highlight Inwiefern ist die 4. Gewalt in den USA im wanken?
      3 3 Melden
    • N. Y. P. D. 07.02.2018 15:50
      Highlight Man kann die 4. Gewalt wie in der Türkei faktisch ausschalten.

      In den USA sehe ich das Problem, dass immer grössere Teile der Bevölkerung nicht mehr Wahrheit von Fake unterscheiden können.
      Was nützt es also, wenn zwar die Wahrheit von Teilen der Medien geschrieben wird, aber grosse Teile der Bevölkerung es nicht mehr glaubt.

      Deshalb das Verb wanken.
      16 4 Melden
  • Schläfer 07.02.2018 10:13
    Highlight Wenn ihr schon ein Bild von Barin Kobane als Titelbild verwendet, dürft ihr auch ihre Geschichte erzählen. Ebenso das ihre Leiche vor einigen Tagen von den türkisch geführten Rebellen (IS-Schlächter) ausgezogen und aufs grausamste verstümmelt, bespuckt, betreten wurde, und weiss Gott was alles noch. Worüber bei uns wieder mal nichts berichtet wurde. RIP Barin, und RIP an alle anderen tragischen Helden dieses sinnlosen Massakers.
    138 15 Melden
  • TJ Müller 07.02.2018 09:50
    Highlight Vielen Dank für dieses Interview. Ich hoffe schwer, dass ihr an diesem Thema dranbleibt, so dass dieser Angriffskrieg nicht in Vergessenheit gerät! Nur schon aus dem Selbstverständnis der Medien als 4te Gewalt heraus ist es eure Pflicht, den Finger auf diesen wunden Punkt zu legen. Ich hoffe, dass sich die Politik, international wie auch national bald klar gegen diesen Krieg positioniert. Watson kann dazu beitragen, mit vehementem Nachforschen und Nachhaken bei unseren Politikern. Sie können sich nicht ewig verstecken!
    123 13 Melden
    • Waedliman 07.02.2018 13:35
      Highlight Doch, können sie. Ausserdem ist die Schweiz ja neutral und deshalb dazu verpflichtet, bei allen Vorgängen einfach nur zuzuschauen und weiterhin Waffen zu liefern.
      20 7 Melden

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